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Am Limit Hoeneß will Konsequenzen aus der Asienreise ziehen

Uli Hoeneß während eines Spiels beim Telekom Cup 2017
Uli Hoeneß bei einem Spiel seiner Bayern während des Telekom Cups
© Laci Perenyi/Picture-Alliance
Eigentlich sollte auf der Asienreise der Bayern kräftig die Werbetrommel gerührt werden. Doch Vorstand Uli Hoeneß klagt über einen zu straffen Zeitplan und mangelnde Fitness. Eine deutliche Leistungssteigerung erwartet er trotzdem.

Aufgrund der intensiven Belastung der Bayern auf ihrer Werbetour durch Asien, kündigte Uli Hoeneß an, aus der Tour für die künftige Planung solcher Reisen Konsequenzen zu ziehen. Der Vorstand kritisierte unter anderem die Notwendigkeit des engen Zeitplans und die Ansetzung der Spieltermine.

"Das ist sicherlich grenzwertig, was wir gemacht haben bis jetzt", sagte der Präsident und Aufsichtsratschef in Singapur. "Wir werden sicherlich weiter diese Reisen machen. Aber ob man unbedingt vier Spiele in zwölf Tagen machen sollte mit einer Reise in ein anderes Land noch, das wird sicherlich auf den Prüfstand kommen", sagte der 65-Jährige bei einem Pressetermin im Mannschaftshotel.

Uli Hoeneß überdenkt Werbetouren

Nach der Rückkehr aus Asien werde es eine interne Aufarbeitung der Reise mit möglichen Veränderungen für die Zukunft geben. Die Weiterreise von China zu zwei weiteren Testspielen in Singapur sei ein ausdrücklicher Wunsch des Veranstalters gewesen. Die insgesamt vier Spiele finden im Rahmen des International Champions Cup statt. Dem Veranstalterwunsch habe man stattgegeben, sagte Hoeneß: "Aber ob das für alle Zeiten gelten muss, wage ich sehr zu bezweifeln."

Der FC Bayern hatte sein zweites Testspiel in Shenzen in China überraschend hoch mit 0:4 gegen den AC Mailand verloren. Das wurde auch den Strapazen für die Bayern-Profis zugeschrieben. "Das kommt vor, wenn man am Tiefpunkt der Kraft ist", urteilte Hoeneß.

Nächster Härtetest: Chelsea

Er werde darum "nicht hektisch" mit Blick auf die anstehende Bundesligasaison. Beim nächsten hochkarätigen Testspiel am 25. Juli in Singapur gegen den englischen Meister FC Chelsea erwartet der Präsident dennoch wieder eine Leistungssteigerung und auch ein besseres Resultat. "Man verliert ungerne 0:4. Darum besteht ein kleiner Druck, dass man besser ausschaut", erklärte Hoeneß. Der deutsche Rekordmeister empfängt am 18. August Bayer Leverkusen in der Allianz Arena und eröffnet damit die 55. Bundesliga Spielzeit.
fk DPA

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