VG-Wort Pixel

Schnörkellos schön Vintage-Rennräder: Die wichtigsten Tipps rund um die edlen Retro-Bikes

Vintage-Rennräder: Retro-Bikes stehen in einem Ladengeschäft
Vintage-Rennräder sind seit Jahren auf dem Vormarsch. Und längst radeln nicht mehr nur Hipster auf den Retro-Bikes durch die Großstädte.
© alvarez / Getty Images
Es braucht nicht viel Schnickschnack, um der Star auf der Straße zu sein. Viele Hipster und Hobbyradler schwören seit ein paar Jahren auf Vintage-Rennräder. Hier gibt's die wichtigsten Tipps für Einsteiger und coole Gadgets, die das Nostalgie-Bike zum Superstar machen.

Im Grunde ist es mit Rennrädern wie mit einem Whisky. Je oller, desto doller. Mit einem kleinen Unterschied: Der feine Bourbon oder Single Malt rinnt durch die Kehle und irgendwann ist auch die edelste Flasche leer. An einem Stahlrenner aus den Kultschmieden der 1970er und 80er Jahre – Colnago, Pinarello oder Bianchi – um nur drei zu nennen, haben Radsportfans mit etwas Hang zur Nostalgie ein ganzes Leben lang Freude. Ja, die Oldtimer auf zwei Rädern wiegen einige Kilo mehr als das sündhaft teure Modell aus Kohlefaser, die Triathlonmaschine mit im Rahmen integriertem Trinksystem oder das Citybike mit der fancy 14-Gang-Nabenschaltung. Komfort geht mittlerweile auch anders. Trotzdem boomen die teils mehrere Jahrzehnte alten Drahtesel – längst nicht mehr nur in Großstädten wie Hamburg, Berlin oder München. Und auch die Repliken, die sogenannten Vintage-Rennräder, können sich meist sehen lassen.

Statt wie die Tour-Legenden Eddy Merckx und Bernard Hinault, die sich auf ihren Zweirädern mühsam durch die Alpen quälten, pedalieren Jung wie Alt heutzutage mit den schneidigen Oldies lässig zur Arbeit, in die Uni oder radeln einfach nur aus Spaß an der Freude durch die Natur. Ganz vergleichbar sind die Rennräder im Vintage-Stil nicht mit den Stahlrossen der 1970er Jahre – und dennoch sind sie immer ein Blickfang.

Vintage-Rennrad: Keller, Flohmarkt oder Händler

Es gehört ein gute Portion Glück dazu, im Internet oder gar auf dem Flohmarkt ein solches Schmuckstück zu finden. Auch deshalb haben sich einige Radhersteller in den vergangenen Jahren auf Vintage-Rennräder spezialisiert. So hat die Berliner Zweiradschmiede Chrisson gleich mehrere davon im Sortiment. Sportliche elf Kilogramm wiegen die Retro-Bikes. Das sind immer noch einige Kilo weniger als die Klassiker von damals auf die Straße brachten. Statt der klassischen (und eher unbequemen) Rahmenschaltung wie sie Merckx und Co. nutzten, wird hier an den Bremshebeln geschaltet. Bei ihren Urban Bikes wie dem Vintage Road N7 haben die Berliner Tüftler zudem auf den klassischen Rennlenker verzichtet. Speedjunkies, die gern mal kräftig am Unterlenker ziehen, finden aber auch Modelle mit der Rennvariante. 

Affiliate Link
Chrisson Urbanbike "Vintage Road N7"
Jetzt shoppen
439,00 €

Verstaubte Schmuckstücke: Darauf sollten Sie achten

Glückspilze, die im Keller auf ein längst vergessenes Rennrad aus Opas Zeiten stoßen oder im Netz ein Schnäppchen schlagen wollen, sollten vor der ersten Probefahrt zumindest vorsichtig sein. Die Stahlrahmen von damals sind zwar robust und haltbar, weil beim Verlöten der Rohre mit Muffen gearbeitet wurde und die Schmuckstücke in der Regel zumindest teilweise verchromt sind – ganz spurlos geht die Zeit aber auch an ihnen nicht vorüber. Gefährlich wird es vor allem dann, wenn die Rahmen verzogen oder verbeult sind. Räder, die 20 Jahre oder länger im Keller gestanden haben, können zudem von innen rosten. Hier hilft es, das Rad einmal anzuheben, umzudrehen und die Ohren zu spitzen. Rieselt es im Inneren, könnte das auf Rost hindeuten. Ansonsten genügt es, die Rohre einmal mit der Hand abzufahren, um mögliche Dellen oder gefährliche Risse festzustellen.

Bei Kompletträdern sollte der Sattel erneuert werden. Dem Drahtseilakt aus Komfort und Retro-Optik haben sich unter anderem die erfahrenen Sattelbauer von Selle Italia gestellt. Heraus kam eine Neuauflage des legendären "Turbo". Der Klassiker aus dem Jahr 1980 kommt im nostalgischen Braun daher und soll an die Zeiten von Miguel Indurain und Laurent Fignon erinnern.

Egal ob Neukauf oder Netzfund – auch ein Vintage-Rennrad muss verkehrssicher sein. Dazu gehört auch eine StVZO-zertifizierte Beleuchtung. Natürlich stilecht, so wie dieses verchromte Frontlicht "Made in Germany", das über ein Nabendynamo betrieben und mittels Drehknopf bedient wird. Die Beleuchtungsstärke soll bei 25 Lux liegen.

Affiliate Link
otto.de | Busch & Müller | Retro-Frontlicht "Lumotec Classic N"
Jetzt shoppen
49,99 €

Pimp it up: Flippige Gadgets und Styling-Tipps

Im Kampf gegen Schmuddelwetter hilft auch bei Vintage-Rennrädern nur das Schutzblech. Doch statt aufwändiger Montage mit kleinen Muttern und Schräubchen genügen Stecklösungen. Die gibt es mittlerweile in allen Formen, Farben und gewagten Designs. Sie passen unter alle gängigen Sattelmodelle und sind im Handumdrehen angebracht. Ansonsten nehmen sie im Rucksack keinen Platz weg. rie:sel Design aus Dresden hat neben flippigen Comic-Motiven in schwarz-weiß und Bonbonfarben auch Designs für Retro-Biker, die Understatement vorziehen.

Affiliate Link
ri:tze | Schutzblech "Stickerbomb" | rie:sel Design
Jetzt shoppen
7,95 €

Nun ergibt es wenig Sinn, sich im Wintermantel oder Sommerkleidchen aufs Vintage-Rennrad zu schwingen. Das ist im schlechtesten Fall nicht nur gefährlich, sondern auch schade um die Klamotten. Vor allem, weil es passend zu den edlen Oldie-Rennern auch Outfits gibt, die den Radnostalgiker endgültig in die goldenen Zeiten des Radsports zurückversetzen. Schlicht, gern mit Streifen in zartrosa, celeste-grün oder den Regenbogenfarben der Weltmeister und auf der Brust die nostalgischen Schriftzüge legendärer Marken und Teams wie Bianchi Campagnolo, Molteni, Peugeot oder andere. Wahlweise Kurzarm, als Langarmtrikot oder Jacke. Die Frankfurter Rennrad-Rock'n'Roller vom "guilty 76 racing team" haben ihre eigene Kollektion entworfen. Die Windblock-Jacke im schwarz-grauen Vintage-Style ist winddicht, wasserabweisend und kann bei schönem Wetter locker zusammengefaltet und in der Trikottasche verstaut werden.

Das könnte Sie auch interessieren:

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker