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"Die Höhle der Löwen": "Ich bin ein Rockstar": So macht Gründer Marvin Kruse nach der dritten Löwen-Klatsche weiter

Marvin Kruse trat am Dienstag bereits zum dritten Mal in der "Höhle der Löwen" auf – und kassierte die dritte Absage. Doch davon lässt sich der Gründer nicht entmutigen. Und hat weiter große Pläne.

DHDL

Marvin Kruse will "Brad Brat" auch ohne Löweninvestment zum Bratwurst-Imperium ausbauen

TV Now

Nichts weniger als die "Weltherrschaft" versprach Marvin Kruse den Löwen, wenn sie in sein Bratwurst-Business "Brad Brat" investieren. Doch es half alles nichts. Auch beim dritten Besuch in der Gründershow "Die Höhle der Löwen" ging Marvin Kruse ohne Deal nach Hause. Und musste sich von Investor Carsten Maschmeyer auch noch sagen lassen, er sei auf dem Weg, "der Clown in der 'Höhle der Löwen' zu werden".

Das will Marvin Kruse nicht auf sich sitzen lassen. Dass abermals keiner der Löwen investieren wollte, sei zwar enttäuschend, sagt Kruse im Gespräch mit dem stern. Als Niederlage will er das aber nicht auffassen. "Ich bin auch ohne die Löwen ein Rockstar. Jeder Gründer ist ein Rockstar." Er vermutet, dass seine offensive Art den Löwen auch strategisch nicht in den Kram passt. "Wenn die Löwen nicht im Mittelpunkt stehen, ist es für sie uninteressant zu investieren", sagt er. 

Brad Brat soll in Serie gehen

Beim ersten Auftritt in der "Höhle der Löwen" 2015 hatte Kruse einen Online-Shop für Katzen- und Hundezubehör vorgestellt. Bei Pfotenheld sollte es alles für Null Euro geben, dafür wollte er bei den Versandkosten draufschlagen – die Löwen zerrissen das Konzept. 2016 kam er dann erstmals mit "Brad Brat" in die Löwenhöhle, einer Riesenbratwurst, die er im Einzelhandel verkaufen wollte. Zu geringe Gewinnmarge, urteilten die Löwen und schickten Kruse wieder ohne Deal nach Hause.

Kruse überdachte sein Konzept und machte aus Brad Brat einen Imbiss, der als Franchise in Serie gehen soll. Und diesen Weg will Kruse auch ohne Löwen-Investment weitergehen. Kurz nach der Aufzeichnung der Show im Frühjahr hat er in Lübeck-Travemünde seinen dritten Brad-Brat-Laden aufgemacht (der allerdings seit dem Ende der Sommersaison zunächst wieder geschlossen hat). Die ersten beiden Läden stehen in Bremen und Oldenburg. Derzeit laufen die Vorbereitungen für Imbiss Nummer Vier, der Anfang November in Hamburg eröffnen soll. Im kommenden Jahr will sich Kruse, der nach eigener Aussage bereits 35 Mitarbeiter beschäftigt, dann intensiv mit dem Thema Franchising beschäftigen. Sein Ziel: Brad Brat soll das Starbucks für Würste werden. 

Die Zuschauer machen sich über die vorgestellten Produkte lustig

"Ich bin kein Menderes"

Klingt nach einem verwegenen Plan, passt aber zum verwegenen Charakter des norddeutschen Tausendsassas. Mit 31 Jahren hat er schon einige Dinge ausprobiert in seinem Leben. Mit Anfang 20 spielte Kruse noch Fußball in der Regionalliga, eine Liga unterhalb des Profibereichs. Anschließend verdingte er sich einige Zeit als Schlagersänger auf Mallorca, bevor er den Plan fasste, ein Leben als Unternehmer zu führen.

Als "Clown" sieht er sich definitiv nicht und: "Ich bin auch kein Menderes", sagt Kruse in Anspielung auf den "Deutschland sucht den Superstar"-Kandidaten, der durch mehr als ein Dutzend überwiegend erfolglose Auftritte in der Castingshow Berühmtheit erlangte. Kruse möchte sich mit Brad Brat als seriöser Gründer durchsetzen, weshalb dies auch sein letzter Auftritt in der "Höhle der Löwen" gewesen sein soll. Wobei, gänzlich ausschließen will Kruse doch lieber nichts: "Sag niemals nie", sagt der Bratwurstmacher.