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"Die Höhle der Löwen": Diese Gründer konnten einen Löwen einfangen

In der neunten Folge von "Die Höhle der Löwen" wollten die sechs Start-ups eBall, Gøld's, Joidy, Kinderleichte Becherkost, Nutriday und Zzysh überzeugen. Die Löwen bissen aber nicht bei allen an.

Die Höhle der Löwen: Frank Thelen probiert den eBall aus

"Die Höhle der Löwen"-Juror Frank Thelen (links) probiert den eBall von Uli Sambeth aus. 

Am Dienstagabend kämpften in der VOX-Sendung "Die Höhle der Löwen" wieder sechs Jungunternehmer um ein Investment.  Wer mit seiner Geschäftsidee überzeugen konnte und nun Unterstützung von einem der "Löwen" Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Jochen Schweizer erhält, erfahren Sie hier. 

Sie haben die bisherigen Folgen der Gründershow auf Vox verpasst? Alle Infos zu der TV-Sendung finden Sie zudem im "Die Höhle der Löwen"-Kompakt.

eBall - auf einer Kugel durch die Gegend rollen

Der Essener Uli Sambeth hat den eBall erfunden, ein Fortbewegungsmittel, das auf einer Kugel rollt. Inspiriert wurde der 48-jähriger Essener beim Segway fahren. Zweieinhalb Jahre Entwicklung und eine Viertelmillion Euro stecken bereits in seinem Produkt. Nun hofft er auf 500.000 Euro von den Löwen, bietet dafür 12,5 Prozent seines jungen Unternehmens an.

Die Löwen sind beeindruckt, Frank Thelen und Jochen Schweizer testen den eBall selbst. Zunächst scheint kein Deal zustande zu kommen, mit der Überzeugungsarbeit von Judith Williams gelingt dann aber eine Sensation: Alle wollen zusammen investieren - 500.000 Euro für 50 Prozent Beteiligung. Sambeths Erwartungen sind übertroffen, er willigt ein. 

Gøld's - Bartöl in "Die Höhle der Löwen"

Vollbärte sind im Trend - Martin Gaskow, 26, Johannes Keppler und Martin Kroll, beide 27, wollen das zu ihrem Vorteil nutzen. Die drei Offenbacher haben mit Gøld's natürliche Bartöle auf den Markt gebracht, die echten Kerlen helfen sollen, ihr Gesichtshaar zu pflegen. Um Sortiment und Vertrieb weiter ausbauen zu können, hoffen sie von den Löwen auf 75.000 Euro. Dafür bieten sie zehn Prozent am Unternehmen.

Auf einen Blick war klar: Es wird nicht einfach für die Gründe. Unter den Investoren trägt nur Jochen Schweizer Bart. Zum Problem wird aber vor allem der Gründerwunsch nach einer breiteren Produktpalette. Zu wenig Fokus auf das Kernprodukt - das gefällt den Löwen gar nicht, alle steigen aus.

Joidy - digitale Hilfe beim Geschenkekauf

Philippe Singer und Timo Müller, beide 24, möchten es den Menschen mit ihrer App Joidy noch leichter machen, ihre Lieben zu beschenken. Geschenke werden online ausgesucht und bezahlt und anschließend automatisch mit persönlichem Gruß auf den Weg gebracht. Um die App weiter zu entwickeln hoffen die Berliner auf 200.000 Euro, für die es 10 Prozent an Joidy gibt.

Die Idee kann in der "Höhle der Löwen" überzeugen, die Zahlen nicht. Nur Jochen Schweizer macht ein Angebot: 200.000 Euro, allerdings für 25,1 Prozent - die Hälfte davon als Wandeldarlehen. Er könnte die 100.000 Euro später zurückbekommen oder sich in Firmenanteilen auszahlen lassen. Den Gründern ist die Bewertung zu gering, sie gehen ohne Investment.

Kinderleichte Becherküche - Kochwerkzeuge für kleine Köche

Farbige und handliche Messbecher und kindgerechte Rezepte - mit dem Produkt von Birgit Wenz können selbst die Kleinsten in der Küche Leckeres zaubern. Die 36-jährige Erzieherin aus Gottenheim entwickelte bereits zwei Koch- und Backsets für Kinder. Mit 100.000 Euro der Löwen will sie die "Kinderleichte Becherküche" noch weiter ausbauen. Im Gegenzug bietet sie 20 Prozent an ihrer Firma an. 

Die Grundidee stößt auf Begeisterung, Produktionskosten und Marge müssen aber verbessert werden. Das kann vor allem "Mr. Regal" Ralf Dümmel - er stellt die 100.000 Euro für 30 Prozent in Aussicht. Familie Wenz schlägt ein - Deal!

Nutriday - Nahrungsergänzung für Hunde

Nutriday ist ein natürliches Nahrungsergänzungsmittel für den besten Freund des Menschen. Die Idee stammt von Thomas Löbke. Der 37-jährige Berliner ist überzeugt, dass Hunde mit herkömmlichem Futter nicht immer das bekommen, was sie brauchen. Für sein junges Unternehmen erhofft er sich 90.000 Euro, dafür winken dem Investor 20 Prozent an dem Start-up.

Begeisterung löst vor allem der Hund des Gründers aus. Das Konzept kann hingegen nicht überzeugen, ein Löwe nach dem anderen steigt aus. 

Zzysh - Lebensmittel und Getränke länger haltbar machen

Die Idee von Manfred Jüni ist erst einmal simpel: Geöffnete Flaschen und und angebrochene Lebensmittel mit einer Schutzatmosphäre länger haltbar machen. In jahrelanger Arbeit entwickelte der 32-jährige Ingenieur aus Murten in der Schweiz "Zzysh" - ein System, das genau dies bewerkstelligt. Es gibt zwei Sparten: Aufbewahrungsboxen für Nahrung und ein Hilfsmittel, um Wein- und Sektflaschen wiederzuverschließen. Sechs Millionen Schweizer Franken stecken bereits in dem Projekt. Von den Löwen erhofft er sich eine Million Euro, bietet ein Zehntel an seinem Unternehmen dafür an. 

Design gut, Kosten zu hoch, unrealistischer Businessplan - so lautet das Urteil in der "Höhle der Löwen". Was die Investoren aber vor allem abhält: Jüni hält selbst nur 20 Prozent an dem Unternehmen. Für "Zzysh" gibt es keinen Deal.

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rös/fri