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Fluxbag-Gründer aus "DHDL" Mit dieser Erfindung kann man Luftmatratzen mit einem Atemzug aufblasen

Fluxbag-Gründer aus "DHDL": Mit dieser Erfindung kann man Luftmatratzen mit einem Atemzug aufblasen
Der Fluxbag verspricht das Aufblasen von Schwimmhilfen mit nur einem Atemzug. Doch ist das Produkt überhaupt nützlich? So schlägt es sich im Test: Zur Vorbereitung pustet man etwas Luft in die Tasche. Den Rand ein paar Mal umschlagen und verschließen. Die Tasche ist jetzt startklar. Es gibt unterschiedliche Aufsätze für verschiedene Ventile. Im direkten Vergleich zum Aufpusten mit dem Mund zeigen sich Vorteile: Es ist einfach und man ist danach nicht außer Atem. Manchmal rutscht die Düse zwar aus dem Ventil, doch die Vorteile überwiegen. Fazit: Bei größeren Schwimmhilfen ist der Fluxbag sehr hilfreich – die Tasche spart Zeit und Atem. Bei kleinen Sachen wie Schwimmflügeln ist die Tasche jedoch nicht nötig – dafür reicht die Kraft der Lunge vollkommen aus.
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Fluxen statt Aufblasen: Jens Thiel und Lucas Richter haben einen Luftsack entwickelt, der das Aufpumpen von Luftmatratzen oder Aufblastieren erleichtern soll. Wir haben vor dem Auftritt in der "Höhle der Löwen" mit einem der Gründer gesprochen.

Herr Thiel, wie sind Sie auf die Idee für den Fluxbag gekommen?
Eigentlich wollten mein Co-Gründer Lucas Richter und ich ein multifunktionales Strandtuch entwickeln. Und da war auch ein aufblasbares Kissen drin. Aber das Aufblasen ist ja meist eher mühsam. Von Lifehacker-Videos kannte ich den Strömungseffekt, den man beispielsweise mit einer Mülltüte erzeugen kann. Da haben wir uns gesagt: Wir versuchen, daraus eine richtige Luftpumpe zu machen.
Für welche Anwendungen ist der Fluxbag geeignet?
Man kann damit alles aufpumpen, was man mit dem Mund oder einer einfachen Fuß-Tretpumpe aufpumpen kann. Luftmatratzen, Schwimmringe oder aufblasbare Flamingos. Fahrräder gehen nicht, dafür braucht man zu viel Druck.

Wie viele Fluxbags haben Sie bislang verkauft?
Wir hatten letztes Jahr eine Kickstarter-Kampagne, an der sich 900 Leute aus 50 Ländern beteiligt haben. Die haben ihren Fluxbag Anfang Februar bekommen. Insgesamt haben wir um die 2000 Fluxbags verkauft, dann waren wir ausverkauft. Daher sind wir auch in die Höhle der Löwen, um den nächsten - wesentlich größeren - Produktionslauf zu finanzieren.

Fluxbag-Gründer
Fluxbag-Gründer Jens Thiel und Lucas Richter
© Anne Schwerin


Wie haben Sie sich auf die Höhle der Löwen vorbereitet?
Augen auf und durch. Wir hatten damals extrem viel zu tun, weil wir dabei waren unsere ganze Lieferkette in China neu aufzusetzen. Daher haben wir unseren Pitch nicht übermäßig geübt, aber am Tag vorher konnten wir den dann.
Was sind die weiteren Pläne?
Wir werden noch mehr Produkte aus der Aufblaswelt auf den Markt bringen. Das multifunktionale Strandtuch mit Aufblaskissen ist im Prinzip fertig, da müssen wir jetzt die Produktion organisieren. Außerdem arbeiten wir an einem aufblasbaren Campingstuhl. Der wird aus einem textilen, kunststoffbeschichten Material sein. Das ist robuster als die Schwimmtiere für den Strand, aber zehnmal kleiner und leichter als Klappstühle, mit denen man sonst zum Zelten oder auf Festivals fährt.

Interview: Daniel Bakir

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