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Interview

Gloryfy Unbreakable: Unzerbrechlich - seine Brillen bleiben selbst in der 1,5-Tonnen-Presse heil

Der Österreicher Christoph Egger präsentiert seine Firma "gloryfy unbreakable" in der Höhle der Löwen. Im Interview erklärt er, wie er auf unzerbrechliche Brillen kam und warum seine Erfindung die Welt erobern soll.

Gloryfy Unbreakable

Christoph Egger demonstriert Löwe Ralf Dümmel die Widerstandsfähigkeit seiner "gloryfy unbreakable"-Brillen

In "Die Höhle der Löwen" trumpfte diese Woche ein Österreicher auf, der den Brillenmarkt aufmischen will. Christoph Eggers Alleinstellungsmerkmal: Seine Firma "gloryfy unbreakable" bietet Brillen an, die unzerbrechlich sind. Das demonstriert er in der TV-Sendung sogar mit Hilfe einer 1,5-Tonnen-Presse. Der Auftritt überzeugt die Löwen: Frank Thelen und Carsten Maschmeyer steigen in die Firma ein.

Herr Egger, wer braucht Brillengläser, die 1,5 Tonnen Gewicht aushalten?

Im Prinzip jeder! Nur ein kleines Beispiel: In Deutschland gibt es jedes Jahr über zwei Millionen Verkehrsunfälle mit Personenschäden. Dass heute wesentlich weniger Menschen dabei sterben als noch vor 30 Jahren hängt mit der Benutzung von Airbags zusammen. Genau diese Airbags verursachen aber häufig Verletzungen am Gesicht und insbesondere an den Augen. Desweiteren gibt es in den USA Studien die belegen, dass jährlich 600.000 Personen in der Freizeit, Sport oder Arbeit durch Brillen (Glas und Rahmen) am Auge verletzt werden. Somit sieht man: Das Thema Sicherheit ist ein großes Thema!

Das Risiko, sich bei solchen Unfällen durch eine zerbrechende Sonnenbrille die Augen zu verletzen, ist mit einer gloryfy-Brille ausgeschlossen, denn selbst unter extremer Krafteinwirkung brechen keine Splitter oder sonstigen Teile ab. Auch teure Reparaturen durch einen "Draufsitzer" oder Sorgen über gebrochene oder verbogene Brillenteile sind somit Geschichte. Die 1,5 Tonnen-Presse sollte in der Show ganz einfach sehr plakativ aufzeigen wie extrem man eine gloryfy unbreakable Brille beanspruchen kann.

Gloryfy entwickelte das Material selbst

Was macht die "Unbreakable"-Brillen so unzerbrechlich?
Der Memory-Effekt des Materials, das wir verwenden. NBFX heißt dieses, wurde von uns entwickelt und hat zur Folge, dass die Brillen auch nach noch so starker Verformung immer wieder in die Ausgangslage zurück gehen.

Wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen. Hatten Sie vorher irgendwelche Erfahrung im Brillengeschäft?

Nein, ich war sozusagen Quereinsteiger. Ich bin gelernter Einzelhandelskaufmann und habe in jungen Jahren im Sportfachhandel gearbeitet, bevor ich mit Anfang Zwanzig zu studieren begann und danach in den Marketing-Bereich gewechselt bin. Mit meinem vorherigen Start-up kam ich das erste Mal mit Kunststoffproduktion in Kontakt. Der Impuls zur Entwicklung unzerbrechlicher Brillen war ein Sportunfall eines Freundes, bei dem sich dieser schwer am Auge verletzte.

Wie teuer sind die Brillen und wie viele haben Sie bisher verkauft?

Je nach Modellreihe kosten die Sonnenbrillen zwischen 99 und 189 Euro - bedingt durch verschiedene Linsen und Arten der Veredelung. Bei den Premium-Modellen gibt es zum Beispiel High-Tech Features wie photochromatische Linsen mit Polarisationsfilter. Bei den Korrektionsbrillen unserer "Optics"-Kollektion beginnen die Fassungen bei 199 Euro. Seit 2011 haben wir über 200.000 gloryfy-Brillen verkauft.

In Österreich ist die Marke schon recht bekannt. Warum kennt sie in Deutschland kaum einer?

Als Start-up hat man es in einem riesigen Markt wie Deutschland natürlich schwer, weshalb wir uns bisher eher nur im Süden Deutschlands - wo die Marke noch ein bisschen über die Grenze Österreichs hinaus ihre Strahlkraft entfalten konnte - platzieren. Je weiter man nach Norden kommt, desto dünner ist unser Händlerstamm bis jetzt. "Die Höhle der Löwen" ist ein Klacks im Vergleich zu dem, was einen in der realen Welt erwartet. 80 Prozent des Brillenmarktes weltweit liegen in der Hand eines einzigen Konzerns (Luxottica - Inhaber von Marken wie zum Beispiel Oakley oder Ray Ban). Eine monopolähnliche Stellung, die im nackten Kampf um Umsatzzahlen mitunter auch monopolartig ausgespielt wird. Für uns ein Kampf David gegen Goliath, den wir allerdings gerne annehmen. 

Carsten Maschmeyer und Frank Thelen haben den Deal mit Ihnen gemacht. Wie ging es seit der Aufzeichnung der Sendung weiter?

Wir sind in den Verhandlungen. Die Due-Dilligence-Prüfung ist durch und wir sind an den finalen Abstimmungen. Wir hoffen auf ein positives Ergebnis! Unser Fokus liegt ganz klar auf dem Vertriebsaufbau in Deutschland! Wir haben dort 12.000 Optiker d.h. 12.000 potenzielle Kunden! Die müssen wir mit einem Vertriebsteam aber auch erreichen. Das Investment aus der "Höhle der Löwen" würden wir somit für den Aufbau unseres Vertriebes in Deutschland verwenden. Falls kein Deal zustande kommt, geben wir natürlich auch nicht auf, wir sind ja schließlich "unbreakable"!

Welche Ziele haben Sie noch?

Das Ziel ist ganz klar: wir werden gloryfy unbreakable zu einer internationalen Marke aufbauen!

"Die Höhle der Löwen" - alle News zur Sendung und zu den Gründern finden Sie hier

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