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"DHDL" auf Vox: Diese Gründer räumten in "Die Höhle der Löwen" Investments ab

Brad Brat, gloryfy, Glasello, intueat, LaLatz und Papa Türk: Am Dienstag buhlten in "Die Höhle der Löwen" erneut sechs Start-ups ums Geld der Jury. Diese Gründer waren erfolgreich.

Papa Türk bei Die Höhle der Löwen

Die Gründer Jan Plewinski (l.) und Roman Will konnten die Jury aus "Die Höhle der Löwen" mit ihrem Getränk gegen schlechten Atem überzeugen

Auch in der fünften Folge von "Die Höhle der Löwen" kämpften wieder sechs Gründer um ein Investment der Löwen. Wir verraten, welche der Start-ups und mit welcher Idee die Jury um Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Jochen Schweizer überzeugen konnten.

Alle Infos zu der TV-Sendung von Vox finden Sie zudem im "Die Höhle der Löwen"-Kompakt.

Brad Brat: Die 750-Gramm-Riesenbratwurst

Er ist wieder da: Marvin Kruse aus Ganderkesee. Im letzten Jahr präsentierte er mit "Pfotenheld” einen Onlineshop für Katzen- und Hundebesitzer, in dem alle Produkte null Euro kosteten. Das Konzept fiel bei den Investoren durch. "Ich habe alles, was ich von den Löwen um die Ohren gepfeffert bekommen hatte, jetzt mit einfließen lassen. Ich habe alles umgesetzt, alles besser gemacht und das will ich jetzt beweisen”, so der 28-Jährige. In diesem Jahr hat er ein neues Produkt im Gepäck: Brad Brat. Eine Bratwurst, die ihresgleichen sucht. 750 Gramm wiegt die Wurst, wird in Scheiben geschnitten und muss so nur noch von zwei Seiten gegrillt werden. Weiße Stellen an der Wurst sollen damit passé sein. Mittlerweile gibt es Marvins Brads in den Geschmacksrichtungen Feta-Olive, Tomate-Mozzarella oder Chili, die auch perfekt ins Brötchen passen. Um seine bereits eingegangenen Bestellungen zu finanzieren und eine neue Abfüllmaschine zu kaufen, benötigt er 150.000 Euro und würde dafür 10 Prozent seiner Firmenanteile abgeben.

Auch bei seinem zweiten Auftritt kann Gründer Marvin Kruse die Investoren nicht überzeugen. Denen ist die Gewinn-Marge der Riesenbratwurst einfach zu gering - kein Deal.

Glasello: Im Kampf gegen Viren und Bakterien 

125.000 Euro wünschen sich José Luis Llorens Garcia, 42, aus Mammendorf und Stevan Sokola, 49, aus Mettenheim. Im Gegenzug sind die beiden bereit 15 Prozent der Anteile an ihrer GmbH abzugeben. Das Produkt, das die beiden vorstellen, haben sie "Glasello" getauft. "Das ist ein Produkt, welches die Welt noch nicht gesehen hat”, so Sokola. Sein Kompagnon ergänzt: "Es ist ein Produkt für Jedermann und man kann es überall auf der Welt benutzen.” Bei "Glasello” handelt es sich um einen mobilen Reinigungs- und Desinfektionsstick, speziell für die Ränder von Trinkgläsern, Getränkedosen und Essbesteck. Eineinhalb Jahre Entwicklungsarbeit stecken in der kleinen Erfindung, mit der die Gründer Viren und Bakterien den Kampf ansagen wollen. Die nächste Herausforderung ist allerdings der Pitch vor den Löwen - wenn der gelingt und die beiden es schaffen, die Investoren zu begeistern, waren die bislang 1.000 verkauften Exemplare des "Glasello" nur der Anfang einer Erfolgsgeschichte.

Frank Dümmel und Judith Williams wollen einsteigen. Letztere macht zwar das bessere Angebot aus Gründersicht (125.000 Euro für 25,1 Prozent), den Zuschlag erhält jedoch Allesverkäufer Dümmel. Für dieselbe Summe gehören ihm nun 30 Prozent der Firmenanteile.

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gloryfy: Die Unkaputtbar-(Sonnen-)Brille

Wer kennt das nicht? Man setzt sich drauf, lässt sie fallen oder sie geht beim Sport in die Brüche: Gerade gekauft und schon ist die Sonnenbrille wieder kaputt. Und das kann gerade beim Sport auch mal gefährlich werden. Mit den gloryfy unbreakable Brillen soll das nicht mehr passieren. Hergestellt aus einem besonders flexiblen Kunststoff können nicht nur das Gestell, sondern auch die Gläser mit immenser Kraft verbogen werden. Ohne dass sie dabei kaputt gehen und ohne Ausleihern springen sie in die ursprüngliche Form zurück bzw. die rausgesprungenen Bügel werden einfach wieder eingeklickt. Sogar einer 1,5 Tonnen Presse sollen sie Stand halten. Produziert werden die unzerbrechlichen Brillen in Österreich. Für die Entwicklung von gloryfy hat Christoph Egger extra ein Labor aufgebaut und Techniker und Designer beauftragt. Um die Zusammensetzung und das besondere Design zu perfektionieren, benötigte das Team fast sieben Jahre, bis die gloryfy unbreakable Brillen in Serie produziert werden konnten. Zunächst hat der Tiroler die Brille in zehn verschiedenen Designs für den Gebrauch während des Sports entwickelt. Seit April 2016 gibt es zusätzlich auch die optische Brillen. In Österreich sind die Brillen schon Kult, jetzt will er auch in Deutschland in den Handel. Um das realisieren zu können benötigt der gelernte Sport-Einzelhandelskaufmann und studierter Betriebswissenschaftler sowohl einen strategischen Partner als auch 500.000 Euro. Im Gegenzug bietet er 5 Prozent seiner Firmenanteile an.

Maschmeyer und Thelen halten die unzerbrechlichen Brillen für eine potenzielle Milliardenidee und machen ein gemeinsames Angebot. Nach einigem Hin und Her steht der Deal: Beide Löwen übernehmen je zehn Prozent der Anteile, dafür bringen sie insgesamt 750.000 Euro ein.

intueat: Überflüssige Pfunde adé?

Mit ihrem weltweit einzigartigen Onlineprogramm intueat wollen die promovierenden Medizinstudenten Mareike Awe, 23, und Marc Reinbach, 24, aus Düsseldorf den Diäten den Kampf ansagen. "So hart es klingt: Deutschland ist zu dick! Jeder zweite Deutsche ist übergewichtig und über 90 Prozent aller Diäten funktionieren nicht. Diäten arbeiten mit Regeln und Verboten gegen unseren Körper”, erklärt Marc Reinbach. "Intuitives Essen. Intueat ist genau das Gegenteil. Intuitive Esser essen genau dann, wenn sie hungrig sind, genießen das worauf sie Appetit haben und sie hören auf, wenn sie satt sind”, so Mareike Awa. Um dieses neue Bewusstsein wieder zu schaffen, bieten die beiden Gründer auf ihrer Homepage ein zwölfwöchiges Programm an. Mithilfe von wöchentlichen Lektionen in Form von Videos und PDFs, professionell entwickelten Mentaltrainings für die Unterstützung des Unterbewusstseins, einem Erfolgstagebuch zur persönlichen Entwicklung, der Unterstützung durch die gesamte intueat-Community, den persönlichen Teilnehmersupport durch das intueat-Team und mit Hilfe einer ordentlichen Portion Motivation lernen die Teilnehmer ihren Körper und ihre wahren Bedürfnisse kennen. Um weiter wachsen zu können wünschen sich die Medizinstudenten 150.000 Euro von den "Löwen" und bieten 10 Prozent ihres Unternehmens.

Den meisten Löwen sind die angebotenen Ratschläge zu unkonkret. Jochen Schweizer findet den Ansatz gut, will aber mehr mitsprechen. Er möchte mit einem Drittel an der Firma beteiligt werden. Die Gründer bieten maximal 20 Prozent. Der Deal kommt nicht zustande.


LaLatz: Klecker-Schutz bei "Die Höhle der Löwen"

Eva Schrader, 42, wagt sich in "Die Höhle der Löwen" und stellt den fünf Investoren ihre Erfindung vor - den "LaLatz". Als Mutter von vier Kindern war es die Krefelderin leid, nach jedem Essen den Tisch und die Kleidung ihrer Kinder komplett zu reinigen. So ist die Idee des extra langen Lätzchens, das gleichzeitig auch als Tischset dient, entstanden. Die ersten Prototypen nähte Eva Schrader noch selbst mit der Nähmaschine, 2014 wurde dann aus der Idee ein Unternehmen. Die 42-Jährige investierte ihr Geld in die ersten Produktionen. Einige hundert Lätzchen wurden schon verkauft, aber um ihre Erfindung in die Läden zu bringen, braucht Eva Schrader einen strategischen Partner und natürlich eine kräftige Finanzspritze. Ihr Vorschlag an die "Löwen": 100.000 Euro für 10 Prozent Firmenanteile.

Die behauptete Patentschrift ist nicht zur Hand und der bislang erzielte Umsatz von 8000 Euro ist den Löwen zu mickrig. Eva Schrader muss ohne Investment nach Hause fahren. 

Papa Türk: Getränk für Döner-Fans

Zu einem leckeren Döner Kebab gehören auch eine richtige Portion Knoblauchsauce und extra viel Zwiebeln. Wäre da nur nicht der daraus resultierende schlechte Atem. Die beiden Bremer Roman Will, 30, und Jan Plewinski, 30, wollen jetzt Abhilfe schaffen. "Papa Türk ist das erste Erfrischungsgetränk, das den wunderschönen Zusatznutzen hat, Atem- und Essensgerüche zu neutralisieren”, erklärt Will den Löwen ihr Produkt. "Die Wirkung unserer Papa-Getränke  kommt vom grünen Blattfarbstoff Chlorophyll. Die Formel für unser Getränk haben wir mit einem namhaften Lebensmittellabor entwickelt”, ergänzt Plewinski. Mittlerweile haben sie drei verschiedene Sorten im Angebot und sind regional in den Dönerläden und Supermärkten erhältlich. Erzählen können die beiden Bremer natürlich viel, doch wie sieht es mit einem geruchsfesten Beweis aus? Dafür haben sowohl Jan als auch Roman im Beisein von Moderator Amiaz Habtu vorab einen Döner mit entsprechend viel Knoblauch und Zwiebeln gegessen - doch nur einer trank anschließend Papa Türk. Jury-Löwe Ralf Dümmel wagt sich an den Geruchstest. Werden sie den bestehen? Und schaffen sie es mit ihrem Getränk einen oder mehrere "Löwen" für einen Deal von 400.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile zu begeistern? 

Während Wills Atem Dümmel fast aus den Schuhen haut, zuckt er bei der Atemkontrolle Plewinskis keinen Zentimeter zurück. Der Löwe gibt den beiden 400.000 Euro und erhält im Gegenzug 30 Prozent der Unternehmensanteile.

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