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TV-Kritik

"Die Höhle der Löwen": Ralf Dümmel zündet den Fugentorpedo - doch ein anderer Deal platzt

Menschen, Hunde, Sensationen: In der "Höhle der Löwen" überzeugt eine Gründerin die Löwen mit ihrem Lebenslauf, aber nicht mit ihrer tierischen Erfindung. Und: Von den abgeschlossenen Deals kommt die Hälfte hinterher doch nicht zustande.

Ralf Dümmel und der Fugentorpedo
MG RTL D

Das Schöne an der "Höhle der Löwen" ist: Wenn man mit den Erfindungen nichts anfangen kann, kann man sich immer noch über die Typen dahinter freuen. "Boneguard"-Gründerin Sonja Labitzke zum Beispiel ist nicht nur Hundehalterin aus Mechernich, sondern auch gelernte Industriekauffrau, hat ein Grundstudium in Humanmedizin abgeschlossen, dann Medizinprodukte verkauft, angefangen Dinge zu erfinden und folgerichtig Innovationsmanagment studiert. "Und damit das mit den Patenten nicht so teuer wird, habe ich noch gewerblichen Rechtsschutz studiert", erklärt die 43-Jährige.

Die Löwen sind beeindruckt. "Sie sind eine Traumunternehmerin. Sie sind sympathisch. Was Sie sich aneignen mussten, das haben sie schnell studiert", zieht Carsten Maschmeyer seinen Hut.

Kleiner Schönheitsfehler: Das Produkt dieses bunten Lebenslaufs ist weit weniger beeindruckend. Eine Kunststoffhalterung für Hundeknochen, die verhindern soll, dass sich der gierige Vierbeiner an seinem Knochen verschluckt. Hmm. Denkt sich auch Maschmeyer und sagt der Hundeliebhaberin so charmant wie möglich ab. "Sie brauchen keinen Venture Capitalist. Gehen Sie Ihren Selfmade-Weg weiter, dabei will ich sie überhaupt nicht stören." 

"Die Höhle der Löwen": Kann der "Boneguard" Hundeleben retten?

Deals von Waterdrop und RoadAds mit Problemen

Deals bekommen dagegen andere - auch wenn nicht alle so zustande kommen, wie in der Sendung gezeigt. So etwa beim "Microdrink Waterdrop", kleinen Multivitamin-Tabletten mit großen Gesundheitsversprechen. Auch wenn eher zweifelhaft ist, ob die Tabletten mit den "weltweit besten Pflanzen- und Fruchtextrakten" wirklich Jugendlichkeit bewahren, Energie liefern und Abwehrkräfte stärken, sind Ralf Dümmel und Dagmar Wöhrl bereit, zusammen eine Million Euro in die Pillen zu stecken, für jeweils 12,5 Prozent der Firma plus Umsatzbeteiligung. Nach Aussage der Gründer kam im Nachgang aber lediglich der Deal mit Wöhrl zustande, die halbe Million von Dümmel ist bislang nicht geflossen. 

Geplatzt ist auch der Deal von Georg Kofler und Carsten Maschmeyer mit dem Gründer von RoadAds. 750.000 Euro wollte das Duo eigentlich in die smarten Werbe-Displays für Lkws investieren. Dank GPS und LTE-Verbindung sollen diese punktgenau Werbung und Verkehrsmeldungen ausspielen. Der Deal kam im Nachgang nicht zustande, weil sich Gründer und Löwen nicht über die Details einigen konnten.

Keinen Deal gibt es für FitSeat, eine Mischung aus Bürostuhl und Heimtrainer-Fahrrad zum stolzen Preis von 1740 Euro. Den durchaus stylishen Babymilchvollautomaten Milquino ereilt das gleiche Schicksal (ein Interview mit den Gründern lesen Sie hier).

Zum versöhnlichen Abschluss zündet Ralf Dümmel den Fugentorpedo. Das eben so benannte Produkt lässt dank Diamantschliff, Zauberbürste und Fugenschutzstift jede verschmutzte Zementfuge im Haus wieder strahlen wie am ersten Tag. "Fugen, wo auch immer auf der Welt sie sind, interessieren mich nicht", brummelt Frank Thelen. Doch Wöhrl und Dümmel sehen das anders: Letzterer bekommt den Zuschlag, was dieser mit der doppelten Dümmel-Faust feiert. 

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.