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"Die Höhle der Löwen": Vom Flüchtling zum Vorzeigegründer: Das wurde aus Rafy Ahmeds Sport-Label "Morotai"

Rafy Ahmed kam als Flüchtling nach Deutschland, gründete die Sportmarke "Morotai" und pitchte vor einem Jahr erfolgreich in der "Höhle der Löwen". So geht es dem Start-up und dem 29-jährigen Gründer heute.

Rafy Ahmed

Die Geschichte von Rafy Ahmed ist eine dieser Geschichten, die zu erzählen sich ganz besonders lohnt in diesen Tagen - in denen ausländerfeindliche Mobs durch deutsche Straßen ziehen und brüllen, wer nicht von hier sei, der könne auch nicht gut sein für dieses Land. Rafy Ahmed kam als Flüchtling nach Deutschland, als er gerade ein Jahr alt war. Die Eltern flohen vor religiöser Verfolgung aus Pakistan. Seine Startchancen waren nicht die besten, wegen häufiger Umzüge musste er mehrmals die Schule wechseln, schaffte erst den Realschulabschluss und dann doch noch das Abitur. Er studierte Design und gründete sein eigenes Modelabel: Morotai.

Mit 29 Jahren ist Rafy Ahmed ein schwäbischer Vorzeigeunternehmer. Er beschäftigt ein Dutzend Festangestellte in Birkenfeld - zwischen und Karlsruhe - und erwirtschaftet Millionenumsätze. Er hat in diesem Jahr den Gründerpreis Baden-Württemberg gewonnen und wird demnächst als Gastdozent an der International School of Management in Stuttgart lehren.

"Die Höhle der Löwen" zum Lesen: Das Magazin zur Sendung erscheint pünktlich zum Start der fünften Staffel am 04. September 2018. Hier können Sie das Heft portofrei bestellen.

"Die Höhle der Löwen" zum Lesen: Das Magazin zur Sendung erscheint pünktlich zum Start der fünften Staffel am 04. September 2018. Hier können Sie das Heft portofrei bestellen.

Morotai beeindruckt in der Höhle der Löwen

Der Durchbruch kam vor einem Jahr mit seinem Auftritt in der "Höhle der Löwen". Mit den Mitgründern Waldemar Wenzel, Werner Strauch und Andreas Maier legte Ahmed einen äußerst coolen Auftritt in der Vox-Gründershow hin. Investorin Dagmar Wöhrl stieg mit 100.000 Euro bei der Sportmarke ein und hilft seitdem, das Label deutschlandweit zu etablieren. -Sportkleidung gibt es heute in allen Modehäusern der Wöhrl-Gruppe, bei Intersport, Breuninger und Engelhorn, aber auch online bei Zalando und About You.

Zu den Investoren zählt mittlerweile auch der ProSiebenSat.1 Accelerator, der TV-Spots im Gegenwert von 2,5 Millionen Euro schaltete, um die Marke bekannt zu machen. Der Absatz der Sportbekleidung soll nun rasch wachsen. In diesem Jahr peilt Morotai eine Verdopplung des Umsatzes auf 2,8 Millionen Euro an, 2019 sollen es dann 5,6 Millionen sein.

Gründer Rafy Ahmed beschreibt das Jahr seit "Die Höhle der Löwen" als spannend, fordernd und inspirierend zugleich. "Es ist einfach alles mehr geworden: mehr Lager, mehr Händler, mehr Produkte, mehr Umsatz, mehr Mitarbeiter", sagt Ahmed im Gespräch mit dem stern. Sein typischer Arbeitstag: "Von 9 bis 18 Uhr im Büro, dann eine Stunde im Fitnessstudio, ab nach Hause und nochmal mit der Arbeit beschäftigen." Die Abendstunden nutzt er, um neue Ideen zu spinnen, nach Inspiration zu suchen, aber auch um sich in Geschäftszahlen zu vertiefen. 

"Die Höhle der Löwen": Wie "Morotai" Adidas und Nike Konkurrenz machen will
Laufhose von Morotai

Die Tights sind aus atmungsaktivem Stoff, der sich wie ein Badeanzug anfühlt. Mesh-Einsätze am Oberschenkel und dem Knöchel sind dekorativ und lassen noch mehr Luft an den Körper. Ansonsten ist die Hose schlicht und kommt ohne wilde Muster oder allerlei Schischi aus. Praktisch: Eine kleine Tasche, in der man sein Smartphone oder die Haustürschlüssel verstauen kann. Im Online-Shop kostet die Hose 55 Euro und ist damit etwas teurer als vergleichbare Tights von Puma, Nike oder Adidas.

Herzensangelegenheit Pakistan

Was er an seiner Arbeit besonders schätzt, sind die vielen Reisen: Im vergangenen Jahr war Ahmed rund ein Dutzend Mal im Ausland, unter anderem bei Shootings in Island und Malaysia, denn der Designer ist zugleich auch Gesicht und Model seiner eigenen Kollektionen. 

Vor allem aber war Rafy Ahmed mehrmals in seinem Geburtsland , wo die Morotai-Artikel gefertigt werden. "Eine Herzensangelegenheit", wie er betont. Lange Zeit kannte er das Land vor allem aus den Erzählungen seiner Eltern. "Erst durch die Arbeit habe ich selbst richtig Bezug zu dem Land aufgebaut, weil ich viel öfter hingereist bin und auch Leute außerhalb meiner Familie kennengelernt habe." Heute fertigen fünf Fabriken in Pakistan für Morotai. 

Und Rafy Ahmed ist mit seinen Ideen noch längst nicht am Ende. Derzeit arbeitet er an einer Kollektion für Kinder sowie einem neuen Sportschuh. "Wir sind unfassbar dankbar, was aus uns und Morotai nach dem Pitch bei "Die Höhle der Löwen" geworden ist", sagt Ahmed. "Wir stehen jeden Tag vor neuen Herausforderungen, aber das ist das, was uns begeistert und antreibt auf diesem hart umkämpften Markt."  

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Art Night

In geselliger Runde zusammenkommen und unter Anleitung eines Künstlers selbst ein Kunstwerk erschaffen - das ist die Idee von Art Night. Georg Kofler war überzeugt und investierte in die Malevent-Kurse der Gründer David Neisinger und Aimie-Sarah Carstensen-Henze. Heute ist das Start-up in 42 Städten in Deutschland, Österreich, Schweiz und Niederlande aktiv und kooperiert mit mehr als 100 Künstlern. 50.000 Hobbymaler haben bereits an einer Art Night teilgenommen.