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Skills4Schools: Teenie in der "Höhle der Löwen": Ist seine Lern-App 700.000 Euro wert?

Schon als Schüler hat Rubin Lind die Lern-App "Skills4School" gegründet. In der "Höhle der Löwen" will er nun die Investoren überzeugen, 700.000 Euro in die Firma zu stecken.

Skills4School

Rubin Lind präsentiert Skills4School in der "Höhle der Löwen"

TV Now

Die Idee für seine Lern-App, so erzählt Rubin Lind, kam ihm während einer Mathe-Klausur in der 11. Klasse. Rubin hatte nicht genug oder zumindest nicht das Richtige gelernt, konnte mit den Aufgaben nichts anfangen und dachte darüber nach, wie er es beim nächsten Mal besser machen könnte. Seine Lösung: Eine Lern-App fürs Smartphone. "Ich habe überlegt: Wie kann ich die Zeit, die ich mit Snapchat oder Candycrush am Handy verdaddle, effektiv fürs Lernen nutzen?", sagt Lind.

Noch zu Schulzeiten, als 17-Jähriger, gründete er die Firma "Skills4School" und machte sich an die Umsetzung der Idee. Die App ist mittlerweile als iOS- und Android-Version downloadbar – und dürfte diese Woche einen gewaltigen Bekanntheitsschub bekommen. Denn am Dienstagabend präsentiert Rubin Lind Skills4School in der Gründersendung "Die Höhle der Löwen". Selbstbewusste 700.000 Euro für 14 Prozent seiner Firma fordert Lind, der zum Zeitpunkt der TV-Aufzeichnung noch 19 Jahre alt war, von den Löwen.

Skills4School: Aufgaben von Mathe bis Englisch

Der Jungunternehmer ist überzeugt, dass Schüler mit seiner App komplexe Inhalte, einfacher, individueller und mit mehr Spaß lernen können. Für die Schulfächer Mathe, Biologie, Englisch, Geschichte, Erdkunde und Latein bietet die App Lernfragen im Quizformat für Unterrichtsinhalte von der 5. bis zur 13. Klasse. Die Fragen sind so in Blöcke geteilt, dass sie jeweils gezielt auf die Klausur zu einem Thema vorbereiten. Rund 30.000 Übungsaufgaben gibt es bereits, erstellt werden die Inhalte von Lehramtsstudenten. Mehr Themenkomplexe, auch aus weiteren Fächern, sind in Arbeit. Der Download und die ersten Fragen sind umsonst, danach muss gezahlt werden.

Den ersten Pitch seines Lebens musste Rubin Lind übrigens vor seinen Eltern machen. Denn ohne eine Unterschrift der Erziehungsberechtigten hätte er als 17-Jähriger keine Firma gründen können. "Meine Eltern hatten zunächst große Bedenken wegen des finanziellen Risikos", erzählt Lind. Nachdem er ihnen klar gemacht hatte, dass es ihm ernst sei, ließen sich Mama und Papa auf folgenden Deal ein. Ein Jahr lang bekam der Junior Zeit, um mit seiner Firma entweder Geld zu verdienen oder einen Investor zu finden. Andernfalls soll er die Idee sausen lassen und zum Studieren an die Uni gehen. "Meine Eltern haben mich immer supportet, aber eben auch kritisch hinterfragt", sagt Lind.

Und tatsächlich: Nach einem Dreivierteljahr stieg ein erster Investor mit einem sechsstelligen Betrag ein, sodass die App Realität wurde. Das Geld der Löwen – so denn ein Deal zustande kommt – würde Lind für das Wachstum der Firma nutzen, vor allem für mehr Personal, Redakteure und Entwickler.

Das Nahziel ist es, zur dominierenden Lern-App für deutsche Schüler zu werden. Aber auch das Ausland und weitere Zielgruppen hat Lind bereits im Blick. Schließlich sei Bildung heutzutage ein lebenslanges Thema. "Wir müssen in Zukunft alle mehr lernen", sagt Lind. Er denkt schon darüber nach, sein Bildungsangebot auch aufs Lernen fürs Studium und berufliche Weiterbildung auszuweiten.

bak
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