HOME

Stern Logo Stern-Stimmen

Frank Behrendt: der Guru der Gelassenheit : Keine Veilchen zum Muttertag

Muttertag: Hochbetrieb in Blumenläden, das Land wird mit Schnitt- und Topfblumen geflutet. Aber nicht alle Mütter haben derartige Lobpreisungen verdient. Frank Behrendt setzt wie viele andere ein Zeichen und unterstützt die Arbeit des Deutschen Kindervereins gegen Kindesmisshandlung. 

Frank Behrendt Guru der Gelassenheit

Nicht jede Mutter verdient zum Muttertag Blumen

Um eines vorweg zu sagen: Es gibt Millionen von wunderbaren Müttern auf der ganzen Welt, denen man für das, was sie geleistet haben und täglich leisten gar nicht genug danken kann. Und zwar nicht nur am Muttertag. Auch meine eigene Mutter gehört dazu, es war und ist ihr immer ein Anliegen, ihre Kinder zu schützen und sie auf einen guten Weg zu bringen. Aber es gibt wie immer im Leben auch eine dunkle Seite.

Die kann man in der Kriminalstatistik schwarz auf weiß nachlesen. Und was da steht, ist erschreckend. Demnach werden an jedem Tag in unserem Land 12 minderjährige krankenhausreif geschlagen. In etwa der Hälfte aller Fälle ist eine Frau aus dem direkten Umfeld die Täterin. Hundertprozentigen Schutz der Kinder wird man leider in unserer Gesellschaft nie erreichen. Umso wichtiger ist es, alles dafür zu tun, um das Leid der Betroffenen zu reduzieren.

Nicht jede Mutter verdient Blumen

Der Deutsche Kinderverein ist eine von zahlreichen lobenswerten Institutionen, die sich für die Rechte von Kindern und gegen Kindesmisshandlung einsetzen. Als Vereinsgeschäftsführer Rainer Rettinger, ein ausgesprochen netter Mann und begeisterter Vater von zwei Kindern, vor mir im Büro saß und um Unterstützung für seine Arbeit warb, zögerte ich keine Sekunde. Die Kampagne #VeilchenGegenVeilchen die ein engagiertes Agenturteam von Serviceplan in Köln pro bono für den Deutschen Kinderverein entwickelt hat, wird von vielen wunderbaren Menschen unterstützt. Bekannten und unbekannten.

Sie alle wissen, dass Müttern in aller Welt Respekt und Dank gebührt. Aber sie wissen auch, dass wir gemeinsam etwas tun müssen, um Kinder, bei denen Erziehungsberechtigte ihre Aufgabe nicht im positiven Sinne erfüllen, zu schützen. Deswegen steht unter dem berührenden Motiv mit dem geschlagenen Kind: "Hinsehen. Handeln. Spenden."

Letzteres habe ich an den Deutschen Kinderverein bereits getan. Blumen wollte ich meiner Mutter in guter alter Tradition dennoch zukommen lassen. Als ich ihr allerdings am Telefon von unserer Kampagne erzählte, bat sie mich, lieber eine weitere Überweisung zu tätigen: "Junge, ich habe genug blühende Pflanzen im Garten, die Unterstützung für den Schutz der Kinder ist wichtiger. Ich bin sicher, du wolltest mir in diesem Jahr einen besonders großen Strauß schicken..."