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Frank Behrendt: Der Guru der Gelassenheit: Warum bei uns an den Adventssonntagen das Smartphone ausgeschaltet bleibt

Die Adventszeit soll eigentlich eine besinnliche Zeit voller Vorfreude auf Weihnachten sein. Oft ist sie aber genau das Gegenteil. Frank Behrendt hat mit seiner Familie in diesem Jahr eine drastische Veränderung eingeführt, um dem Zauber der Vorweihnachtszeit zu einem Comeback zu verhelfen.

Frank Behrendt Guru der Gelassenheit Advent

Zum Advent soll es besinnlich sein - ganz ohne digitalen Stress

Wenn ich das Leuchten in den Augen meiner Kinder sehe, sobald sie von ihren Wünschen zum Weihnachtsfest sprechen, ist die pure Vorfreude in den Wochen vor dem Fest sofort sehr präsent. Ansonsten ist davon allerdings weniger zu spüren. Stattdessen wird vielerorts eher über den "Weihnachtstress" gestöhnt und gejammert. Dazu kommt, dass es im Jahr 2017 auch noch eine zeitrelevante Besonderheit gibt: Der vierte Advent und Heiligabend fallen diesmal zusammen. Die offizielle vorweihnachtliche Zeit dauert daher insgesamt nur schlanke 22 Tage, im vergangenen Jahr waren es immerhin stolze 28 Tage, um Einkäufe und vieles mehr rund ums Fest zu erledigen.

Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass die großen Gewinner dieses sportlicheren Timings vor allem Online-Shops sein werden. Bei uns zu Hause wurde dagegen eine analoge Entscheidung getroffen, die gerade in der digital getriebenen High-Speed-Welt ein kleines Zeichen der Besinnung setzen soll: Wir verbringen die jetzt anstehenden Adventssonntage komplett Medienfrei. Kein Fernsehen, keine Play-Station und auch ich, der sonst täglich sehr aktiv in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, schaltet dann seine digitalen Devices komplett in den Flugmodus. 

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Ab in die Medientüte

Um dieser Neuerung die dramaturgische Krone aufzusetzen, hat meine Tochter Holly aus dem Kult-Film der Youngster, "Greg`s Tagebuch: Böse Falle" die "Medientüte" übernommen, in die alle Familienmitglieder auf der Fahrt zu Omas 90. Geburtstag ihre ausgeschalteten Smartphones packen mussten. Das tat ich daheim unter großem Gejohle meiner Kindern am vergangenen Sonntag auch. Um zu sehen, wie so ein medienfreier Adventssonntag in der Praxis funktioniert, haben wir ihn am letzten Wochenende einen halben Tag lang als Pre-Test vor der eigentlichen Umsetzung ausprobiert.

Nach dem Frühstück - und meinem letzten Tweet mit Hund - wurde unser Haus zum Fort Digital Detox. Statt irgendwelcher Mediennutzung: Brettspiele, Lesen, Bauen, Reden, Spazierengehen, Kaffee, Kuchen und Kerzen. Das Beste daran: Keiner hat wirklich etwas vermisst. Im Gegenteil: Auch als unsere selbstgesetzte Zeit des Pilotversuchs um war, haben wir einfach das aktuelle Spiel des Jahres 2017 "Icecool" diverse Runden weitergespielt. Ich freue mich jetzt schon richtig auf die kommenden ebenso besinnlichen wie unterhaltsamen Sonntage, bei denen wir maximal zugewandt als Familie Zeit miteinander verbringen. Holly hat mir übrigens versprochen, als Ersatz für die Smartphone-Tüte ein "Hotel für Handies" aus einem Schuhkarton zu bauen, "damit die darin schlafen können und nicht kaputt gehen."

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.