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PLEITE: 200 Millionen Euro für die Mobilcom-Rettung?

Medienberichten zufolge könnte Mobilcom durch Staatsbürgschaften in Höhe von 200 Millionen Euro vor der Pleite gerettet werden.

Der von der Insolvenz bedrohte Mobilfunkanbieter MobilCom benötigt eine Finanzspritze von 200 Millionen Euro, wie die Zeitung »Bild« unter Berufung auf den Aufsichtsrat berichtet.

Morgen Krisentreffen in Berlin

Wie beim insolventen Baukonzern Holzmann würden möglicherweise Staatsbürgschaften bereitgestellt. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat erklärt, die Bundesregierung werde alles in ihrer Macht stehende zur Rettung der mehr als 5000 Arbeitsplätze bei MobilCom tun. Die Regierung hat für Sonntag zu einem Krisentreffen nach Berlin eingeladen, um über Wege zur Rettung des Konzerns zu beraten.

Der mit 28,5 Prozent am MobilCom beteiligte französische Staatskonzern France Telecom hatte am Donnerstagabend bekannt gegeben, den Geldfluss an MobilCom einzustellen. MobilCom hatte vor zwei Jahren mit finanzieller Hilfe der France Telecom für 8,4 Milliarden Euro eine der sechs deutschen UMTS-Lizenzen erworben. Über die Strategie beim Aufbau des UMTS-Mobilfunks waren zwei Großaktionäre in Streit geraten. Zuletzt war die mit sechs Milliarden Euro verschuldete MobilCom nur noch durch die Geldspritzen der Franzosen lebensfähig. MobilCom war vor zwei Jahren an der Börse noch mit mehr als acht Milliarden Euro bewertet worden. Am Freitagabend war sie dagegen noch etwa 65 Millionen Euro wert.