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20. März 2006, 09:54 Uhr

Zweiter Versuch

Mercedes hat es bereits einmal versucht. Doch kaum einer interessierte sich für die Benzindirekteinspritzer in CLK- und E-Klasse. Der zweite Versuch soll gelingen. Mit Motorleistung und Image soll der neue CLS 350 CGI Käufer locken. Ob's klappt?

Der Mercedes CLS 350 CGI schafft es auf 100 km/h in 6,7 Sekunden© Press-Inform

Mit der neuen CGI-Generation setzt Mercedes-Benz eine Klasse höher an. Das renommierte Viertür-Coupe CLS soll es richten. Nachdem man mit Benzinern auf Nummer sicher ging und mit einer Dieselvariante nachlegte, freut sich die Designfraktion im Hause Mercedes-Benz nunmehr wieder auf einen modernen Motor mit direkter Benzineinspritzung. Bei dem Buchstabengewirr CLS – CGI dürfte es nicht nur in der Daimler-Kundschaft Schulterzucken geben. CGI steht für Charged Gasoline Injection. Kurz gesagt – der CLS 350 CGI bekommt den Kraftstoff besonders kraftvoll – weil direkt - in die Brennräume gespritzt. Unter dem Strich sollen mehr Leistung und weniger Verbrauch stehen. Damit die Kundschaft nicht ins Grübeln gerät, ob das Stuttgarter Prunkstück mit oder ohne Direkteinspritzer geordert werden soll, hat man ihr von Marketingseite ein einfaches Mittel verabreicht: Der beliebte CLS 350 soll ersatzlos gestrichen werden. Dafür leistet das bislang bereits mehr als prächtige Triebwerk statt 272 nun 20 PS mehr.

Höchstgeschwindigkeit 250km/h

Das Leistungsplus auf 215 kW / 292 PS sollte sich für den nicht gerade leichten CLS auszahlen, und gegebenenfalls sogar Interessenten vom größeren 500er und kaum stärkeren 500er (noch 306 PS) abziehen. Denn Mercedes setzt nicht nur auf die größere Leistung, sondern besonders auf die Kraftstoffersparnis und ein verbessertes Abgasverhalten. So sollen im Drittelmix gerade einmal 9,1 Liter Super durch die Einspritzdüsen fließen. Woher kommen nun die Mehrleistung und der gesunkene Verbrauch? Die Vorteile der CGI-Triebwerke liegen bekanntermaßen im Teillastbetrieb. Dann, wenn der Sechszylinder mager und mit einem hohen Luftüberschuss unterwegs ist, ist die Ersparnis am höchsten. Der neue Mercedes CLS 350 CGI soll auch bei einem Autobahntempo von 120 km/h noch im mageren Schichtmodus zu bewegen sein und zu einem wahren Sparfuchs mutieren.

An Sportlichkeit hat der Mercedes CLS 350 CGI trotzdem nichts eingebüßt. Der 3,5 Liter große Sechszylinder hat seine maximale Leistung von 292 PS bei 6.400 Umdrehungen pro Minute. Zwischen 3.000 und 5.100 Touren steht das maximale Drehmoment von 365 Nm zur Verfügung. 0 auf 100 km/h in 6,7 Sekunden und eine abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h sorgen ebenso für den gewohnt standesgemäßen Vortrieb. Ohne Vollgasorgien ist mit dem Benziner somit eine Reichweite von bis zu 900 Kilometern zu realisieren. Der Tank fasst 80 Liter.

Ein Verkaufsstart für den neuen Mercedes-Benz CLS 350 CGI ist nicht vor Herbst zu erwarten. Der Aufpreis gegenüber dem aktuellen CLS 350 soll zwischen 1.000 und 1.500 Euro liegen. Der Basispreis läge demnach bei rund 58.000 Euro. Wenn es gut läuft stehen die Chancen nicht schlecht, dass auch andere Baureihen auf CGI-Technik umsteigen.

Stefan Grundhoff/Press-Inform
 
 
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