2. März 2011, 11:00 Uhr

Zetsche träumt von fliegenden Autos

Wie sieht die Zukunft des Autos aus? Dieter Zetsche, Chef von Daimler, ist sich sicher: In 125 Jahren werden sich Fahrzeuge nicht mehr auf der Straße, sondern in der Luft bewegen. Und schon bald werden Fahrer am Steuer ein Nickerchen machen können - das verrät der Konzernboss im stern.

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Daimler-Chef Dieter Zetsche ist sich sicher, dass es in 125 Jahren normal sein wird, dass Autos fliegen können©

In der Zukunft werden Autos fliegen können - das jedenfalls glaubt der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche. Auf die Frage, wie sich das Automobil in den nächsten 125 Jahren entwickeln werde, sagte er dem stern: "Dieses Ding - nennen wir es ruhig weiterhin Auto - wird sich wahrscheinlich in drei Dimensionen bewegen können. Solche Fahrzeuge oder besser 'Fliegzeuge' werden sich dann ausschließlich mit regenerativer Energie bewegen." Automobile werden weiterhin eine wichtige Rolle im Leben der Menschen spielen, ist Zetsche überzeugt: "Das Auto wächst gerade erst aus den Flegeljahren heraus".

Auf jeden Fall technisch machbar seien Fahrzeuge, die autonom steuern. Das Auto werde "künftig noch stärker mögliche Fehler ausbügeln". Ein Sicherheitsnetz werde den Fahrer umgeben. "Und wenn er ein Nickerchen machen möchte, schaltet er den Autopilot ein. Das wird vielleicht schon in 20 Jahren so sein", prophezeit der Daimler-Chef.

Zetsche: Geschwindigkeit ist ein Kaufgrund

Die Debatte um ein Tempolimit auf Autobahnen nannte Zetsche "ein ideologisches Thema", das weder mit Sicherheit oder Umweltschutz zu tun habe. Dem stern sagte er: "Die Tatsache, dass unsere Fahrzeuge für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt sind, ist im Ausland ein wichtiger Kaufgrund. Wir sind gut beraten, die Strecken ohne Tempolimit auf den Autobahnen zu erhalten."

Von der Politik fordert Zetsche außerdem, dass der Staat ein Tankstellennetz für Wasserstoff und Strom aufbaut, weil schon bald die Hälfte aller Neuwagen mit alternativen Antrieben unterwegs sein werde. Es handele sich um eine "gesellschaftliche Herausforderung, Menschen mobil zu halten".

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