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13. Oktober 2009, 18:12 Uhr

Opel Astra Der Golfschläger

Zoom
Opel Astra

Sportliches Heck ohne die alte Chrombinde© Opel

Qualität auf Golf-Niveau

Fuhr Opel bislang beim Thema Innenraum dem Golf um einige Wagenlängen hinterher, zieht der neue Astra nahezu gleich. Man zog alle Register und rüstete seinen zukünftigen Bestseller mit einem Cockpit aus, das in dieser Qualität in manchen Mittelklassemodellen nicht zu finden ist. Hinzu kommt eine rekordverdächtige Anzahl von Ablagen. 400 Autofahrer befragte Opel, was sie wo im Wagen am liebsten verstauen. "Wir haben nicht erst einen Innenraum gebaut und dann die übrig gebliebenen Öffnungen zu Ablagen umfunktioniert, sondern sie von Anfang an mit berücksichtigt", sagt Designer Uwe Müller. Drei Cupholder mit darunter liegendem Geheimfach stecken in der Mittelkonsole. Eine dicke 1,5 Liter Colabuttel passt jeweils in die Tür. Die Schublade unter dem Beifahrersitz schluckt Bücher und selbst den gute alten Straßenatlas. Vor dem Schalthebel befindet sich ein Fach für Kleinkram oder das Handy. Dort sitzt auch der Anschluss für einen iPod. Im 380 Liter großen Kofferraum (plus 30 Liter gegenüber dem Vorgänger) gibt es einen in drei Höhen verstellbaren Ladeboden. Die Getränkekisten müssen also nicht über eine Kante gewuchtet werden. Liegen die Rücksitzlehnen flach, passen bis zu 1235 Liter ins Heck des Astra. Auf längst verschiebbare Rücksitze wurde aus Kostengründen verzichtet. Kunden, die diese Art von Variabilität brauchen, kaufen Zafira, sagt Opel.

Sitze so gut wie in der S-Klasse

Dafür war man um so spendabler bei den Vordersitzen, dem teuerste Einzelposten in dieser Fahrzeugklasse. "Eine gute Sitzanlage macht im Einkauf rund zehn Prozent der Gesamtkosten aus", sagt Sitz-Entwickler Andrew Leuchtmann. Die Astra-Sessel (500 Euro Aufpreis) bieten nicht nur den weitesten Verstellbereich im Segment, sondern sind auch aufgrund ihres hohen Komforts von der "Aktion Gesunder Rücken" prämiert worden. Drei Sitze haben bisher diese Auszeichnung erhalten - zwei Preise gingen an Opel (Insignia und Astra), einer an die Mercedes S-Klasse.

Von Michael Specht
Seite 1: Der Golfschläger
Seite 2: Qualität auf Golf-Niveau
KOMMENTARE (7 von 7)
 
keinGolffahrer (11.10.2009, 17:05 Uhr)
@knilch_59
Seit wann beschäftigt Opel amerikanische Ingenieure? Opel ist genauso deutsch wie VW, nur die Gewinne fließen halt woanders hin ;-)

Letztendlich wird die Masse der Deutschen immer wieder zu Golf u. Co. greifen, weil die meisten nie etwas anderes ausprobiert haben.

Das Image von VW find ich eher schlecht. Im Freundes- und Kollegenkreis rümpft man beim Namen VW eher die Nase. Standard halt...
LaoLu (11.10.2009, 14:14 Uhr)
Wie oft
wurde uns schon ein neues Auto als Golfschläger angekündigt.
Und?
brainuser (10.10.2009, 19:16 Uhr)
Von Image mal beiseite gelassen,
... sieht der neue Astra schon sehr viel interessanter aus, als die biedere und langweilige Golf-Karosserie.

Der neue Astra hat etwas vom Alfa Romeo. Deutlich emotionaler als das VW-Modell. Aber Emotionen sind ja eh nix für Golffahrer, oder? :)

Opel ist auf einem guten Weg meiner bescheidenen Meinung nach. Deutlich innovativer und agiler als VW.
knilch_59 (10.10.2009, 18:20 Uhr)
Niemals Konkurrenz zum Golf!
Da kann sich Opel anstrengen, wie man will. Image ist eben alles. Die Enkel der Kraft-durch-Freude-Wagen-Ecke werden immer einen Grund finden, warum der Golf besser ist. Das hat natürlich damit zu tun, dass deutsche Ingenieurskunst sowieso immer besser ist als amerikanische, und überhaupt: Wie die schon die Kennzeichenbeleuchtung anbringen ...
.
Die Tests von Fachjournalisten sind schon cool. Diese armen Säue loben natürlich die vielfältigen Ablagen im Auto. Weil man die ja braucht, natürlich muss der Starbucks-Kaffee seinen ordentlichen Platz haben, genau wie Handy, MP3-Player, ... Und als Nächstes wird das fehlen einer Bordtoilette bemängelt.
.
Der einzige Test, dem ich glauben würde, wäre eine "Blindverkostung" durch die sogenannten Fachjournalisten, bei der die Autos jeweils mit dem Emblem eines anderen Herstellers ausgestattet werden: Da bekommt der VW den Peugeot-Löwen, Citroen den Opel-Blitz und der Hyunday den Mercedes-Stern. Mal sehen, was dann die wirklich guten Autos sind!
keinGolffahrer (10.10.2009, 15:33 Uhr)
Schon der letzte Astra
hatte die bessere Fahrkswerkstechnik mit dem IDS-System. Viele Komponenten im Detail besser verarbeitet und hochwertiger. Besonders die Innendetails, Lenkung, Fahrwerksabstimmung und Bremsen. Nach entäuschender Probefahrt mit dem aktuellen Golf 6 erstaunt mich der Golfkäufer. DSG ist nicht überzeugend, die aktuellen 6 Gang-Automatikgetriebe sind wesentlich geschmeidiger. Im Innenraum dominiert an der Mittelkonsole billiges Hartplastik zum Teil nicht richtig entgratet. Außerdem sind Opel-Motore noch immer haltbarer sind als VW Derivate, siehe Nockenwellenschäden und einfrierende Motoren bei VW. Golffahrer sind vermutlich einfache Technik gewohnt, wahrscheinlich auch deshalb weil sie nie anderes ausprobiert haben. Wer lieber ein richtiges Auto fahren möchte, sollte den neuen Astra nehmen.
brainuser (10.10.2009, 15:26 Uhr)
Fachjournalisten...
werden überschätzt.

Lassen wir doch lieber den Kunden entscheiden ;).
Dudenhoeffer (09.10.2009, 17:05 Uhr)
Nicht schlecht, Herr Specht
Herzlichen Glückwunsch zu Ihren Glückshormonen. Den Klatsch und Tratsch über die angeblichen Vorfälle auf der IAA mal ausgenommen: Ob die Verbundlenker-Hinterachse wirklich so gut ist, wie , und ob sie wirklich so viel billiger ist, als die Einzelradaufhängung des Golf, dieses Urteil überlassen wir mal den Automobilfachjournalisten, die es gelernt haben, diese Unterschiede auch zu beurteilen.
Den Eindruck eines Fachjournalisten erwecken Sie jedenfalls nicht: Daraus, dass die (aufpreispflichtigen?) Astra-Sitze neben der S-Klasse und den (aufpreispflichtigen!) Insignia Sitzen das "Gütesiegel" der AGR haben, kann man beim besten Willen nicht schließen, daß diese Sitze alle gleich gut sind.
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