
Sportliches Heck ohne die alte Chrombinde© Opel
Fuhr Opel bislang beim Thema Innenraum dem Golf um einige Wagenlängen hinterher, zieht der neue Astra nahezu gleich. Man zog alle Register und rüstete seinen zukünftigen Bestseller mit einem Cockpit aus, das in dieser Qualität in manchen Mittelklassemodellen nicht zu finden ist. Hinzu kommt eine rekordverdächtige Anzahl von Ablagen. 400 Autofahrer befragte Opel, was sie wo im Wagen am liebsten verstauen. "Wir haben nicht erst einen Innenraum gebaut und dann die übrig gebliebenen Öffnungen zu Ablagen umfunktioniert, sondern sie von Anfang an mit berücksichtigt", sagt Designer Uwe Müller. Drei Cupholder mit darunter liegendem Geheimfach stecken in der Mittelkonsole. Eine dicke 1,5 Liter Colabuttel passt jeweils in die Tür. Die Schublade unter dem Beifahrersitz schluckt Bücher und selbst den gute alten Straßenatlas. Vor dem Schalthebel befindet sich ein Fach für Kleinkram oder das Handy. Dort sitzt auch der Anschluss für einen iPod. Im 380 Liter großen Kofferraum (plus 30 Liter gegenüber dem Vorgänger) gibt es einen in drei Höhen verstellbaren Ladeboden. Die Getränkekisten müssen also nicht über eine Kante gewuchtet werden. Liegen die Rücksitzlehnen flach, passen bis zu 1235 Liter ins Heck des Astra. Auf längst verschiebbare Rücksitze wurde aus Kostengründen verzichtet. Kunden, die diese Art von Variabilität brauchen, kaufen Zafira, sagt Opel.
Dafür war man um so spendabler bei den Vordersitzen, dem teuerste Einzelposten in dieser Fahrzeugklasse. "Eine gute Sitzanlage macht im Einkauf rund zehn Prozent der Gesamtkosten aus", sagt Sitz-Entwickler Andrew Leuchtmann. Die Astra-Sessel (500 Euro Aufpreis) bieten nicht nur den weitesten Verstellbereich im Segment, sondern sind auch aufgrund ihres hohen Komforts von der "Aktion Gesunder Rücken" prämiert worden. Drei Sitze haben bisher diese Auszeichnung erhalten - zwei Preise gingen an Opel (Insignia und Astra), einer an die Mercedes S-Klasse.