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Wissen Politiker eigentlich, worüber sie sprechen, wenn sie Computerspiele kritisieren? Demnächst darf im Bundestag geballert werden: Drei junge Abgeordnete haben ihre über 600 Kollegen auf eine LAN-Party eingeladen. Neben einer Vielzahl an Spaß- und Familienspielen werden auch Ego-Shooter gezeigt.
Ein Verbot von Herstellung und Verkauf sogenannter Killerspiele ist ausgemachte Sache. Darauf haben sich die Innenminister der Länder verständigt. Sie hoffen damit, die Tendenz zu mehr Gewalttaten durch Jugendliche zu brechen. Zu diesem Zweck sollen zudem Schusswaffen schwerer zugänglich sein als bisher.
Kollektive Trauer? Anteilnahme? Im Netz: Fehlanzeige! Nach dem Amoklauf in Lörrach wettern Deutschlands User auf Twitter gegen die Sinnlosigkeit von Killerspielverboten. Ohne Rücksicht auf die Opfer der Tragödie.
Die Täter von Ameland fanden die Anleitungen zu den Sexualpraktiken im Web. Die reflexhafte Politiker-Reaktion: Das Internet ist Schuld an der Kinder-Verrohung. Doch die Pauschalisierung ist falsch.
Sophie Albers stellt "Kick-Ass" vor, die Verfilmung des gleichnamigen brutalen Comics über einen Jungen, der trotz fehlender Superkräfte ein Superheld sein will und ein Mädchen, dass von ihrem Vater zur gnadenlosen Killermaschine gedrillt wurde.
Die Generation Digital erkennt ihre politische Macht: Nach der Online-Petition gegen Internetsperren unterstützen nun Zehntausende eine Eingabe gegen das von den Innenministern geplante Verbot von "Killerspielen". Die Initiatoren fordern, die Diskussion um Computerspiele sachlicher zu führen.
Sind sie gefährlich oder nicht? Ob und wie Computerspiele das Verhalten beeinflussen - darüber streiten nicht nur Psychologen seit Jahren. Einige neue Studien ergründen die Wirkung der Spiele. Und zeigen: In diesem Streit haben wohl beide Seiten recht.
Über die Altersfreigaben von Computerspielen wird nach dem Amoklauf von Winnenden immer noch heftig gestritten. Zuständig ist die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle. Aber wer genau entscheidet dort? Manfred Eichhorst ist einer der Gutachter. Nach Amokläufen regt er sich oft auf.
Der Amoklauf von Winnenden kann nicht ohne Konsequenzen bleiben. Im heraufziehenden Wahlkampf aber mag sich kein verantwortlicher Politiker der Großen Koalition äußern. Das ist ein Affront gegenüber den Familien der Opfer. Zu besichtigen bei Maybrit Illner, ZDF.
Eine Woche ist vergangen seit Tim Kretschmer in Winnenden bei seinem Amoklauf 15 Menschen mit in den Tod riss. Der Bundestag diskutiert nun mit die Folgen aus der Tat. Im Visier der Politiker: Waffen und Killerspiele. Unkonkreter werden die Forderungen, wenn es um Chancen geht, die Persönlichkeit der Jugendlichen zu stärken.
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