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stern-Leserforum: Das denken Sie über Videospiele!

Nach der Schreckenstat von Emsdetten wird kontrovers über Videospiele diskutiert. stern und stern.de hatten Sie nach Ihrer Meinung gefragt. Lesen Sie die interessantesten Beiträge aus der überwältigenden Leser-Resonanz.

Ich finde, dass es Sache der Eltern ist, sich mit dem Medienverhalten ihrer Kinder auseinander zu setzen.Was soll ein Verbot von "Killerspielen" überhaupt bewirken? Verbotenes wird nur noch interessanter.Man könnte auch,ob der vielen Verkehrstoten,ein Verbot von "Killerautos fordern. Und wenn Herr Stoiber meint,"Killerspiele" würden zum töten animieren,frage ich mich,zu was einem das Militär animiert ? Sicherlich nicht zum hamsterfüttern.Wie gesagt,fängt sinnvolle Kontrolle im Kinderzimmer statt.Ich selbst bin übrigens 37 Jahre und spiele leidenschaftlich gerne "Killerspiele".Und es geht mir dabei keineswegs um töten,sondern um das taktische agieren und erfolgreiche beenden einer Mission.
Michael Maletycz
Grandvillard, Schweiz

Liebe 59% der Stern-Leser,
die meinen "killerspiele" müssten verboten werden,ihre Großeltern hielten Rock'n'Roll einst für eine Krankheit. Jede neue Medie wird zu Anfang angefeindet.Aber, wie Herr Masuch in ihrem Artikel bereits sagte:,,Spiele werden selbstverständlicher Bestandteil späterer Genera- tionen sein´´, genau wie heute Rockmusik.In Deutschland dauert dies nur länger als in anderen Ländern (wo Computerspiele längst zum Mainstream gehören),obwohl wir zweitgrößter Computerspielemarkt der Welt sind.

Hannes Wienecke
Burgdorf


Sehr geehrte Damen und Herren,
In meiner Freizeit bin ich Headmanager eines eSport Teams (genauere Infos zu eSport). Als Headmanger habe ich unzählige Aufgaben. Ich bin für Mitglieder, Finanzen des Teams, den Webauftritt uvm. zuständig - nicht zuletzt gehört es zu meinen Aufgaben den Ruf meines Teams und das des fairen eSport aufrecht zu erhalten. Durch die Tat an der Realschule in Emsdetten ist die Diskussion um "Killerspiele" wieder entbrannt. Wir alle sind von dieser Tat sehr betrofen und bedauern diese, dennoch ist die Schuld nicht einfach abzuschieben. Durch solche unnötigen Diskussionen sehe ich den Ruf einer ganzen Sportart gefährdet, die in vielen anderen Ländern offiziel anerkannt wurde. An so einer Tat ist ganz bestimmt kein PC Spiel Schuld. Wer so eine Tat vollbringt ist krank - psychisch Krank. Hervorgerufen wurde das sicher nicht durch ein PC Spiel sondern durch Erziehung und dadurch, dass niemand gemerkt hat das diese Person Krank ist. Wo waren z.B im Vorfeld Schulpsychologen o.ä.? Eine Tat wie diese Kündigt sich lange Zeit im Voraus an. Auch ist zu hinterfragen wie eine 18 Jährige Person ganz einfach in Deutschland an Waffen und Sprengstoff kommt. Vielleicht sollte man an dieser Stelle einmal ansetzen. Bei labilen Personen ohne irgendwelchen sozialen Rückhalt sehe ich allerdings doch ein gewisses Potenzial zur verstärkten Gewaltbereitschaft durch USK18+ Spiele. In Deutschland spielen weit weit über 1 Million Leute jeden Alters PC. Sind diese alle potenzielle Mörder? eSport ist ein Sport wie jeder andere! Kranke Personen und Verbrecher gibt es überall.
Mit freundlichen Grüßen
Manuel Kohler
Schöntal-Bieringen

Nein, Videospiele sind keine Gefahr. Ich selbst spiele schon sehr lange. Zuerst Computerspiele und dann Videospiele. Ich kann mit fug und recht behaupten, dass von mir keine Gefahr ausgeht. Die wirkliche Gefahr geht von Politikern aus die offenkundig keine Ahnung haben wovon sie sprechen. Ich glaube kaum, dass ein Herr Stoiber schon jemals ein Videospiel gespielt hat, trotzdem gehört er zu den Menschen die am lautesten nach einem Verbot schreien. Er sollte lieber einmal den wirklich gut recherchierten Artikel aus dem Stern lesen, damit er einmal einen grundlegenden schnellen Überblick vor seiner nächsten Hetzkampagne bekommt. Videospiele mit gewalttätigen Inhalten sind nämlich jetzt schon nicht so einfach zu bekommen. Selbst Erwachsene haben es dadurch schwieriger an Spiele zu kommen, obwohl sie das entsprechende Alter haben. Manche Spiele müssen sie sich sogar aus dem europäischen Umland besorgen. Wenn also Jugendliche und Kinder Spiele spielen die nicht für ihr alter geeignet sind, dann liegt dies keineswegs an zu schwachen Gesetzen. Sondern an Eltern und Verkäufern die ihren Pflichten nicht nachkommen. Die Frage nach der Moral ist selbstverständlich ein ganz anderes Thema. Aber in einem Land in dem die persönliche Freiheit (z.B. Religionsfreiheit) einen so hohen Stellenwert hat wie in Deutschland, kann ein Videospielverbot nicht die Lösung sein. Vor allem wenn es so viele fantastische Spiele gibt, die alles andere als sinnlose Gewalt auf den Bildschirm zaubern.

Thomas Loch
Worpswede

Zum Thema Counterstrike: Es dürfte rechtlich schwer werden, ein Spiel zu verbieten, dass acht Millionen Menschen auf der ganzen Welt besitzen.

Hannes Wienecke
Burgdorf

Sind Videospiele eine Gefahr? Nein, aber Politiker die für alles - was mal aus der Bahn läuft - Verbote fordern sind es. Ein Verbot würde die Spiele noch interessanter machen als sie es sind. Schwarzhandel auf Schulhöfen, Erwerb über ausländische Web-Seiten wären die Folgen. Besser, wir lernen damit umzugehen und haben eine Kontrolle, statt unkontrolliertes Spielen in Hinterzimmern! Verbote haben noch nie geholfen!
Max-H. Krumme
Holm

Der Mensch ist bequem. Und so sucht er sich den einfachsten Weg, Erklärungen für eine schreckliche Tat zu finden: das Computerspiel. Ich spiele selber Killerspiele, weil man sich dabei so wunderbar abreagieren kann: Völlig Risikolos (als z.B. mit dem Auto rum zu heizen), jederzeit beendbar durch einen simplen Druck auf die ESC Taste. Klasse! Was mich allerdings mehr beschäftigt, liebe Mitmenschen und liebe Politiker: Wie kommt ein 18 jähriger Realschüler an solche Waffen??? Gibts die auch bei MediaMarkt oder Saturn??? Habe ich da den letzten SSV verpasst? Wenn Handlungsbedarf besteht, dann doch hier, oder nicht? Ich sehe es so wie viele: Was verboten ist macht doppelt Spaß. Was ich nicht bei Saturn bekomme, besorge ich mir woanders. "Ursache" beseitigt, Problem aber leider immer noch da!

Carsten Mattejat
Bocholt

Viele, die sich an der Diskussion beteiligen, kennen Videospiele höchstens vom Zuschauen, doch Zuschauer empfinden das geschehen am Bildschirm ganz anders als die Spieler. Ich kann Eltern nur empfehlen, mit ihren Kindern selbst zu spielen, um einfach mal am eigenen Leib zu erfahren, wie Videospiele auf einen wirken. Als langjähriger Spieler kann ich nur sagen: Zwischen zusehen und spielen liegen Welten. Und vielleicht macht es ihnen ja sogar Spass, auf diese Art Zeit mit ihren Kindern zu verbringen.

Christoph Wenzel
Idar-Oberstein

Die sogenannten Killerspiel gehören gesetzlich verboten

Ewald Urban
Geesthacht

Ich finde die Altersklassifizierungen sollten einfach penibel eingehalten werden, und Verstöße - etwa die Weitergabe an zu junge Spieler - stärker sanktioniert werden.
O. de Borg
München

Ich halte überhaupt nix von einem verbot von Computer Spielen. Die Deutschen versionen beinhalten sowieso kein Blut.... es gibt nunmal die patsches für blut die man sich runterladen kann. Aber da kann keiner etwas dran ändern.. Wenn man sagt dies wären Killerspiele die die Menschen beeinflussen, denke ich diese menschen die sowas erzählen sollten lieber mal in die realität kommen! Sie wissen gar nix über das Spiel und die menschen die es spielen.. das was da passiert ist ist ein "einzelfall" und wegen dem spiel kann er noich lange nicht mit einer waffe umgehen.. Selbst wenn die Spiele hier verboten werden, wird man sich die aus dem netz besorgen können... Die Politiker sollten mal ihre kinder fragen was die so den ganzen tag am Pc machen. ;) Weil dann müssten auch Nachrichten verboten werden! Da sehe ich jedentag anschläge und morde.. ich meine das ist viel schlimmer weil es real ist.!!!!

Tim Teske
Hamburg

Natürlich muss verhindert werden, dass extrem brutale Spiele in Kinderhände gelangen. Viel wichtiger ist allerdings, dass die Eltern und das soziale Umfeld dafür Sorge tragen, dass die Kinder auch andere, sinnvolle Dinge tun und sich vor Allem in der Gesellschaft akzeptiert fühlen. Das ist kein Problem von Computerspielen, dass ist ein Problem der Gesellschaft.

Thomas Kötter
Karlsruhe

Spiele, in denen Gewalt zum Thema wird, hat es schon immer gegeben.(Raeuber und Gendarm, Cowboy und Indianer..etc) Was mich sehr erschreckt hat, war ein Videospiel, was mir mein Sohn zeigte, wo es die Aufgabe des Spielers war, in die Rolle eines Verbrechers zu schluepfen, mit vorgehaltener Pistole ein Auto anzuhalten, den Eigner zu erschiessen und sich danach eine Verfolgungsjagt mit der Polizei zu liefern. Hier wird also nicht nur die Gewalt zum Thema, sondern der Spieler muss sich mit dem Boesen identifizieren. Fuer mich ist hier eine Grenze ueberschritten!! Gewalt, um die Boesen zu bestrafen, oder die Guten zu retten - akzeptiert, aber Gewalt als Ausdruck des Boesen, um der Gewalt willen - nein danke!

Harry Neumann
Kfar Vradim, Israel

Videospiele werden heutzutage auf seriöser ebene mit einem sporltichen wettkampf gedanken auf tunieren oder in online ligen ausgetragen. Das "Morden" interessiert dabei keinen, eher hingegen taktik, strategie und teamgeist, die viel eher zum sieg führt als zielloses "Drauflosgeballer" wie es oft in den medien bezeichnet wird. Natürlich besteht eine große lücke wegen dem generationen unterschied, aber man sollte nicht allem gegenüber so skeptisch sein, vorallem wenn man nicht genügend hintergrudn wissen hat.

Markus Weicker
Hainburg

Warum soll die Gemeinschaft der Computerspieler den Kopf für die Unfähigkeit der Gesellschaft herhalten müssen, die es nicht verstanden hat, Jugendliche mit all ihren Bedürfnissen und Anforderungen anspruchsvoll und zukunftsorientiert zu integrieren?!
Marcus Fehrmann
Wiesbaden

Guten Morgen,
ich möchte mal vorweg sagen, ich bin selber seit Jahren ein begeisterter Gamer. Ich kann auch sagen, dass ich nicht jeden Bezug zur Realität verloren habe oder kranke Fantasien entwikelt habe. Es wird zu viel auf den Spielen herrumgehackt. Klar wenn man die Schuld auf die Games schiebt, hat man einen super Sündenbock. Das der Armokläufer auch so schon einen ziehmlichen Knacks weg hatte und ein unnormaler Waffennarr war wird unter den Teppich gekehrt. Ich kenne viele Leute die auch "schon" über 30 und 40 sind und gerne mal abends zur Entspannung ein Spiel spielen, statt die Glotze an zu machen. Vielleicht geben die Spiele ihr kleines Übel zu solchen Taten dazu, aber wer die Spiele schon so ernst nimmt, hat eh einen Schaden. Ich finde es immer nur lustig an zu sehen, dass die Politiker usw. immer auf Counterstrike rumhacken und wahrscheinlich noch nie eine Min. von diesem Spiel gesehen haben. In den meisten Spielen dieser Art geht es ja gar nicht ums Töten selbst! Klar erschieß ich den Gegner, aber nur damit er die Bombe oder so nicht legen kann. Und was man sehen muss, man spielt in dieser Art von Games immer einmal die Guten und auch mal die Schlechten! Man muss nich nur Töten oder alles Gute ausschalten, man muss es auch alles einmal verhindern. Ich finde Schade, dass immer Leute über Spiele urteilen, die noch nie ein Spiel gespielt haben.
In diesem Sinne

Sebastian Toch
Leverkusen

Gewalt in Medien jeder Art ist so alt wie die Medien selbst. Doch nimmt im Gegensatz dazu der Überlebenskampf, dass sich selbst Behaupten an den Schulen überproportional zu. Warum sollte ich mir eine Todesliste zusammenstellen? Etwa weil ein Computerspiel mir den Tip dazu gab? Nicht daran, dass ich mich ausgegrenzt und anders fühle? Das Problem liegt meiner Meinung nach ganz und garnicht bei den so genannten "Gewaltspielen", nur muss scheinbar eine schnelle Lösung her.

Thomas Lenk
Graz, Österreich

Das Verbot von Killerspielen würde das Problem nicht lösen, es würde nur neue hervorbringen. Spieler würden andere Wege finden, um an die Spiele heranzukommen (Filesharing etc) und würden sich damit strafbar machen, weiter machen Egoshooter einen Großteil der Einnahmen bei Pc-Spielen aus (Bsp Half-life 2) und Deutschland würde als Entwicklerstandort noch unattraktiver, so hat auch schon ein namhafter Spieleentwickler aus Deutschland angekündigt, Deutschland den Rücken zu kehren, würde dieses Verbot kommen. Es ist meiner Meinung nach aber auch kein Zufall, wenn bei Amokläufern "Killerspiele" zu Hause gefunden werden, diese sind nicht der Auslöser, sondern ein Ventil für sie, in dem sie ihren Hang zur Gewalt und ihre Wut gegenüber andere freilassen können. Spiele als Auslöser oder als Glied einer Kette hinzustellen, die dazu führt das Leute durchdrehen ist falsch, das lenkt nur von den wahren Problemen ab, durch die solche Taten zustandekommen. Genausowenig treiben die wütenden Texte eines Rappers oder brutale Filme Menschen zu solchen Gewalttaten. Ich denke die wahren Probleme liegen im sozialen Umfeld und der elterlichen Aufsichtspflicht. Würde das Verbot wirklich kommen, hoffe ich das der Begriff "Killerspiel" klar definiert wird und wir, die Spieler, am Ende nicht noch mehr benachteiligt sind, in dem wir z.b. nicht mal mehr Rollenspiele/Strategiespiele spielen dürfen.

Mathias Raß
Ebermannsdorf

Das Problem sind nicht die Spiele, diese spiele ich selber seit der Geburt diese Genre, vielmehr ist der Umgang mit dem Thema Computer und Multimedia innerhalb der Familie entscheidend. Wenn die kleinsten von ihren gestressten und oft überforderteten Eltern nur noch vor dem Fernseher sitzen und als Hauptbeschäftigung die Teletubis und Pokemon haben sind dass die ersten Wurzeln des späteren Übels. Wo sind die lachenden und spielenden Kinder wie ich sie noch aus meiner Jugend kenne? Wo sind die Jugend -und Kinderhäuser geblieben mit motivierten Erziehern und Sozialarbeitern? Wo die Abenteuerspielplätze mit Baumhaus und Kletterseil? Wo der Bolzplatz im Viertel heute verdrängt durch Aldi oder Lidl? Im Jahr 2006 ist der Abenteuerspielplatz der PC oder der Fernseher, die Helden nicht mehr Pipi oder Michel die meine Generation noch zum Nachspielen draussen animiert haben, sondern Gordon und X-Men. Erziehungsprobleme werden dann in 45 Minuten durch Fernsehpsychologen gelöst. Die Sinne werden durch die Industrie geprägt. Das Phänomen betrifft die ganze Gesellschaft die folgen jedoch sind weitreichender, hyperaktive Kinder, Verwahrlosung von Körper und Geist. Wir berauben die Kinder und letztendlich uns selber der Grundlage einer gesunden und stabilen Gesellschaft.
Christian Schömbs
Frankfurt am Main

Nach jeder Schreckenstat ist es die selbe Prozedur.Ein Sündenbock wird gesucht.Auch diesmal stehen wieder die bösen bösen "killerspiele" im Kreuzfeuer der Justiz.Und auch diesmal wird angereget über ein Verbot solcher Spiele diskutiert.Meiner Meinung nach , wäre ein Verbot ein fataler Fehler,der die Spieler nur noch anregt noch mehr zu spielen. Durch die verteufelung der Medien wird das spiel noch interessanter gemacht und erhält mehr mitspieler, und ein Verbot würde dieses noch steigern. Da ich selber gelegentlich konsument solcher "Killerspiele" bin , kann ich mit guten wissen sagen,dass sie keinerlei schlechten Einfluss auf einen gesunden Menschenverstand haben , und lediglich zur entspannung dienen , und das temporäre flüchten in eine andere Welt ermöglichen.

Christian S.

Ich habe des öfteren grössere LAN-Partys mitgemacht. Wenn man dort mit Spielern spricht die z.B. "Counter-Strike", lernt man Menschen mit einer Leidenschaft kennen, und zwar der Leidenschaft zum Spiel. In all meiner Zeit, in der ich selbst aktiv gespielt habe und andere Spieler kennen lernen durfte (ich bin mittlerweile 30 Jahre alt), habe ich nicht einen einzigen kennen gelernt, der durch "Counter-Strike" oder durch andere derartige Spiele zum Gewalttäter oder gar zum Mörde geworden ist. Das Gegenteil ist der Fall: Meistens sind die Leute, die am besten Spielen, die ausgeglichensten Menschen. Natürlich beinhalten die Spiele eine gewisse Brutalität, aber in 99% aller Fälle achtet kein ernsthafter Spieler auf derartige Details wie Blutspritzer oder ähnliches, meist ist die nur hinderlich.

Sven Ermer
Bayreuth

War der Vater der Amok-Jungen nicht Jäger. In einem der vorangegangenen Fälle war der Vater auch Jäger. Inwiefern stellt es eine Gefahr für die Gesellschaft dar, wenn Jäger Kinder haben? Das Heranwachsen neben einem Waffenschrank und mit Jagdgeschichten erzählendem Papa kann vielleicht auch zu einem gewissen Gewaltpotential führen. Der Jugendliche kann unterscheiden zwischen Realität und Spiel. Das beängstigende sind nicht die Spiele, sondern eben diese Realität. Waffen und Sprengstoff kaufen übers Internet. Kein Problem. Reale Gewalt im Internet, jederzeit. Und dann diese Alibi-Diskussion über Computerspiele. Da kann ich nur den Kopf schütteln. Ich halte nichts von Computerspielen, glaube aber nicht, dass diese zu mehr Gewalt führen.

Wolfgang Bopp
Schopfheim


Videospiele sind ein riesiger Markt mit Milliarden Umsätzen und wachsender Tendenz. Wer die sogenannten Killerspiele für etwaige Amokläufe verantwortlich machen will, hat die Entwicklung nicht verstanden, denn ohne die Serien im Fernsehen, in denen es nur so von Toten wimmelt, wären die Spiele gar nicht entstanden. Im Straßenverkehr sterben pro Woche in Deutschland 300 Menschen, hier sagt auch niemand etwas, denn es liegt an jedem selber und an seinem Umfeld, ob er von einem Auto mit 200 PS zum Rasen verleitet wird oder nicht, ist wie bei den Spielen eine reine Erziehungssache. Eltern müssen sich um ihre Kinder kümmern, auch im Bereich Computerspiele.
Volker Weber
Hilden

Warum sollte man virtuelle Unterhaltung verbieten? Jede Tagesschau zeigt abstossende Gewaltszenen aus aller Welt und schreckt auch nicht davor zurück den Terror in der Welt anschaulich in Wort und Bild darzustellen. Derlei Informationspolitik finde ich erheblich bedenklicher als das "Killen" von farbigen Pixelhaufen auf einem Computermonitor!

Bernhard Gruber

Man kann langsam das alles nicht mehr hören! Sämtliche Spiele die hier zu Lande veröffentlich werden müssen vorab auf ihre Jungendtauglichkeit geprüft werden. Dies ist schon nur in Deutschland so. Also wie kommen Kinder im Alter von 10 oder 11 Jahren in den doch zweifelhaften Genusses solcher EGO-Shooter?!? Genau, durch Eltern die einfach nicht darauf achten oder den es dem Anschein nach einfach egal ist was letzendlich im Kinderzimmer landet. Anstatt den Spieleherstellern immer mehr die Verantwortung zuzumuten wäre es doch eher sinnvoll den Kinder und Eltern zu helfen wieder ein sozial gesichtertes und voralledem ein kinderfreundliches Land aufzubauen?!? Ich selbst habe ebenfalls früher einen der bekanntesten EGO-Shooter gespielt und kann nicht von mir behaupten, dass das irgendeinen Einfluß auf meine Psyche hatte. Man muss aber auch ganz klar sagen, dass ich vor meinem 18 Lebensjahr keinen Kontakt damit hatte weil meine Eltern sehr darauf bedacht waren nicht alles zu kaufen was ich als Kind haben wollte.

Natalie Benninghoven

In Deutschland gab es im letzten Jahr über 5300 Verkehrstote, davon über 2800 Autofahrer. Müßten unsere zensurgeilen Politiker also nicht viel eher Rennspiele und Motorsportübertragungen verbieten?

Frank Epphans
Reitberg

Ich denke, dass weniger die Spiele für solche Taten veranwortlich sind, sondern vor allem unsere Gesellschaft. Insbesondere Eltern, die selbst relative liberal erzogen wurden, haben nicht erkannt, dass sie heute, als Eltern, mehr Pflichten als Rechte haben. Leider werden von vielen Eltern diese Pflichten nicht ordnungsgemäß ausgefüllt, was zur Folge hat, dass Kinder verwarlosen, aggressive werden, etc.Die Schuld ist aber nicht nur beid en Eltern zu finden sondern auch beim Staat, welcher über die Jahre ebenfalls viel liberaler geworden ist, und die Eltern (Gesellschaft) von Pflichten entbindunden hat. Meiner Meinung nach sollten Eltern stärker kontrolliert werden und für eventuelle gravierende Versäumnisse auch bestraft werden. Anderesseitz müssen die Kinder in den Schulen eine bestimmte "Knigge" lernen, die ihnen zu Hause leider nicht mehr in diesem Umfang begebracht wird.

Stephan Winter
Haldern

Die Gesellschaft neigt schnell dazu eine einfach Problemlösung anzustreben. Die Verwendung von Online-Egoshootern ist nicht das Hauptproblem dieser Jugendlichen. Ein Verbot von Egoshooter wird auch nicht die heutige Jugend verändern. Ein Kind bzw. ein Jugendlicher welcher nicht mit seiner Gesellschaft sowie mit seiner Zukunftsperspektive zurecht kommt, muss durch die Gesellschaft getragen und unterstützt werden. Die Eltern, die Lehrer sowie die unmittelbaren Nachbarn müssen erkennen, in welcher Lage sich diese Person befindet. Ich denke diese Egoshooter können nur die Neigung in eine Richtung fokusieren, jedoch sollte nicht durch die Presse der Computer als Hauptproblem dargestellt werden.
Robert Kaluza

Hallo! Ich bin 34 Jahre alt und ein Massenmörder. Zumindest wenn ich den momentanen Berichten über Counter Strike glauben schenken darf. Natürlich finde ich auch, das der Amklauf in Emsdetten eine Schreckenstat war. Und ich verstehe auch den Wunsch und das Bedürfnis einen Schuldigen dafür benennen zu können. Doch wenn wir ehrlich wären, dann müssten wir alle zugeben, das es in diesem Fall nicht nur um die Suche nach einem Schuldigen geht, sondern auch um das Verdrängen der eigenen Mitschuld. In einer Zeit, in der die eigene Leistung keinen Wert mehr genießt, sondern nur noch die Statussymbole, die wir uns dadurch haben leisten können, werden Menschen, die diese nicht aufweisen können, schnell zu Aussenseitern. Hinzu kommt noch die Tatsache, das es am einfachsten ist sich besser zu fühlen, indem man sich gedanklich über Menschen stellt, die vermeintlich weniger haben als man selbst. Und werd würde sich dafür nicht besser eignen als Aussenseiter. So werden diese Menschen noch weiter an den sozialen Rand gedrückt. In unserer heutigen sehr Ich bezogenen Gesellschaft in der jeder von uns, vorallem aber auch die Politik, dabei mit hilft soziale Auffangnetze abzubauen, muss es zwangsweise dazu kommen, das Aussenseiter, wie der Amokläufer aus Emsdetten in ein tiefes Emotionales Loch fallen. An diesem geistigen Tiefpunkt war Counter Strike nicht mehr nötig. Er hätte auch, wie ich in meiner Kindheit, Räuber und Gendarm spielen können, oder sich die Folterbeispiele aus den Grimms Märchen zum Vorbild nehmen können. Wir alle haben es vermisst, ihn in die Gesellschaft zurück zu holen, uns um ihn zu kümmern und ihm seinen Wert für uns klar zu machen. Solange wir uns alle nicht an diese soziale Verantwortung erinnern, wird das Verbot eines Spieles nicht viel bringen. Denn sonst wird es nicht mehr sein als eine Hexenjagt.

Martin Gehrke
Duisburg

Meiner Meinung nach ist es viel zu kurz gegriffen, wenn nach einem weiteren Amoklauf in beliebiger Reihenfolge als Ursache immer dieselben Dinge präsentiert werden: Videospiele, bestimmte Musikrichtungen oder in früheren Zeiten auch Comics. Natürlich lässt sich dies populistisch ausschlachten, verschiebt aber den Fokus weg von den eigentlichen Ursachen, sprich der Anleitung der oft jugendlichen Täter in ihrem Leben, welches durch die Eltern und die Schulen geschehen sollte. Das Jugendliche keine Killerspiele spielen sollten, da diese meistens keine Jugendfreigabe erhalten, sollte meiner Meinung nach selbstverständlich sein, nur liegt das Problem, das ganz offensichtlich die entsprechenden Institutionen versagt haben, die den Medienkonsum der Jugendlichen zumindest zeitweise und/oder stichprobenartig kontrollieren, sprich die Eltern. Zu oft wird im Elternhaus vollkommen gleichgültig weg gesehen, wenn das 15-jährige Kind anfängt virtuelle Gegner zu erschiessen. Wo bleibt die inhaltliche Kontrolle und Auseinandersetzung der Eltern mit den Kindern und Jugendlichen an dieser Stelle? Wo die Förderung anderer Interessen, das gemeinsame Erlebniss des Medienkonsums? Das Problem in der Politik liegt darin, dass um obiges zuzugeben, die Politiker auch ihre eigene Schuld in einer gescheiterten Familien- und Jugendpolitik eingestehen müssten. Und sowas darf anscheinend nicht sein, also werden ganz einfach ein paar Schuldige gesucht, die sich selber nicht wehren können um so vom eigenen Versagen abzulenken. Jedem mündigen Bürger müsste das doch auf Anhieb einfallen. Bevor ein Jugendlicher ein sogenanntes Killerspiel spielen kann, haben daher schon etliche Institutionen vorher versagt. Und in diesem Kontext ist der satirisch gemeinte Kommentar "90% aller Amokläufer haben in den letzten 24 Stunden vor dem Amoklauf Brot gegessen, also verbietet Brot" durchaus seine Berechtigung.

Peter Hermanns
Düsseldorf

Wenn brutale Computerspiele schuld sein sollen, dann müssen brutale Filme, Bücher, Musik und die äusserst brutalen Nachrichten der Presse genauso schuld sein. Das sagt alles - wenn wir Morde zensieren wird es trotzdem Morde geben. Verlierer tendieren zum Amoklauf - das ist so und wird auch so bleiben. Je leichter sie an Waffen kommen die ihnen das Gefühl von Macht vermitteln, umso leichter wird ein sollcher Amoklauf. Waffen sind zum Töten da und eines Tages wird jede Waffe wahrscheinlich dafür benutzt. Dort muß man ansetzen. Nicht jeder der Computer spielt ist ein Amokläufer. Doch jeder, der Hass auf die Gesellschaft entwickelt hat das Potential zum Amokläufer. Also müssen wir vermeiden, daß Menschen bereits als Jugendliche ins Abseits gedrängt werden. Computerspielen in Clans und auf LAN-Partys ist ein hervoragendes Mittel Freunde zu finden und sich niemals ausgegrenzt zu fühlen. "Computerspielen" ist letzendlich immer noch "spielen". Ob Fussball, Playmobil-Piraten, Speerwurf, Karate oder Counter Strike - Spiele spielen ist gut!!!
Pascal Michielin
Horb

Wir haben genug Verbote in Deutschland, der Staat sollte sich aus dieser Debatte raushalten. Selbst wenn diese Spiele auf maanche eine negative Wirkung haben, so trifft das nicht auf alle zu. Ich selbst spiele diese Spiele, sofern bein Wirtschaftsstudium mir dazu Zeit lässt. Wir brauchen weder einen Index, noch ein Verbot bestimmter Spielegruppen, aber es ist Aufgabe der Eltern, sich mit Ihren Kindern darüber auseinanderzusetzen. Besonders die öffentlich rechtlichen Medien schüren -auch von meinem Geld- eine Hetzkampagne, wel sie angeblich wieder eine Gesetzeslücke entdeckt haben. Man kann immer leicht etwas verbieten, wenn man selbst nicht betroffen ist. Man mutet den Jugendlichen heute immer hehr zu, Spiele wie CS helfen beim abreagieren und machen besonders mit Freunden viel Spaß. Mit Realität hat das nichts zu tun.

Stefan Sievert
Paderborn

Computerspiele von vornherein zu verdammen halte ich für den falschen Weg. Natürlich geben insbesondere die Killerspiele einen guten Sündenbock ab. Doch die Probleme liegen tiefer. Ich will Computerspielen aber keine verstärkende Wirkung absprechen, die eintreten kann, wenn ein Spieler z.B. emotional und psychisch nicht vollkommen gesund ist. Aber diese Problematik gibt es ja nicht nur bei Computerspielen. Menschen, die psychische Probleme haben werden sicherlich auch durch die ganz alltägliche gewalt im Fernsehen beeinflusst. Was die Killerspiele gefährlicher macht: Man spielt zwar mit vielen anderen Menschen - aber der Kontakt besteht nur im Spiel und über das Spiel. Wenn also Menschen völlig alleine, ohne kritische Stimmen, ohne Gesprächspartner für andere Themen solche Spiele spielen sind sie natürlich gefährlich.

Maximilian Frisch
Wendelstein

Was denken Sie über Videospiele? Eher negativ, ohne Vorurteile. 1. Sie sind naiv 2. Die Handlungen sind oft agressiv, und "flach" gehalten 3. Ich bin dafür, dass die Leute mehr lesen

Aleksander Jonko

Ich denke, dass Videospiele nur ein bequemer Sündenbock für Politiker sind. Heute können die Eltern den Kindern bei ihren Spielen über die Schultern schauen. Zu meiner Jugendzeit so um die 60er haben wir auch harte Spiele gespielt. Bei jedem Indianerspiel waren Fesselungen am Marterpfahl und der Umgang mit Messern und möglichst echt aussehenden Pistolen usw. Pflicht. Oh je, wenn dass die Eltern mitbekommen hätten. Trotz dieser Spiele ist keiner da zum Messerstecher oder Revolverheld geworden.

H.-Ulrich Buddenhagen
Karlsruhe

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich war früher selbst passionierter "Zocker". So spielte auch ich mit meinen Freunden täglich Stunden "Counter-Strike" und co...Häufig spielten wir mit Leuten, bei denen man sich nicht sicher sein konnte, inwiefern sie noch zwischen den künstlich erzeugten Bildern auf dem Monitor und der realen Außenwelt unterscheiden können. Doch eines kann ich ganz genau sagen: Bei ALLEN Mitspielern, wo man dachte "der hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank", standen familiäre und schulische Probleme im Hintergrund. DAS sind nämlich die ausschlaggebenden Faktoren für durchdrehende Schüler. Das Spielen ist eine Flucht vor der harten Realität und ist sicherlich nicht gerade förderlich für die Psyche eines labilen Jugendlichen. Aber ein Auslöser für bsp. ein Massaker sind diese Spiele auf keinen Fall. Ich behaupte dies aus meiner eigenen Erfahrung als Spieler sagen zu können. Ein Spieleverbot bringt meiner Auffassung nach nichts. Die Spiele sind im Umlauf, man kann sie sich leicht beschaffen und zur Not spielt man halt alleine zu Hause gegen den Rechner. Der richtige Ansatz zur Problemlösung liegt bei der Familie und in der Schule. Wenn DORT etwas getan wird, haben wir eine Chance, dass sich Erfurt, Emsdetten...nicht wiederholen.
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Staff
Berlin

Die Diskussion um Computerspiele ist völliger Schwachsinn, in erster Linie müsste sofort das Waffengesetz verschärft werden. Der Zugang zu Schusswaffen ist immer noch viel zu leicht, jeder kann sich relativ einfach ( auch mit etwas Schmiergeld ) Zugang über einen Schützenverein verschaffen. In Millionen deutscher Haushalte liegen legale Waffen incl. Munition, also was soll die Kampagne gegen Computerschiessspiele.

Volker Siegmann
Sonderhausen

Ein Verbot von Killerspielen ist meines Erachtens Unsinn, denn von den Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die täglich gewaltverherrlichenden und / oder gewalttätigen Video- und Computerspielen, Kinofilmen, Literatur (von Comics bis Horror) und Musik mit entsprechenden Videos sowie erschreckend detaillierter, quotenträchtiger Berichterstattungen über Gewaltverbrechen in den Medien ausgesetzt sind bzw. sich diesen Einflüssen aussetzen, läuft gerade mal alle paar Jahre mal einer Amok. Herzlich wenig und sicherlich nicht auf Killerspiele zurückzuführen.

Per Koeltz
Königstein

Liebe Leser,
Ein Sündenbock wurde gefunden. Jetzt müssen diese Spiele für das Versagen der Eltern und der Gesellschaft herhalten. Ich glaube fest daran, dass wenn die Eltern sich liebevoll um ihre Kinder kümmern, dass diese dann niemals auf andere schießen würden. Was wird in den Nachrichten Tag für Tag gezeigt? Die Brutalität der Welt. Hier einer tot, dort ein anderer erschossen und woanders ein kleines Mädchen vergewaltigt. Die Menschheit interessiert sich leider nur für das Schlechte in der Welt. Unsere Kinder somit auch irgendwann.

Ameer Al-Sabbagh
Landshut

Gerade Ego-Shooter sind durch immer realistischere Grafik und durch ihre Komplexität immer mehr Kriegs- und Tötungs-Simulatiore geworden. "Klassiker", wie Counter-Strike hingegen haben einen Spielhallencharakter, sind im Vergleich simpel aufgebaut. Kaum ein Spieler aber würde eine Waffe im realen Leben zücken. Den meisten geht es um Stressabbau. Das man dabei auf virtuelle Menschen schießt, scheint gefährlich, es ist aber eine Fantasie, die ein normaler Spieler nur im Spiel auslebt.

Frederik Kohleick
Wuppertal

Ich finde es nicht gut Videospiele zu verbieten. Wir leben in einer Demokratie, und die Selbsbestimmung ist in einer Demokratie sehr wichtig. Der Staat entscheidet viel zu viel und gefährdet somit die induivalität der Bürger. Es ist Aufgabe der Eltern zu entscheiden was kinder speilen dürfen und was nicht. Und wenn mann PC Spiele verbietet, dann müsste mann auch die Tagesschau verbieten, denn die Gewalt die dort gezwigt wird ist echt. Ein mensch der dazu im stande ist auf grund von Pc spielen zu töten, der findet sicher was anderes was ihm dazu bewegen wird zu töten.

Paul Ernest
Limburgerhof

Schon seit Jahrzehnten gibt es Videospiele. Im Unterschied zu früher ist es der Computer-Industrie heutzutage möglich, immer realitätsnähere Spiele zu entwickeln. Ähnlich wie bei gewaltverherrlichenden TV-Filmen ist es meiner Meinung nach Aufgabe der Erziehungsberichtigten zu entscheiden, zu welchen Spielen ihr Kind Zugang erhält. Dabei sollte man sich an der FSK-Angabe orientieren. Die Gesellschaft muss akzeptieren, dass an Videospielen kein Weg vorbei führt. Wichtig ist nur, dass das Kind in der Lage ist zwischen Realität und Videospiel zu unterscheiden...

Benjamin Renner
Seevetal

Der Sportgedanke, das Zusammngehörigkeitsgefühl in einem Clan, der Spaß am Spielen, sind alles Eigenschaften, die wir von anderen Sportvereinen kennen. Warum fällt es uns so schwer, dies bei 'Killerspielen' zu akzeptieren? Und sind es nicht vielmehr auch die Eindrücke aus den Medien, die unseren Umgangston und unser Miteinander verrohen lassen?

Henning Thomas
Münster

Videospiele... Rollenspiele... Ich höre mir das nun schon seit Jahren an und kann jedes mal wieder nur den Kopf schütteln. Ich bin sicher man findet auch bei jedem der Attentäter weiße Sportsocken im schrank und deren einengendes, unbequemes tragen hat zur Raserei und zur Bluttat geführt! Mal im Ernst, ich habe in meiner Jugend solche Spiele gespielt und spiele heute immer noch bei Gelegenheit. Ich höre Heavy Metal und ich spiele Rollenspiele. Dennoch habe ich mich zu einem wertvollen Mitglied der Gesellschaft entwickelt, einen Universitätsabschluß mit Bestnoten und denke nicht im Leben daran Amok zu laufen... Jemand der so eine Tat begeht ist nicht ganz klar im Kopf, da stimme ich zu, aber es sind doch bitteschön nicht die Videospiele! Oder denken sie ernsthaft auch, wir hätten mehrere zehntausend heranwachsende Amokläufer in unseren Kinderzimmern? Ist ist nur leider einfach die Schuld abzuwälzen auf irgend etwas "offensichtliches", denn wer möchte schon Familienpolitik oder den Bau der Gesellschaft als solche diskutieren, wenn er mit einem Satz Videospielen und aggressiver Musik die Schuld geben kann?

Martin Theiß
Flörsheim

Ich glaube nicht, dass die Spiele gefährlich sind. Wenn ein Mensch so etwas macht, muss er schon vorbelastet sein. Und dass es Irre auf dieser Welt gibt, dürfte ja inzwischen jedem klar sein. Pornos werden auch nicht verboten, weil jemand vergewaltigt wird und wenn jemand im Alkoholrausch jemanden verletzt, denkt man auch nicht darüber nach, den Alkohol zu verbieten. Da macht es sich jemand ziemlich einfach, wenn er Spiele verbieten will...
Claudia Voigt
Kassel

Der 14jährige Bruder meiner Freundin spielt sehr gerne Videospiele. Natürlich versuche ich da auch Einfluss zu nehmen, dass er nicht gerade die brutalen Egoshooter in die Finger bekommt; aber ihm nur gewaltfreie Spiele vorzusetzen, wäre sinnlos und wirklichkeitsverklärend. Aber manche Sachen bekommt er nicht, dafür ist er einfach zu jung - leider gibts Leute die mit 18 noch nicht mit "Killerspielen" umgehen können, die nicht in der Lage sind zwischen virtueller und reeler Welt zu unterscheiden. Schade, dass diese winzige Minderheit von psychatriereifen Idioten die normale Mehrheit der Zocker in den Dreck zieht.

Dmitri Schlegel
Rheinau

Ich bin ein begeisterter Fan von Videospielen und kann von mir nicht sagen, dass ich aufgrund von Videospielen 2 mal die Woche an einen Amoklauf oder Suizid denke. Wenn man bedenkt, wird jeder Amoklauf auf Videospiele bezogen.Dass die Eltern nachlässig waren oder in der Schule Fehler gemacht wurden, dass im System etwas Falsch ist, DAS fragt sich niemand, da zieht man dann lieber die "Videospielkarte". Wir "daddler" können gewiss Realität von Fantasiewelt voneinander unterscheiden. Wieviele Eltern können von sich sagen, dass sie sich zu ihren Kindern gesellen und mit ihnen spielen?Natürlich sollte es weiterhin Altersbeschränkungen geben, aber ich glaub mit 18 ist man durchaus in der Lage zwischen Spiel und Realitität zu unterscheiden.Eltern schließen sich einfach der Meinung an und wenn das schon Politiker sagen, dann muss ja was dran sein. Wir Spieler wollen halt Spiele, die sehr Realitätsnah sind und nicht Gegner, wo grünes Blut fließt. Man kann auch nicht sagen, dass Spieler dumm sind, denn ich persönlich bin Abiturient und auch mein ganzes Umfeld ist weit davon entfernt durch Videospiele zum töten animiert zu werden. Lieber Politiker und Eltern tut euch einen Gefallen und befasst euch mit wesentlichen Gründen und lasst euch nicht mit soetwas aufhalten, denn das Spiele die Kreativität und Fantasie fördern, dass es Gehirnjogging ist,das wird nicht erwähnt

Onur Tun

Es ist mal wieder faszinierend, es läuft ein junger Mensch Amok und dieser Mensch spielte auch sogenannte Killerspiele und schon wird der Ruf nach einem Verbot laut. Das dieser Mensch so oder so Amok gelaufen wäre, weil er keinen Sinn mehr in seinem Leben sah und deshalb einen entsprechend großen Abschied wollte. Ist es nicht die Presse, die solche Menschen dann medial ausschlachten? Werden durch Wochenlange sinnlose Reportagen über solche Amokläufer nicht andere Menschen animiert ebenfalls einen solchen Abgang zu wählen. Schliesslich ist doch bekannt, dass der Amokläufer aus Erfurt die Täter aus der Columbine High School als Vorbild hatte. Wieso berichtet die Presse nicht von den Opfern statt von den Tätern und baut so ein anderes Bild der Situation auf. Eben, dass man den Berühmtheitsstatus solcher Täter nimmt. Ein ganz anderes Thema ist, dass jährlich hunderte von Menschen auf deutschen Strassen durch Raserei, drängelei usw. zu tote kommen. Werden deshalb Diskussionen über ein Verbot solcher Spiele laut? Werden auffordernde Sexspots verboten, wenn mal wieder eine Frau vergewltigt wird? Nein, aber warum nicht? Zum einen ist die Lobby der Autoindustrie zu stark und zum Zweiten sind wenig gekleidete Frauen ein wirksames Werbemittel. Es geht also um Geld. Des weiteren gibt es Studien, dass das Spielen von Killerspielen durchaus auch aggressionen abbauen kann. Ich selber spiele auch sogenannte Killerspiele. Ich habe mich deswegen nicht verändert. Ein Menschenleben ist weiterhin kostbar. Kriege finde ich unnötig, weshalb ich auch verweigert habe und lieber Zivildiesnt gemacht habe. Eine Zeit die mir sehr viel gegeben hat und mich auf meinem Lebensweg durchaus auch geprägt hat. Killerspiele spiele ich um Stress abzubauen oder gemeinsam mit Freunden. ir tuen dies aus Spass und sind gut gelaunt. Zu keinem Zeitpunkt empfindet einer der Mitspieler, der ständig abgeknallt wird einen gewissen Hass und würde am liebsten eine Waffe ziehen. Übrigens spielen Hunderttausende Killerspiele. Es laufen also weniger als 0.01 Promille der Spieler Amok. Wenn ich Ihnen nun sagen würde, das die Wahrscheinlichkeit bei Hausarbeiten einen tödlichen Unfall zu erleiden grösser ist, machen sie dann nichts mehr im Haushalt? Wenn ich nun weiter gehe und sage, dass jeder fünfte raucht und täglich ca 300 Menschen an den folgen des rauchens sterben, dazu noch etwa 5 Passivraucher, warum wird dagegen nichts unternommen? Ich würde es also begrüssen, wenn diese schwachsinnige Diskussion endlich eingestellt werden würde, da selbst bei einem Verbot dieser Mensch Amok gelaufen wäre.

Christian W.
Wiesbaden

Es bleibt alles eine Frage der Erziehung:wie man mit Dingen umgeht, die gefährlich sein können, muss auch erlernt werden. Es ist nämlich nicht annehmbar, dass die Freiheit der vernünftigen Mehrheit (unter den heutigen Umständen bei weitem vernünftiger als man gewöhnlich behauptet) durch unvernünftiges Handeln bestimmter Menschen beeinträchtigt wird,denn die Sehnsucht nach absoluter Sicherheit bzw. Geborgenheit führt zu Matrix... Sinnvoll dabei ist also die von Ihnen eingeleitete Debatte!

Alain Christophe
Nizza, Frankreich

Wie bei allem was man nicht versteht oder verstehen will, wird auch hier wieder über das Ziel hinausgeschossen. Labile Menschen wird es immer geben, diese kommen mit Gewaltspielen ebenso wenig klar wie mit Gewaltfilmen oder auch nur der Tagesschau. Wo will man Grenzen setzen und was will man verbieten. Solange man Jugendliche mit ihren Problemen, Ängsten und Sorgen nicht ernst nimmt Solange wir nicht die Vorzeichen erkennen und die Hilferufe dieser Menschen wahrnehmen wird es immer wieder zu gewalttaten dieser Art kommen.
Klaus-Peter Schulz

Ja zum Verbot von menschenverachtenden Spielen, NEIN zum Verbot von "Killerspielen", denn Counter Strike oder beispielsweise alle James Bond Spiele sind nicht gewaltverherrlichend. Erst selber spielen, dann werten.

Jens Frantzen
Haan

Ich finde Counter-Strike ein sehr gelungenes und ANTI aggresionsspiel. Ich spiele es seit 3 Jahren aktiv und habe ein sortiertes sozialleben. Ich bin im Verkauf tätig und habe noch keine aggresive gedanken :)

Thomas Mayer
Weinheim

Computerspiele sind weder die Waffe noch der Grund sie zu benutzen. Aus meiner Erfahrung ist die Zwanghaftigkeit beim Spiel der Indikator für eine aktuelle Befindlichkeit die sich aus einer langen Kette von vorangegangenen Einflüssen zusammensetzt. Die Egoshooter sind in den Köpfen der im Moment etwas konturlosen Entscheider ein guter Quotenbringer. Für die Eltern der Kids ein undurschaubare Parallelwelt und ein mit negativen Klischees aufgeladenes Thema. In einer digital vernetzten Welt ist das Verbot des Verkaufs von "Killerspielen" mit verlaub ein großer Witz und zeugt von der inhaltlichen und fachlichen Distanz der Meinungsmacher. Wer im Internet etwas kaufen oder kopieren will, der wird es auch tun. Andererseits ist nicht abzustreiten, wie stark die psychische und beeinflussende Wirkung der Spiele auf Menschen ist. Die amerikanische Infaterie bildet in einer Versuchsanlage Soldaten in Strategien für Häuserkampf an Gameengines aus. Kids die 8 Stunden und mehr am Rechner sitzten und "zocken" kann man mit Sicherheit ein Suchtverhalten unterstellen. Ein Verbot oder staatliche Inhaltskontrolle muß aber dennoch scheitern, da der gesellschaftliche Rahmen der Grund für das ausufernde "Zeitverbrennen" ist. In China wird das Spiel "Warcraft" vom Staat auf eine gewisse Spieldauer reglementiert. Die Anzahl der Abhängigen ist dadurch nicht gesunken. In der Berichterstattung über den Fall Emsdetten wurde in den Leitmedien nie der gesamte Abschiedsbrief veröffentlicht. Nur die digitale Elite hat nach wie vor darauf Zugriff. Die breite Masse wird mit klischeeunterstützenden Informationen bedient, die die Verbots- und Bewertungsdiskussion weiter schüren. Ein Umfeld das geprägt ist von Zyanismus, übersteigertem Konsumdenken, sozial Vereinsamung und Kälte wird weiterhin Außenseiter produzieren, die ihren Ausweg im Tod ihrer selbst und anderer finden. Ein Verbot jedenfalls wird weder die Spiele von den Rechnern holen noch ein, in dieser Hinsicht verlogenes und selbstvergessenes Deutschland aus der digitalen Unterhaltungskriese führen.

Gunnar Wittig
Hamburg

Nun ja die sogenannten Shooter, baller Games und wie man sie halt so bezeichnet, sind für mich eine nette abwechslung zu den Strategie Spielen oder MMORPG\'s. Ich denke nicht dass Ich für meinen Teil durch jegliche Art von Spielen gefährdet bin, eine solche Schreckenstat wie der Amokläufer auszuführen! Sicher wirken sich diese Spiele auf solche Mensche, die dafür leich anfällig sind, negativ aus aber das können die Medien und das Internet um einieges besser. Anleitungen zum Töten, Bomben bauen Gewaltverherrlichung an jeder Ecke im www und im TV gibt es genug Menschen, die sich Tag täglich die Köpfe einschlagen und Krieg führen. Es gehört schon zum Alltag das in den Nachrichten über Krieg berichtet wird. Manche Menschen verlieren den hang zur Realität und manche eben nicht.

R. Herzberg

Wie man auch einem Artikel der Zeit entnehmen kann, so denke ich, dass Videospiele mit Gewaltinhalten das Fass zum überlaufen bringen können, wenn es zuvor schon voll war. Dieser extreme Kurs der Politiker gegen die Videospiele ist mehr eine Art Suche nach einem Sündenbock, statt sich um die wirklichen Probleme, wie soziale Ausgrenzung, zu kümmern. In anderen Worten wollen die Politiker einen "aha"-Effekt erzielen, frei nach dem Motto: "wir tun etwas dagegen, wählt uns!"
Thomas Meinel
Donaueschingen

Hat bisher ein Politiker versprechen können, dass es nach einem Verbot von Killerspielen keine Amokläufe mehr geben wird? Ich bin zu gespannt, was dann nach dem nächsten Schulmassaker verboten werden soll.

Steffen Wenz
München

Wenn man sich die Argumente der Lager dieser Kontroverse anschaut, werden zwei Dinge offenbar. Zum einen, und das ist wohl das wichtigste, weder die Politiker, die ein Verbot dieser "Killerspiele" fordern, noch die Spielindustrie interessieren sich für die wahren Hintergründe des Amoklaufes. Die Politiker sehen die Möglichkeit, mit einem Kreuzzug gegen die Spieleindustrie bei den Wählern punkten zu können. Die Spieleindustrie hingegen fürchtet um ihre Gewinne. Wer Bastian B. eigentlich war, wie er langsam in seine Scheinwelt abgedriftete und vor allem, wie es überhaupt zu dieser Entwicklung kommen konnte, scheint dabei völlig unwichtig. Dass die Bürger bei Umfragen die geforderte Medienkompetenz vermissen lassen, kann man vielleicht noch verzeihen. Aber für Politiker, die die Fakten ignorieren und die die Verantwortung auf die Spieleindustrie abwälzen wollen, habe ich kein Verständnis mehr.

Daniel Kühnberg
Brandenburg

Guten Tag,
zu dem Thema möchte ich nur sagen, dass es sehr einfach ist die Schuld bei sogenannten "killerspielen" zu suchen. Ich selber habe Jahrelang Spiele wie Counter-Strike gespielt und nicht wirklich einen Schaden davongetragen nein durch das Spielen sind auch wahre Freundschaften entstanden die nicht nur via Internet sondern auch real gepflegt werden. Man sollte eher mal auf das soziale Umfeld und ähnliches schauen. Auch sollte in der Schule drauf geachtet werden das die Kinder in den Klassenverbund integriert werden bzw. helfen wenn Schüler in der Klasse fertig gemacht werden. Ich denke auf jedenfall das hier mehrere Faktoren zusammen kommen und ich finde es nicht richtig die ganze Schuld auf solche Spiele zu schieben, da machen es sich die Leute zu einfach.
Mit freundlichen Grüßen

Daniel Îmiola
Waldbronn

Sehr geehrte Damen und Herren,
natürlich habe ich genau zu diesem Thema eine Meinung, denn ich muß mich mit meinen Kindern (9 und 12 Jahre) damit wiederholt auseinandersetzen. Sowohl die Computernutzung an sich als auch der Medienkonsum im Fernsehn ist bei uns streng limitiert. Die Computerzeit pro Kind ist bei uns auf 3 Stunden pro Woche beschränkt. Ausgenommen davon sind nur Email und Schulaufgaben. Nach nun fast 2 Jahren hat sich das als gute Praxis eingespielt und bringt die Kinder dazu, bewußer mit ihrer verfügbaren Zeit umzugehen. Von Zeit zu Zeit wird auch bei uns der Wunsch nach diesem oder jenem neuen Spiel besonders von meinen Großen laut. Dies resultiert vor allen Dingen aus dem Gruppenzwang, dem er bei seinen Freunden und Klassenkameraden unterliegt und der Werbung, der er durch diverse Medien ausgesetzt ist. Ich habe nichts dagegen, die betreffenden Spiele anzusehen und vielleicht auch eine Demo davon auszuprobieren, aber es kommt bei uns kein Spiel auf den Rechner, was nicht die entsprechende Altersfreigabe hat und was ich ganz persönlich für geeignet halte. Meiner Meinung nach machen nicht die Computerspiele an sich die Kinder zu "Killern", sondern die Gesellschaft mit ihrer Abschiebe- und Beschäftigungs- mentalität. Hier werden für das Zusammenleben und für die Auseinandersetzung in der Gesellschaft bzw. mit der Gesellschaft dringent notwendige Fähigkeiten nicht mehr gefördert. Es gibt keine Streitkultur und man geht Auseinandersetzungen eher aus dem Weg, als noch eine Lösung und einem Kompromiss zu suchen. Hier können die sogenannten Killerspiele die bestehende ganz persönliche Situation eines Kindes oder Jugendlichen durchaus verschlimmern, in dem sie z.B. Fähigkeiten wie Mitleid oder Mitgefühl "abtrainieren" und an dessen Stelle die Ausübung von purer Gewalt stellen. Wie gesagt, ich bin der Meinung, dass es nicht die "Killerspiele" sind, die die Leute/Kinder zu "Killern" machen, sondern es ist die unsägliche Mischung, die dann hier oder dort, den einen oder anderen den Realitätssinn verlieren läßt und zum "Abdrehen" bringt. Wer bisher geglaubt hat, sowas gäbe es bei "uns" nicht, der war von Anfang an auf dem Holzweg und sollte inzwischen eines besseren belehrt worden sein. Es war alles nur eine Frage der Zeit. Ein Verbot solcher Spiele würde den Zweck völlig verfehlen und lediglich die Spieler - unsere Kinder - in die Illegalität und weitere Isolation treiben. Damit würde das Ganze für die betreffenden Personen/Kinder nur noch interessanter. Es käme ein zusätzlicher Kick dazu, der diese Art von Spielen noch attraktiver macht. Man wäre der Lösung eines vermeindlichen "Killerspielproblems" keinen einzigen Schritt näher gekommen. Im Gegenteil, die Gesellschaft würde damit das eigentliche Problem verschlimmern und eine Kontrolle noch mehr erschweren oder gar unmöglich machen. Es kommt auf die Auseinandersetzung mit unseren Kindern und nicht auf immer neue Verbote und Strafen an.

Birko Bergt
Scheden

Wieder einmal müssen wir uns mit dem Amoklauf eines Schülers befassen. Lästig, weil er die öffentliche Erregbarkeit hochwirksam stimuliert! Natürlich muss das Problem schnellstmöglich aus der Welt! Nicht auszudenken, wenn es der Presse nachhaltig zu viel Nährstoff bietet. Also schauen wir mal, wie der Weg des geringsten Widerstands aussehen könnte. War da nicht im Kino letztens der Anlauf des neuesten Bond Films? Erste Szene: Daniel Craig ersäuft gewaltsam einen Mensch im Waschbecken. Freigegeben ab 12? Hoppla! Nun ja,... keinesfalls die Ursache, denn schließlich haben wir als Schüler ja selbst Bond gesehen, und das hat uns ja auch nicht geschadet! Der Weg des geringsten Widerstandes ist dies mit Sicherheit ebenfalls nicht, denn die Filmindustrie mit den Millionenumsätzen kann sich ja bestimmt gute Anwälte und Gutachter leisten -- ein zu schwerer Gegner für schnelle Erfolge. Die Computerspiel-Lobby scheint demgegenüber noch vergleichsweise unbeholfen; ein leichtes Opfer also, um den notwendigen oberflächlichen Aktionismus zu demonstrieren. Wie war das eigentlich damals mit dem Räuber und Gendarm Spiel in Papa's Garten könnte man das Gesetz vielleicht nicht gleich.... immerhin haben wir mit unseren Zündplättchen seinerzeit auf reale Personen und keine Simulation geschossen ... ? Nein, das war ja etwas ganz anderes! Außerdem, ein Gesetz zum Verbot von solchen "Draußenspielen"? Zu riskant! Man könnte sich lächerlich machen! Die meisten Wähler würden ja selbst rückwirkend zu "Gewaltspielern" erklärt. Also lieber die Waffen gegen die Computerspiele-Industrie richten, ein leichter Gegner, angenehm auch, dass die Gruppe der Betroffenen eine Minderheit ist, so kann sich die Mehrheit auf die Schulter klopfen -- "Wir haben beherzt und vernünftig reagiert". Sicher wäre es vernünftig, das Gesetzt gleich neben dem hervorragend wirksamen Kampfhundegesetz abzuheften und sofort über die nächste Aktion nachzudenken: Sollten wir nicht vielleicht noch ein Gesetz zum Verbot von Boxkämpfen zwischen Profis und Trainingsrückständlern erlassen? Schließlich könnten jene öffentlich, genüsslich breitgetretenen Schlachtefeste zu einer Geringschätzung Menschlichen Leids führen?
Mit besten Grüßen und Erfolgswünschen bei der Lösungsfindung
Dr. Norbert Scherm
Bremen

Videospiele sind nichts anderes als die Möglichkeit seine Hand-Augenkoordination zu üben. Welches Videospiel einem da am besten gefällt hat mit menschlichen Neigungen zu tun .Ob ein Kind lieber zu einenm Egoschooter greift oder lieber ein Run end Jump,liegt alleine in seiner Veranlagung und Erfahrung die es in seinem näheren Umfeld macht . Kinder sind nicht von Natur agressiv aber auch jederzeit in der Lage ihr Recht notfalls mit körperlicher Gewalt durchzusetzen. Das ausschlagebende bei einem Amoklauf ist nicht das Videospiele verhelfen einen solchen zu planen und helfen die eigene Hemmschwelle zu senken sondern die Erfahrung die die Person gemacht hat in seinem Leben. Sind diese überwiegend negativ so wird auch ein Ego-Schooterverbot keinen davon abhalten sich an denen zu rechen,die einem vermeindlich Schaden zugefügt haben .Ich finde Amokläufe sind ein Produkt emozionaler kälte und seelischer Störung und nicht der Versuch ein Videospiel in Wirklichkeit umzusetzen.

Damian K.
Mannheim

Jetzt mal ganz erlich, ich finde es echt so langsam zum Kotzen das immer wieder auf die CouterStrike spieler los gegangen wird. Den meiner Meinung nach ist es nicht so das CouterStrike diese laute zu dem macht was sie letzt entlich dann tun. Sondern sie haben diesen gedanken schon in sich. Dann dann müßte ich breits seit 10 Jahren Amok laufen !!! Und mich kotzt es auch immer wieder an das die Amokläufer immer wieder und wieder diese GamerCommuiti in verruf bringen. Das Spiel macht nicht agressive vielleicht ist man über ein verlorenes Match sauer Ok das mag sein aber zum Amok lauf reicht es denke ich noch lange nicht. Und ich denke mal das Game CouterStrike ist nicht das einzige Spiel in dem man sich auf bewegende objekte schiesst. Um hier mal ein paar Games aufzuzählen und mal deutlich zu machen das es auch noch andere Spiele gibt in denen man Gewahlt darstellen kann. Battelfield, Quak, Unreal Tournament, Der Pate, Vampire, GTA, StarWars ich denke da fallen mir noch viele ein..... Und wo will man hier die Grenze ziehen und sagen das ist gewalt und das nicht??? Den wenn ich bereits auf ein Raumschiff schiess ist das schon ein gewahlt verherlichender akt... Oder sehe ich das falsch?? Nun ja das ist meine Meinung.

Michael Döhler
Saarland

Ich denke nicht das Videospiele, als Alleinverantwortliche für solche tragischen Ereignisse, an den Pranger gestellt werden dürfen. Es wäre gut möglich das solche Spiele auch mit in die Verantwortung gezogen werden sollten. Allerdings sollte man nicht vergessen das man es sich sehr einfach macht, indem man ein Computerspiel "anklagt". Es kann sich logischerweise nicht selbst wehren, kann keine Stellung nehmen zu den Vorwürfen. So kann man leicht einen Verantwortlichen finden.

Michael Hupp

Guten Tag,
ich spiele seid einiger Zeit PC-Spiele. Alle Genre eingeschlossen. Meiner Meinung nach liegt das Problem nicht an der Brutalität sondern an der Menge und des Sozialen Umfeldes.Damit mein ich das man durch den Computerkonsum Reale tägliche Kontakte mit Mitmenschen verliert. CounterStrike zocke ich persönlich auch.Ich sehe den Reiz in der Highscore und um das "besser sein als andere".Außerdem entsteht jede Runde ne neue Spielsituation durch die anderen Mitspieler.Das so ein Spiel traniert oder sogar fördernd für ein Amoklauf sein soll ist hoch absurd. Es ist schade das nach so einer grausamen Tat die Diskussion in die völlig falsche richtung gegangen ist. JA zu viel Computerkomsum ist schädlich aber wie kommt es zu dem vielen Konsum? Die Herrn Politiker und auch die Medien haben auch vielen Leuten gezeigt wie stark und gefährlich die Beeinflussung der Medien sein kann. Ich hoffe viele haben erkannt das man nicht nur stumm die Meinung übernehmen sollte sondern sich hinterfragen muss.Zu bestimmten Politikern und deren Aussagen mal ganz zu schweigen.Das ist einfach Schade das selbst Leute die vom Volk gewählen worden sind sich nicht intensiv mit dem Thema auseinandersetzen.Ist doch eigentlich ihr Beruf.Nur von den echten Problemen abzulenken (Bewusst?). Hoffentlich werden die tiefen Beweggründe und Probleme endlich angesprochen.

Benny Jentzsch
Hameln

Die Politiker, die jetzt am lautesten nach einem Verbot von diversen Spielen rufen, haben vor einiger Zeit am lautesten nach einer deutschen Beteiligung am Irak Krieg gerufen. Jeden Tag sieht man in den Medien mehr Gewalt, als es in einem Computerspiel zu sehen gibt. Wie kommt ein Erwachsener, z.T. auch Jugendliche so leicht an Schusswaffen? Wie kann es sein, dass eine Gesellschaft, Schule, Freunde, alle auf einmal, junge Menschen so im Stich lassen, dass solche Ideen überhaupt zu Tage kommen! Das sollte einem zu denken geben!

Michael Maurer
Gerbrunn

Die Verurteilung der sogenannten Killerspiele ist zu pauschal. Wenn die Kinder von ihren Eltern aufgeklaert wurden und verstehen was sie dort tun, koennen die Spiele helfen den Platz in der Gruppe Gleichaltriger zu finden. Wir haben frueher Cowboy und Indianer gespielt, um unseren Platz in der Gruppe zu finden, was nicht minder brutal war. Ich versuche meine Kinder bei Computerspielen nicht alleine vor der Kiste zu lassen, allerdings muss man dabei auch verlieren koennen. Interessanter ist doch hier wie einfach es ist, im Internet Waffen zu kaufen.

Michael Ullrich
Baldham

Ich selbst bin ein leidenschaftlicher Zocker. So komme ich auch nicht drum herum ab und zu "Killerspiele" zu spielen. Mittlerweile hat sich da ganz schön Zeit angesammelt, die ich damit verbracht habe. Weit über tausend Stunden Spielzeit, und das bei Spielen, von denen sich die meisten Deutschen garnicht vorstellen können, dass sie existieren. Gut man haut vielleicht mal auf den Tisch, wenn man wiedermal verloren hat(ich bin ein schlechter Verlierer), aber es gibt ja immerhin auch Leute, die bei Mensch-Ärger-Dich-Nicht das selbe tuen, wenn sie Pech haben. Die Leute die wirklich fähig sind Amok zu laufen, die sind sowieso Anders als die meisten Menschen in ihrer Umgebung. Sie werden ausgegrenzt und dieses von der Gesellschaft ausgeschlossen sein macht sie so aggresiv, nicht das Computerspielen. Der Computer und das Internet sind möglicherweise die einzige Zuflucht, die sie finden, diese zu nehmen macht das Problem nur schlimmer. Nach dem Amoklauf von Columbine wurde Marilyn Manson befragt was er getan hätte wenn die beiden Amokläufer zu ihm gekommen wären, er sagte: "Ich hätte ihnen zugehört", genau das ist es was man tun muss. Ich persönlich kann nicht verstehen wie Eltern nicht bemerken können, dass es ihrem Sohn schlecht geht, bzw. nichts dagegen unternehmen. Zensur generell zeigt, dass der Staat seine Einwohner nicht wie Menschen behandelt, die selbst über das nachdenken können, was sie sehen, sondern wie Kleinkinder, denen man alles sagen muss. Ich gebe zu nicht alle Zensur ist schlecht, aber wenn mans übertreibt kommt man näher an totalitäre Systeme heran als einem lieb ist.

Hagen Dreßel
Erfurt

Endlich ist ein Sündenbock gefunden! Ich glaube momentan wird einfach nur die einfachste Lösung gesucht und die richtet sich gegen die sogenannten "Killerspiele". Es spielen Millionen Jugendliche und Erwachsene diese Spiele, die niemandem etwas zu leide tun würden. Ich denke die Spiele haben nichts damit zu tun, die Ursache würde ich eher im Umfeld, bzw. im Elternhaus suchen. Wie kann jemand zuhause Waffen, Granaten, etc basteln ohne das es jemand bemerkt? Sollten die Computerspiele verboten werden, wird nichts erreicht, lediglich der schnellste, bequemste Weg gesucht...

Kai Müssig
Koblenz

Ich denke, Computerspiele sind ein normaler Teil der Unterhaltungsmedien. Sie sind eine interaktive Möglichkeit, Geschichten zu rezipieren, anders als in Büchern oder Filmen, in denen man lediglich konsumiert. Eben dadurch sind Spiele für viele auch fesselnder, da der Spieler viel stärker in die Handlung eingebunden wird. Soweit zu Einzelspieler-Spielen, bei denen die Handlung in den Vordergrund gerückt ist. Multiplayer-Spiele sehe ich als Wettbewerb an. In Strategie- und Wirtschaftsspielen vergleicht man sein Geschick im jeweiligen Gebiet mit dem anderer Spieler weltweit, in Ego-Shootern sind es in der Regel die Reflexe und Präzision, in einigen auch taktisches Können. Insofern ist für mich der Unterschied zu den meisten Sportarten und Wettkämpfen wenig bzw. nicht gegeben, insbesondere, da oft in festen Gemeinschaften gespielt wird, die nicht selten zu "realen" Freundschaften führen. Aber ich möchte auch den nicht-wettkampforientierten Aspekt erwähnen, der für die meisten Gelegenheitsspieler das Motiv zum Spielen ist. Denn nüchtern betrachtet ist das "Herumrennen und töten" nichts anderes, als als Kind mit Spielzeugwaffen und Wasserpistolen auf andere Kinder zu schießen, einfach um den Willen des Austobens, des Abreagierens. Ich denke, gerade in einer Zeit, in der Frustrationen an der Tagesordnung sind und in sich hineingefressen werden, ist es wichtig, ein Ventil zu haben, um den Frust herauszulassen, um auf andere Gedanken zu kommen, Dinge zu tun, die einem im realen Leben nicht möglich sind. Dass Ego-Shooter zu "Tötungsmaschinen" abrichten, halte ich für absurd. Man lernt man dort nicht den Umgang mit Waffen (Einige Realismusorientierte Spiele zeigen höchstens, wie man über Kimme und Korn zielt), es wird das Reaktionsvermögen und die Hand-Augen-Koordination geschult, aber die Hemmschwelle für das Schießen auf Menschen, reale Menschen, wird meiner Meinung nach nicht verändert. Eher denke ich, dass einige realistische Spiele eher vor den Folgen eines Schusses warnen, einfach dadurch, dass man sieht, was eine Waffe anrichten kann. Insofern halte ich es fast für gefährlicher, übereifrig zu zensieren und so Waffen harmloser darzustellen, als sie sind. Als konkretes Beispiel nehme ich ruhig einmal das oft zitierte Counter-Strike: In der unzensierten Fassung bewirkt ein tödlicher Treffer, dass der getroffene zu Boden fällt, in einer glaubwürdigen, nicht exzessiven Weise. Man stellt die Verknüpfung her "Ich erschieße ihn, er ist tot. Waffen töten unwiderruflich". In der zensierten Fassung dagegen hört der getroffene einfach auf, am Kampfgeschehen teilzunehmen und setzt sich auf den Boden. Dies kann zu der Verknüpfung führen "Aha, ist nicht schlimm dass ich auf ihn schieße, gleich steht er wieder auf als wäre nichts gewesen." Aber zum Thema Zensur möchte ich jetzt nicht weiter ausschweifen, dies würde zu weit führen. Abschliessend möchte ich feststellen, dass Computerspiele immer das sind, was der jeweilige Benutzer daraus macht, da er , im Gegensatz zu Film und Fernsehen, das Geschehen aktiv mitbestimmt. Und: Wenn jemand wirklich Lust am Töten empfindet, so wird er sein Bedürfnis so oder so befriedigen können, sei es durch virtuelles Ausleben oder, im Falle der Unzugänglichkeit dieser Möglichkeit, durch Reales.
Florian Kock
Bremen

meiner Meinung nach sind Video - und Computerspiele nicht weniger gefährlich als z.B Waffen. Man kann Sie sammeln, im Schützenverein „friedlich“ damit trainieren, auf die Jagd gehen oder in den Krieg ziehen. Es kommt immer darauf an, wer letztendlich damit spielt und wie stark man sich mit den Spielen personifiziert. Für manche ist es nur ein aufregender Zeitvertreib für den anderen ist es Aggressions- /Frustabbau und fiktive Realität. Es kommt immer auf die Persönlichkeit und Psyche des einzelnen an. Wie reif jemand wirklich dafür ist wird leider nicht geprüft. Klar ist das durch die sog. Killer/Ballerspiele u.ähnliche die Hemmschwelle gerade bei Jugendlichen gesenkt wird wenn sie schon in frühem Alter damit konfrontiert werden oder Sachen spielen die nicht für Sie sind. Eltern sollten entscheiden können ob Ihre Kinder reif für solche Spiele sind, sich auch mal dafür interessieren was auf dem Computer oder Videokonsole so drauf ist und mit den Kindern/Jugendlichen darüber sprechen wenn etwas nicht ganz so richtig erscheint. Das Problem an der Sache ist sicherlich das ein Erwachsener das anders sieht als ein 15 Jähriger aber vielleicht dennoch positiv begleitend in den Prozess eingreifen kann indem man darüber spricht oder es letztendlich verbietet. Ich denke für die meisten ist ein „schauriges Hobby“ und gewissermaßen harmlos einzustufen (wenn die Psyche stimmt), für die Industrie ist es Profit die die FSK im Griff haben will und somit ist jedem selbst überlassen was daraus resultiert. Alkohol ist schließlich auch eine Droge ;-)

Marc Plischke
Hockenheim

Hallo Stern.de,
da ich selbst einer dieser Spieler bin, der auch "Counter-Strike" spielt und sonstige "Killer-Spiele" habe ich mir gedacht, dass ich einfach mal meine Meinung dazu abgebe. Ich spiele das Spiel jetzt bestimmt 3-4 Jahre und okay man merkt vereinzelt Situationen in denen man etwas vorhat, was man sich kaum vorstellen könnte. Was aber durch die Videospiele wie "Counter-Strike" vorstellbar wird. Man nimmt den Hass stärker auf und fühlt sich gleich "aufgefordert" zu den Waffen zu greifen und stellt sich das auch noch "befriedigend" vor, was ich selbst kaum verstehe, dass Mord in der Vorstellung auf einmal befriedigt. ABER das liegt an der "Routine" die im Videospiel entsteht, man stirbt oder man lebt und hat die Gegner "ausgelöscht". Was mich aber nicht aus der Ruhe lässt sind nun die Vorurteile der Politiker über diese Spiele. Am besten man lässt "die Spieler", die mit dem "Objekt" vertraut sind und nicht ahnungslose "Zuschauer", die nur immer wieder Blut fließen sehen. Aber wenn es um jugendgefährdende Spiele geht, DANN sollte man sich doch mal "WoW - World of Warcraft" anschauen. Ein hohes suchtpotenzial lässt zu viele Jugendliche Tage, Wochen, Monate bis hin zu mehreren Jahren in einer "Phantasie-Welt" verschwinden. Schulische Leistungen fallen und der menschliche Kontakt zerfällt. Hat zwar nichts mit "Killer-Spiele" zu tun, aber es ist meiner Meinung ein Spiel, was Zeitraubend und Süchtig macht wie eine Droge. Allgemein sind Computer- oder Videospiele für viele eine Abreagierung, mit der sie sich vom Alltag ablenken. Vielleicht auch Probleme, die sie versuchen zu verdrängen. Sieht man dann auf so ein "Blutbad" wie von Bastian aus Emsdetten, kann man nur denken: "Ich sag ja, KILLER-SPIELE sind nichts für Jugendliche". Was man aber falsch sieht! Denn Computer- oder Videospiele sind nicht der "AUSLÖSER" für solche Schandtaten, nein! Auslöser sind private Probleme in der Familie zu viel Einsamkeit und innere Probleme, über die man nicht spricht, die sich dann von "innen" nach Außen "fressen" und irgendwann kommt jemand und durchbricht die letzte Mauer mit einem kleinen Spruch oder Kommentar in dem sich wieder lustig macht bzw. über "ihn" (den Täter) herfällt und damit platzt ihm der Kragen, er setzt Phantasie um, die er aus Videospielen/Computerspielen bezieht und richtet seine Tat an. KEINE LÖSUNG ABER EIN AUSWEG UM ALLE PROBLEME UND INNEREN SCHÄDEN ZU VERGESSEN...

Diana Gruler

Aixheim, Österreich

Guten Tag,
ich finde Computerspiele tendenziell nicht gefaehrlich, allerdings kann ich auch verstehen das labile Jungendliche sich in der Computer Welt schnell zuhause fuehlen wenn es an Zuwendung und Aufmerksamkeit fehlt. Mit einem Verbot fehlt dies noch stets. PC Spiele haben kein Probleme geschaffen sie bringen nur etwas ans tageslicht was sowieso schon besteht.

Daniel Schmidt
Amsterdam, Niederlande

Hallo!
Ich spiele selber des öffteren PC Spiele. Von der Politik und den Seiten derer die behaupten PC Spiele wie unter anderem Counterstrike haben große Schuld daran, dass solche Taten geschehen, finde ich sehr übertrieben. Das kommt daher, dass ich selber mal in einer solchen Situation gewesen bin, wo sich gewisse Wut aufgestaut hat, ich diese dann auch gerne bei gewissen Menschen und Personenkreisen abgelassen hätte. Ich habe damals nie den Ausgleich mit Pc Spielen oder sonstigen Medien in frage gezogen. Ein Verbot der Spiele bringt gar nichts, dass Problem liegt an der Gesellschaft, die immer größere Klufft zwischen Arm und Reich. Die Streitfragen was ist Normal und was nicht. Wir müssen uns mit gefährdeten Menschen beschäftigen, ich sogar noch so weit zu behaupten, wir brauchen eine neue Soziale Strucktur in Deutschland. Vorallem muss jeder einzelne Mensch bereit für nächsten Liebe sein. Immer Menschen fallen dem Egoismus zum Opfer. Auch mir hat man damals geholfen diesen Menschen Hass los zu werden. Für mich war ein Mensch da, der mich so angenommen hat wie ich bin, das braucht jede Person. Heute verstehe ich vieles, auch die Amokläufe an den Schulen, ich war in ähnlicher Situation, auch wenn ich dich Tat nie umgesetzt habe, ist sie in meinen Gedanken real gewesen. Der Glaube an Gott hat mir geholfen die hinter mir zu lassen, gleichzeit aber auch Verständnis, Mitgefühl und Hilfe für solche Personen zu geben die sie brauchen. Und seien wir doch mal erhlich zu uns selber, jeder Mensch will geliebt, akzeptiert und angenommen sein. Doch wer gibt das? Sind wir Menschen überhaupt im Stande dazu diese Menschlichen Verlangen zu erfüllen, zu geben. Ich denke nein! Denn Menschen sind nicht Perfekt und haben Fehler, dass kann niemand abstreiten! Ich weiss und habe dies auch erfahren, der Glaube an Gott ist das was uns ausfüllen kann.
Markus Johannes Folta
Hanau

Schönen guten Tag!!!
Meiner Meinung haben Videospiele ein guten Zweck… ich habe auch Jahre Counterstrike Halflife oder GTA gespielt…bin nicht psychisch Krank oder Ähnliches. habe noch keine Leute abgeschossen von Monstern geträumt oder eine Verfolgungsjagd mit dem Auto durch Hannover gestartet… Es gibt viele Tunierseiten im Internet wo die jugendlichen ihr Können in verschiedenen Videospiel Kategorien auch im Team unter Beweiß stellen können. Ihr Können wird oftmals mit Auszeichnungen oder Gewinnen belohnt… Durch den Ehrgeiz angepriesen vernachlässigen oftmals die Jugendlichen auch ihr reales leben… wie man im inet sagen würde real life… das führt Natürlich zu sozialen Rückständen weniger Freunde kaum Kontakt zu Menschen sie sind fast völlig isoliert… aber nur fast sie sitzen stunden in einem online Chat wo man mit Hilfe eines Mikrofons mit einander kommunizieren kann… dadurch werden die Spiele wiederum Interessanter man entwickelt zusammen Taktiken, man tauscht Tipps und Tricks aus.. So wird doch ein Teil zum Sozialenkontakt beigetragen… man lernt Menschen aus ganz Deutschland kennen!!! Videospiele dienen auch zum Zeitvertreib! was haben sie lieber? Das die Jugendlichen auf der Strasse rum lungern und mit dem Satz „ey alter guckst mich an?“ Unruhe stiften oder gemütlich sich den Abend vor einem netten Videospiel zu amüsieren… Natürlich gibt es auch bei manchen Menschen agressions Ausbrüche die ich schon vor Ort mitbekommen habe… wenn sie am verlieren sind regen sie sich auf aber das ist ein Teil des Ehrgeizes.. sie können nicht ertragen das es bessere gibt, das zeigt sich in dem die Spieler fluchen auf die Tastatur hauen maus oder Gamepad weg schmeißen oder gleich den Rechner oder Monitor kaputt machen… aber mal ehrlich die lehre kommt eine min. danach wenn sie sich beruhigt haben und sehen das die Konsequenz aus diesem Wutausbruch der kauf eines neuen PC, Monitor oder ähnliches ist!!! Aber das alles muss jeder Mensch selber für sich lernen was für ihn am besten ist!!! Ob ein leben vor dem Videospiel oder eins ohne oder eins mit beidem… Ich bin so ein Mensch der beides hat… Abends Jobbe ich neben bei hinter der Theke wer würde da schon denken das ich in der höchsten Liga Deutschlands Fifa spiele? Oder wenn mich Leute in der Uni treffen! Es gibt so viele Menschen in unserer Gesellschaft die Videospiele spielen… auch Ärzte, Anwälte und wer nicht noch alles spielen Videospiele, um sich zu entspannen und Spass zu haben! Um einfach mal abzuschalten…

Pascal Monaco
Hannover

In 50 Jahren, wenn Vidiospiele wirklich Gnerationenübergreifend sind, genauso wie heute TV+Bücher, wird man die heutige Zeit nicht verstehen und auslachen. Meinungssender profitieren von dieser Diskussion: Politiker(Stoiber), Frontal(ZDF), Die Bild und, ja, leider auch der Stern. Der Spiegel ist da weiter. Er klärt bereits auf, wo der Stern noch plakative Fragen stellt, weil er sich nicht traut langweilge Wahrheiten zu schreiben: Spiele erzeugen keine Killer. Ausweglose Situationen in der Gesellschaft, Druck, Einsamkeit produzieren solche Täter. Und ja, Killerspiele sind oft ein Teil der Täterwelt. Genauso wie TV, Ausländer, Nazis, Arbeitslosigkeit, zuviel Arbeit, Alkohol, Religion, keine Religion - you name it. Die folgende Frage ist ganz ernst gemeint: Welche Schuldkausalität stellt der Stern in fünf Jahren nach einem Amoklauf her? Welche in zehn? Die Kausalitätimplizierung ist Zeitgeist und das bringt Ihre Leser nicht weiter.

Christian Gausepohl

Ich Spiele seit ca 20 Jahren PC Spiele.Ich denke das manche Spiele echt ein bischen hart sindt.Im Grundegenommen absolut Menschenverachtend.Aber verbieten ist nicht die Lösung des Problems.Die Grundwerte der Geselschaft zerbrökeln jetzt.

Robert Weißmeyer
Lehrte

Endlich denken unsere Politiker über ein Verbot dieser schrecklichen Spiele nach. Interessant stelle ich mir die Kontrolle des Verbotes vor. Ein Grund mehr die Bürger zu überwachen. Bleibt nur zu hoffen, daß nach einem Verkehrsunfall nicht geprüft wird, ob der Unfallverursacher eines dieser furchtbaren Formel 1 Rennen gesehen hat...

Thomas Deubel
Straubing

Sind Computerspiele alleine dafür verantwortlich, dass Menschen solche Taten begehen? Die Frage muss man sich wohl stellen wenn man dieses Thema betrachtet. Die Medien, Politiker und ahnungslose Eltern sagen ja. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass man eigene Fehler ungern eingesteht. Computerspiele sind ein beliebtes Hobby der Jugendlichen dieser Zeit. Es geht aber bei dem oft verteufelten Spiel Counter-Strike nicht um das Töten an sich, ist es doch unter der Gamer-Gemeinde ein Teamspiel das taktisches Denken und Konzentration abverlangt. Es geht um koordination im Team und gewinnen von Runden, nicht um das töten von Menschen. Doch um das soll es hier nicht gehen. Die Frage ist vielmehr reicht ein Grund alleine aus um gewalttätige zu werden? Ist man, nur weil man Videospiele spielt ein potentieller Amokläufer? Gegenfrage an die Medien, Politiker und Eltern: Ist man nur, weil man sich pornografische Videos anschaut ein potentieller Sexualstraftäter? Ich denke wie bei allen Dingen spielen viele Faktoren zusammen. Die Erziehung, die Aufklärung in der Schule und das soziale Umfeld (Eltern, Bekannte und Freunde). Das es für Eltern und den Staat das einfachste ist, sich auf ein Thema zu stürzen über das sie meistens nicht viel Bescheid wissen (oft genug wird in TV-Shows oder Berichten gänzliches Unwissen über das Thema Videospiele bewießen indem falsch von Leuten die darüber keine Ahnung haben berichtet wird)ist klar. Es ist der einfachste Weg. Es ist auch für Politiker wohl sehr Massenwirksam Slogans zu verbreiten: Verbietet Killerspiele und eure Kinder werden keine Amokläufer. Das Eltern dafür aufnahmefähig sind ist klar: Wer zweifelt schon an sich selbst, d.h. an der eigenen Erziehung? Es konnte immernoch nicht definitiv bewießen werden, dass Computerspiele gewalttätig machen. Doch denke ich ist dies nicht der Faktor. Es werden soviele Gewaltverbrechen begangen von Leuten die sich nicht mal einen Computer leisten können und das minütlich hier in Deutschland. Es werden Leute für lapalien umgebracht. Ist es hier jetzt die Spieleindustrie die Mörder züchtet? Oder ist es die scheiternde Erziehung der Eltern und die Ohnmacht des Staates die hier nichts dagegen tun kann? Es sind zuviele Faktoren als das man an einem Rad drehen könnte um es abzustellen so sehr sich das die Politiker oder die Eltern auch wünschen. Das Amokläufer Videospiele spielen ist aber auch kein Zufall. Es spielen viele Jugendliche jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde rund um den Globus Videospiele. Die Zahl der Amokläufe ist dagegen sehr gering. Weiter gab es schon Amokläufe bevor die Videospielindustrie so groß wurde wie jetzt. Sind dort die Menschen durchgedreht weil sie wussten in 20 Jahren werden s.g. Killerspiele auf den Markt kommen? Es wäre das Beste für Eltern und für die Politiker aufzuwachen und selbst was zu tun. Vor der eigenen Haustüre kehren als eine Industriesparte zu verteufeln die immer größer wird. Ich spiele seit ich 14 bin Videospiele. Von Anfang an auch Egoshooter (von den Medien "Killerspiele" getauft). Bin ich nun ein potentieller Amokläufer? Oder überwiegt doch meine Erziehung die mir Werte mitgegeben hat, dass man keine Straftaten begeht und keinen anderen Menschen Leid zufügt? Es wird immer eine Diskussion bleiben auf der man auf keinen Nenner kommt solange Eltern und Politiker sowie die Medien nicht auch mal sich selbst kritische Fragen stellen können. Verbietet Killerspiele, doch vergesst nicht die Pornos, denn es werden mehr Mädchen und Frauen misshandelt und vergewaltigt als Amokläufe begangen, tolle Maßnahme, nicht wahr?
Thomas Knoblauch
Mühldorf am Inn

Hallo Stern-Redaktion,
was für eine Panikmache um Video- und Computerspielen gemacht wird, ist wahrlich nicht mehr normal, hat Deutschland nicht andere Probleme ? Die ansteigende Gewalt in Familien, Bildungslücken in Schulen, die Gesundheitsreform, die rechte Szene usw. sind die wahren Problemen in Deutschland und ich find es immer wieder erstaunlich, dass sich Politiker wie Stoiber, Beckstein, Schünemann in ein Thema einmischen, vom dem sie keine Ahnung haben Die Berichtserstattung von den Medien ist mangelhaft, es herrscht null Objektivität und eine sachliche Diskussion findet man selten, weil die so genannten Experten nicht wissen wovon sie reden und der Begriff „Killerspiel“ ist Humbug. Was sind den „Killerspiele“ überhaupt ? Darauf hat die Politik bis heute keine Antwort gefunden und sie wird auch nie eine finden und das man nach Videospielen Amok läuft, halte ich für sehr unwahrscheinlich, niemand steigt nach einen Rennspiel in sein Auto und fährt in der Stadt Amok oder läuft nach einen Rollenspiel mit einen Schwert durch die Stadt. Amokläufer wie Robert Steinhäuser und Sebastian B. sind nicht wegen Spiele Amok gelaufen, sondern weil sie von der Gesellschaft und Politik in Stich gelassen worden sind. Das PC- und Videospiele auch Arbeitsplätze schaffen kann, daran hat wohl niemand gedacht, siehe Crytek die waren dank Far Cry national sowie international erfolgreich und haben in Deutschland Arbeitsplätze geschaffen, die sind ein Paradebeispiel für deutsche Entwicklerkunst, aber das scheinen unsere Politiker nicht zu interessieren und sowas find ich sehr bedauerlich.

Stefan Warmulla
Karlsruhe

Ich persönlich finde die Diskussion ob Ego Shooter oder sogenante Killerspiele einen Agresiv machen oder man dann schneller zum verrückten wird ein schwachsin! Ist klar weil die wo Amokgelaufen sind auch PC oder Konsolen besasen mit solchen Spielen wird es einfach gemacht und es wird alles auf die Spiele abgewällst! Wenn die Spiele verboten werden sollten dann müsste man Nachrichten verbieten da könnten ja bilder von Krieg und alles gezeigt werden das könnte doch auch einem zum killer werden lassen oder? Die Politiker zuchen sich halt das einfachste aus wie immer! Ich finde so wie es mit den alters einstufungen ist es okay! Aber die einstufung bringt nichts wenn Firmen oder Geschäfte die so artikel anbieten wie Media Markt und co. sich oft nicht an die alters klasevezierung halten auch die Eltern haben die pficht drauf zuschauen was das Kind auf dem PC hat oder auf der Konsole spielt! Und was eigentlich lustig ist die Politiker Schissen sich selber ins Bein die haben glaube ich vergessen das Sie mit den sogenaten Killerspiele eine ganze menge an Steuern einnehmen! Aber hauptsache was gesagt und gut ist und nacher blären sie wieder rum das Sie steuerausfälle haben ist doch immer das gleiche da weis die Linke Hand nicht was die Rechte Hand macht ist bei allem so!! Und noch was wenn ein 18 jähriger ein Spiel kauft das ab 18 erlaubt ist dann ist es so! Sonst landen wir hir bald in einem Überwachungstaat aller Stasi

Stefan Jähnike
Konstanz

Ich spiele eigentlich Videospiele seit ich 7 Jahre alt bin (bin 31 Jahre alt) und habe da auch schon wirklich vieles gesehen. Ich halte Videospiele für ungefährlich und harmlos. Es geht um Strategie, es geht um Gewinnen und Verlieren und vor allem um Gemeinschaft. Wer hat als Kind nicht Räuber und Gendarm gespielt oder Cowboy und Indianer. Ist deshaln einer zum Amokläufer geworden? aber es ist ja so herrlich einfach. Anstatt zu hinterfragen warum jemand so etwas macht und das warum könnte Geld kosten (Jugenheime, Freizeitangebote etc.) sind einfach Videospiele schuld. Das kostet nichts und diese These hält an jedem Stammtisch stand. Erschreckend ist, dass die meisten die Spiele nie gesehen haben geschweige denn gespielt haben.

Sven Weyers
Steffeln-Auel

hat eigentlich mal wer die andere Seite betrachtet? evlt würden ja noch viel mehr leute "ausrasten" wenn sie ihre aggressionen nicht virtuell ablassen könnten. Ein weiteres Problem sehe ich da drin, dass wenn diese Spiele verboten werden sollte eigentlich auch z.B: Rennspiele veroten werden müssten weil sie zum Rasen verleiten und ich denke da gibt es ncoh viele andere Spiel "Typen" die dann acuh verboten werden müssten

Benedikt Tiegel
Undenheim

Meiner Meinung nach sollte man sich, wenn überhaupt, nicht nur einen Faktor rausgreifen sondern sollte mal nachsehen wo sonst noch die Ideen für solche Taten herkommen. Im Fernsehen, Zeitung, Internet etc. wird man jeden Tag mit neuen Berichten aus Irak, Afgahnistan oder anderen Katastrophen konfrontiert und keiner sagt etwas. Bei Videospielen ist das, wie ich finde unverständlicherweise, nicht so, mir scheint es so, kaum spielt man Videospiele schon ist man ein potentieller Mörder und Amokläufer. Und die besorgten Eltern, können selber etwas unternehmen indem sie kontrollieren was ihre Kinder spielen und mit was sie ihre Freizeit verbringen, und meiner Meinung nach kommt so eine Tat nicht aus dem nichts sondern kündigt sich an, am bsp. Emsdetten auf seiner Homepage.
Fabian Richter
Rodgau

Hallo,
ich glaube das Computerspiele allein nicht dazu beitragen. Es fängt einfach in der Familie schon an. Wie sehr wird bei der Erziehung darauf geachtet, was Kinder/Jugendliche in ihrer Freizeit machen. Ich selber bin jetzt 27 und kann mich noch gut an meine Kindheit erinnern. Meine Mutter gab mir und meinen anderen beiden Geschwistern viel Liebe mit auf dem Weg. Sie nahm sich Zeit für uns. Trotz Trennung und Geldnot. Mein Bruder ist 10 Jahre älter gewesen. Deshalb habe ich schon mit 5 Jahren die ersten PCs/Konsolen in den 80er Jahren mitbekommen. Seit dem hatte ich sämtliche Konsolen/PCs mal gehabt. Seit 6 Monaten habe ich selber eine Tochter. Deshalb mach ich mir natürlich jetzt umso mehr Gedanken darüber. Die Umstände sind einfach mehr geworden. Oft werden Kindern um sie ruhig zu halten, schon mit einem Jahr vor den Fernseher gesetzt, damit die Eltern selber ruhe haben und ihren Dingen nachgehen können, anstatt ihr eigenes Kind mit einzubeziehen. Das geht dann immer so weiter. Es wird auch nicht mehr die Liebe und Nähe vermittelt, wie es mal in meiner Zeit war. Und das ist noch gar nicht so lange her. Man kann jetzt nicht von allen Menschen sprechen. Aber es ist nachweislich mehr geworden. Es spielen so viele Faktoren eine Rolle, die sich mit der Zeit so verändert haben. Der Familiengedanke muss wieder stärker werden. Das Fernsehen müsste wieder mehr zurück schrauben. Jeder muss schön und schlank sein. Es ist zu freizügig/gewalttätig. Vergleicht man allein die Zeichentrick Sendungen, mit den vor 15 Jahren, ist der Gewalt Anteil wesentlich höher geworden. Beispiel "Hero Turtles" in den 90er auch schon kämpferisch, aber im Vergleich mit dem heute Neuanimierten Turtles lieblich. Die haben nicht einmal mehr Pupillen und sind in der Darstellung brutaler. Musikvideos die Porno/Drogen und Gewalt verherrlichen. Weshalb sonst kommen so viele schlecht produzierte Lieder in die Charts und die Sänger/Rapper werden zu Idolen. So was lässt sich leicht nachleben. Es ist Cool ein Gangster zu sein. Da reagiert auch wieder das Geld. Fernsehsender müssen Quoten machen. Die Musikbranche muss CDs verkaufen. Vor allem im Zeitalter der Internet-Tauschbörsen. Ist es das Wert wegen Profit die Gesellschaft kaputt zu machen? Nur gut für die Menschen an der Spitze, die damit das Geld verdienen. Wie gesagt es sind nur Beispiele, aber damit wachsen die Kinder/Jugendlichen nun mal auf. Dazu kommen die medialen Geschichten PC und Konsolen. Alles wird in der Virtuellen Welt realer. Ein Mensch der keine Perspektive für sich sieht, flüchtet sich in andere Welten. Wenn dieser Mensch diese Realität nicht mehr auseinander halten kann, dann ist es schon fast zu spät.

Sascha Scheil
Kiel

Das (unsinnige) Verbot von den sogenannten "Killerspielen" soll also - für die psychisch gestörten, meist isolierten & gewaltliebenden - jungen Männer, die mit echten Waffen auf andere Leute schießen, die Ursache sein. Die Millionen Jugendliche und Erwachsenen überall auf der Welt - mal als Gelegenheitssspieler, mal als exzessiver Spieler - die hin und wieder in die Rolle eines Protagnositen in einem dieser "Killerspiele" schlüpfen ohne auch nur die geringsten Anzeichen für gewaltbereitschaft im "RL" (Online-Abkürzung für "Real Life") zeigen, sollen nun allesamt über einen Kamm geschert werden und potentielle Amokläufer darstellen. Und wenn gewisse Spiele auf dem Index landen würden, bestände die Gefahr in den jetzigen Ausnahmen nicht mehr. Sicher. Es gibt verschiedene Gründe warum Menschen sich in eine virtuelle Welt zurückziehen: Entspannung, Spaß am Spiel, Spiel mit Freunden, Langeweile, Hobby etc. Die Spieler in Deutschland kommen meistens ohnehin nicht in den Genuß von unzensierten Spielen, da viele für den deutschen Markt extra Zensiert worden (Bsp: Strategiespiel: Command & Conquer Generals) sind. Die psychologischen Auswirkungen auf die Spieler, wenn Sie auf andere Schießen und diese eliminieren, können zwar zugegeben negative Gefühle wie Enttäuschung, Aggression und Neid hervorrufen, diese sind dann jedoch nicht auf "die Welt und die Menschen" sondern eher auf die besseren Fähigkeiten der Mitspieler oder Wut über einen Selbst, dass man nicht gut genug war, zurückzuführen. Videospiele sind nunmal in den letzten zwei Dekaden zu einem Volkssport geworden und so wird dieser "E.-Sport (Electronic-Sport)" auch behandelt. Man behandelt sich fair, respektiert gewisse Regeln und will einfach nur mit Mitmenschen zusammen oder gegeneinander spielen. Wenn man jetzt die plumpe Idee hat, mit einem Verbot könnte man diese Bedrohung auf einen Strich beseitigen, dann sollte man doch auch bitte gleich Spiele wie "Pac-Man" verbieten, es könnte ja den Kindern vermitteln, dass man (da man dafür Punkte kriegt) ruhig über die Leichen seiner Gegner gehen kann um an mehr Punkte und Gegenstände zu kommen. Desweiteren ist der allseits beliebte Videospiel Held "Mario" auch kein wirkliches Vorbild. Wenn er z.B. Pilze isst, wird er stärker. Wieso gerade Pilze und nicht zum Beispiel ein Apfel? Keiner weiß es, jedoch hat auch noch nie jemand ernsthaft behauptet, dass die "Mario-" Spielereihe den Drogenkonsum von Pilzen fördern würde. Man kann - wenn man will - in fast alles (und nicht nur Videospiele) soviel reininterpretieren wie man möchte und sich die Sachen so zurechtbiegen wie man sie gerade braucht. Allerdings ist ein Verbot von z.B. Egoshootern im heutigen Internetzeitalter nicht nur total Sinnlos (wer etwas haben will, kriegt es auch) sondern auch das Konzept "Killerspiele sind BÖSE! Sie gehören verboten und alles ist wieder gut." ist so unglaublich trivial, dass man sich manchmal fragt, wieviel Zeit die entsprechenden Politiker überhaupt über das Problem nachgedacht haben. Der Wunsch sozialen, realen Schaden anzurichten, entsteht nicht etwa plötzlich, vor irgendwelchen Monitoren, sondern sind die Folge von einer langen Zeit des sozialen Missstandes der entsprechenden Person, die keine Möglichkeit hatte, ein normales Leben mit sozialen Bindungen zu führen wie andere. Wenn man über längeren Zeitraum aufgrund von Mobbing etc. sich in einem selbst eine Wut anstaut, wächst diese immer weiter, bis Sie irgendwann nicht mehr zu kontrollieren ist. Man muss schon "ein wenig" komplexer und differenzierter bei diesem Thema denken.

Frederik Jirmann
Düsseldorf

Das Spiele eine negative Auswirkung habe können steht ausser Frage. Das sie jedoch dafür verantwortlich sind das ein Mensch Amok läuft ist sehr weit herbeigeholt. Es stecken viel kompliziertere Probleme dahinter. Der Sündenbock "Videospiel" ist natürlich das einfachste was man als Politiker sagen kann. Der Mob ist befriedigt und größere Umstrukturierungen in Gesellschaft müssen nicht gemacht werden. So sind vielleicht auf kurze zeit die Symthome verschwunden aber die Krankheit bleibt weiterhin bestehen. Meiner Meinung nach können Spiele Gewalt sogar abbauen. Genauso wie Sport, hat Computerspielen die Fähigkeit auf kurze Zeit eine gewisse Aggresivität freizusetzten die Hilft das beste aus dem Spieler zu locken. Ist das beim Fussball anders? Nein... Wir verbieten ja auch kein Fussball spielen nur weil viele Fussballer auch zu kriminellen werden. Pornofilme werden auch nicht verboten nur weil es vergewaltiger gibt. Wie gesagt die Probleme liegen viel Tiefgründiger und ein Verbot von sogenannten Killerspielen wird nicht helfen. Es werden weiterhin Menschen Amok laufen, wenn ihnen nicht zugehört wird und sie keine Unterstüzung von Freunden und Familie finden.

Tobias Wenov
Mainz

Was waren das damals für herrliche Zeiten, als wir im Kindesalter kleine Plastiksoldaten aufgestellt, uns gegenseitig mit dem Zeigefinger erschossen und mit dem Mund Maschinengewehrsalven imitiert haben und als Bud Spencer und Terrence Hill jedes Problem mit Gewalt lösen konnten. Als wir Karneval mit Plastikpistolen und -gewehren als Cowboys und Rambos unterwegs waren. Dann aber nahmen wir ein Gamepad zur Hand und werden nun regelmäßig, wenn die Integrationspolitik bei Jugendlichen mal wieder versagt und Politiker dies mal wieder nicht zugeben wollen, zum psychisch labilen, potentiell gewaltbereiten Bodensatz der Gesellschaft. Vielleicht hat Sebastian B. ja auch ProSieben geguckt und CDU gewählt, doch auf eine Diskussion, ob diese verboten werden sollen, warte ich vergebens...

Florian Holdkamp
Wanne-Eickel

ich empfinde videospiele für nicht gefährlich, solang der spieler in einem gefestigten umfeld aufwächst. ich habe selber damals viel counterstrike, soldier of fortune, medal of honour etc pp gespielt und habe keine ambitionen mich mit einer waffe in eine masse von menschen zu begeben. ich habe auch den wehrdienst abgelehnt und habe mich lieber an der sozielen front betätigt. die berichterstattungen, die man nach amokläufen hört, sind viel zu oft am thema vorbeigeredet. wenn man bedenkt wie groß die counterstrike szene einst war- mehrere millionen spieler über dem gesamten erdball verteilt- und wieviel amokläufe es gab, ist es lächerlich davon zu sprechen, dass man durch solche spiele dazu verleitet wird. zumal counterstrike ein sehr taktisches spiel ist, bei dem man nur gemeinsam das ziel erreichen kann .. und das muss nicht durch waffeneinsatz erreicht werden. wenn politiker und reporter, die noch nie mit so einem spiel in berührung gekommen sind, darüber philosophieren, ist es als würde ein blinder über eine farbe sprechen. sicher gibt es sehr brutale videospiele, doch die werden in deutschland indiziert- und wenn die jugendlichen dennoch an die spiele gelangen, ist es wohl eine pflicht der eltern, dies zu unterbinden. warum werden immer zuerst spiele als das böse in den vordergrund gestellt und nicht hinterfragt, warum niemand mitbekommen hat, was in dem menschen vorgeht? wie kann ein 18jähriger in deutschland an waffen kommen und warum merkt es keiner? man könnte so endlos weiter diskutieren, aber solange der gegenüber nicht weiss wovon er spricht, redet man ohnehin gegen eine wand.
Adrian Böttcher
Leipzig

verbietet einfach kritiker über 30 spiele waren nicht verantwortlich für diesen "amokloauf" schuld sind die schießvereine,die den Täter geschult haben. Sowie die onlineversandhäuser,die die waffen verkauft haben.

Konbat Tonz

Grundsätzlich finde ich Computerspiele in Ordnung, allerdings dürfen Sie nicht Gewalt fördern und bei Ballerspielen, die ich nicht grundsätzlich ablehne, dürfen niemals reale Dinge gezeigt werden.

Karl Rügge

Das Problem das heutzutage existiert, ist nicht die Tatsache, dass vermehrt brutale Spiele per PC oder Konsole gespielt werden. Potenzielle Amokläufer gab es schon immer. Nun bekommen diese Menschen nun auch die Möglichkeit ihre Tat zu begehen, da es scheinbar kein Problem mehr darstellt an Waffen zu kommen, die den Amoklauf überhaupt erst möglich machen. Anstatt sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen, schmeißen Politik und die Medien Spiele ins Feuer, die meiner Meinung nach nicht im geringsten etwas damit zu tun haben! Früher spielte man mit seinen Freunden Räuber und Gendarm, bekämpfte sich mit Holz- und Plastikschwertern im Wald, auf der Straße oder wo auch immer man einen spannenden Schauplatz fand. Heute setzt man sich an den PC. Es ist ein Spiel wie jedes andere auch. Eine Partie Stratego, bei dem die Figuren realistisch aussehen, eine Partie Räuber und Gendarm, bei der die Beteiligten tatsächlich nach einem Treffer geschädigt werden. Ich bin aus diesem Bereich mitlererweile herausgewachsen. Herausgewachsen wie aus jedem anderen Spiel nunmal auch, da ich mich lieber mit meinen Freunden treffe um anderen Beschäfitgungen nachzugehen. Aber im Rückbick auf meine Zeit mit Videospielen, auch brutalen Videospielen weigere ich mich diese überstürzten Vorurteile zu akzeptieren. Was zur Zeit in Deutschland abläuft ist ein Generationskonflikt. Wann hat jemals die ältere Generation die Jugend verstanden? In 20 Jahren wird dies kein Thema sein, weil Menschen an der Spitze der Politik stehen, die selber diese Spiele gespielt haben. Und nein, unsere Welt wird dann nicht von Brutalität und Amokläufen beherrscht sein, weil ich durch mich, meine Freunde, und viele andere Menschen genug Beispiele betrachten darf, die beweisen, dass Computerspiele weder gewalttätig, noch dumm machen. Ich hoffe, das sie auch Beiträge abdrucken die von Beteiligten selber stammen, weil Meinungen von Menschen, die nicht im geringsten einen Bezug zu Computerspielen haben, keine Gemeinsamkeit mit dem Wort Kompetenz zu diesem Thema besitzen. Ich will damit nicht sagen das mein Beitrag gedruckt werden soll, aber ich denke sie müssen Beiträge von Computerspielern selber abdrucken um die richtige Wirkung zu erziehlen und womöglich die Wahrheit zu erkennen. Mit Freundlichen Grüßen, Simon Vogel, Computerspieler und nein, kein Amokläufer, sondern jemand von dem man behaupten darf er ist das genaue Gegenteil von Agressivität und Gewalttätigkeit! Liebe Politiker: Suchen sie die Probleme woanders!

Simon Vogel
Konz

Meiner Meinung nach haben Computerspiele, auch wenn sie Gewaltverherrlichend sind, nichts mit dem eigentlichen Attentäter zu tun. Ein Videospiel macht aus einem Menschen keinen Mörder. Die Grundeinstellung eines Menschen, der zum Mörder oder Attentäter wird, wird von anderen, äußeren und/oder inneren Umständen gegeben. Nehmen wir die Beispiele von Erfurt oder jüngst Emsdetten, sieht man deutlich, dass nicht die Videospiele, wie das gerne genannte CounterStrike, die eigentlichen Faktoren sind, sondern zum Beispiel Schule, Freunde, Familie, die Umgebung, in der sich solche Menschen aufhalten. Erst wenn dieser Schritt gegeben ist, wird ein Mensch zum Mörder oder Attentäter. Die Videospiele sind dann nur Mittel zum Zweck, denn damit lernen und erlernen die Handliungsweise, wie man auf Personen schießt, diese umbringt, lernt Strategien, wie man sich bewegt oder vllt auch die Waffenwahl. Für mich beginnt ein der Schritt zum Attentäter oder Mörder nicht beim Spielen sondern im Kopf der Menschen, in deren sozialen Umfeld.

Lennart Spenler
Fronhausen

In diesem Sektor hat mal wieder die Politik im Zusammenspiel mit elterlicher Erziehung versagt! Die Politik kürzt permanent (fast im ganzen Bundesgebiet) Lehrerstellen und führt Gebühren für Schulbücher & Studiengänge ein. Es gibt schon Probleme bei Kindergartenplätzen, das diese nicht ausreichend vorhanden sind, Sozialarbeiter Stellen werden gestrichen etc. Wo soll das enden? Man sollte sich an anderen Bildungssystemen orientieren und die Eltern bei der Erziehung und Ausbildung der Kinder unterstüzten und nicht durch Gebühren belasten,. Heutzutage ist es kostspieliger ein Kind zu erziehen und zu verpflegen als einen Sportwagen, um eines der Probleme zu nennen.

Jan Braun
Eckernförde

Es ist doch immer wieder das Gleiche. Sobald ein Schüler Amok läuft wird sofort darauf geachtet, ob er sogenannte 'Killerspiele' (die meisten Kritiker wissen gar nicht wovon Sie reden wenn Sie das Wort 'Killerspiele' in den Mund nehmen)gespielt hat. Es gibt Millionen von Computerspielern auf der Welt und weil ein paar davon Amok laufen, sollen gewisse Spiele verboten werden, weil es ja angeblich nur an den 'Killerspielen'liegt. Mir fällt dazu nur ein Vergleich ein. Es gibt Millionen Autofahrer auf der Erde. Nur weil ein paar davon in Selbstmordabsicht noch Unschuldige in den Tod mitreißen, heißt das noch lange nicht, dass Autos verboten werden sollen. Meistens sieht man bei diesen Leuten nicht, unter welchen Bedingungen sie leben. Es sind meist labile Personen, die mit Ihrem Leben nicht klar kommen und kaum Kontakt zu Mitmenschen suchen. Es kann tausende Gründe geben, warum diese Person plötzlich vom Gedanken getrieben wird andere Personen und sich selbst zu töten. Am leichtesten fällt es der Presse natürlich die Schuld dann auf 'Killerspiele' zu schieben, weil man ja da auch Waffen benutzen und auf Andere (Menschen, Aliens, Ungeheuer...) schießen kann. Auf die restlichen Lebensumstände der Person wird erst gar nicht eingegeangen.

Francesco Pasca
Regensburg

Wachsende Verrohung der Gesellschaft, der Zusammenbruch familiärer Strukturen und der damit verbundenen Vereinsamung. Ein hohes Maß an Arbeitslosigkeit und der damit verbundenen Verarmung der Menschen materiell wie geistig sind die Wahren Uhrsachen solcher Gewalt. Da muss natürlich von denen die das oben Beschriebene zu verantworten haben schnell ein Schuldiger gesucht und verantwortlich gemacht werden. Wenn es doch so einfach währe. Aber es funktioniert es scheint so plausibel zu sein das alle es zu Thema machen. sogar die Medien.
Joachim Hallmann
Berlin

Meiner Meinung nach verboten gehören derlei Spiele, in denen man Menschen auf brutalste Art und Weise tötet - ihnen z.B. mit Draht die Kehle durchschneidet. Diese Spiele verherrlichen das "Gang-Milleu" und ein Verbot kann als gesellschaftliches Symbol die Ächtung solchen Verhaltens klarstellen. Verhindern wird das Verbot indes nichts. Absolut keinen Sinn macht ein Verbot bei sogenannten Shootern. Diese Spiele sind in der Regel taktisch ausgelegt und einfach eine Weiterentwicklung des "Cowboy und Indianer" Spielens, was jeder aus seiner eigenen Kindheit kennen dürfte. Ausgerechnet das oft zitierte Counter Strike gehört da zur letzteren Art Spiele. Wer ein pauschales Verbot fordert ist uninformiert und wird nur Ablehnung und Trotz fördern. Die auf einem Video zu sehende (Ver-)Kleidung des Attentäters von Emsdetten erinnert übrigens eher an den Film Matrix. Warum will eigentlich niemand diesen Film verbieten? Hinzu kommt: Wieviele Jugendliche gehen wohl in einen Laden und kaufen von Ihrem Taschengeld 70 Euro teuere Spiele? Der Bezug läuft sowieso über Quellen, die man nicht verbieten muss, da sie sowieso illegal sind. Kann man überhaupt Attentate verhindern, Menschen bewahren, Amok zu laufen? Nein. Kann man dem vorbeugen? Bedingt. Wenn überhaupt, dann nur durch eine Gesellschaft, die sich um die Menschen kümmert, soziale Integrität fördert, Beschäftigungsmöglichkeiten mit sich, seiner Freizeit aber auch berufliche Perspektiven bietet. So mancher taktische Shooter, der gemeinsam in Teams gegen andere Teams gespielt wird, ist einfach Teil der Freizeitbeschäftigung und darüber hinaus Teil des sozialen Umfelds und durchaus Mittel zur Bildung zwischenmenschlicher Kontakte. Das ist positiv zu bewerten! Bedauernswert ist, wenn das Umfeld keine Alternativbeschäftigung bietet. Es soll Orte in Deutschland geben, wo Jugendliche nur rumhängen, weil es an Beschäftigungsalternativen fehlt, wo man sich bestenfalls mit Computerspielen egal welcher Art die Zeit vertreiben kann, weil die Politik die Mittel für das letzte Sport- und Freizeitzentrum zusammengestrichen hat. Es soll Eltern in Deutschland geben, die nicht einmal warnehmen, dass Ihre Kinder nichts anderes mehr machen, als von morgens bis abends Computer zu spielen und sich in Paralellwelten zu verlieren. Eltern, die sich nicht um Ihre Kinder kümmern, die Erziehung nur als passiven Akt verstehen. Es soll Kinder in Deutschland geben, die offensichtlich ausgegrenzt werden und keinen Lehrer interessiert es, niemand spricht soetwas im Unterricht mal an. In diesem Bereich anzusetzen ist die einzige Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeit eines Amoklaufs einzugrenzen. Verhindern kann man nichts.

D. Campbell
Hamburg

Geradezu reflexhaft (Hauptargument "Wenn Counterstrike verboten werden soll, dann muss ALLES verboten werden: Krieg, Autofahren, Alkohol, usw.“) reagierte nach Emsdetten die Gamer-Szene pawlowartig reflexhaft. Man ist eben aus guter Übung reaktionsschnell abwehrbereit gegen Verbotsforderungen. Entsprechend gering wurde von den Gamern (meist männlich) in der Sache differenziert. Eine Durchsicht mancher Internetforen zeigt, dass sich die Zocker-Community nicht die Butter vom Brot nehmen lassen will. Und hinter ihr stehen Intel, ATI, Ubisoft, EA, AMD, NVidia, Samsung und seit 2004 der Deutsche E-Sportbund e. V.. Viele Forenbeiträge machen deutlich: Kaum angekränkelt von Betroffenheit über den Emsdettener Amoklauf fühlt sich die Gamer-Community von den drohenden Killerspiel-Verbotsfolgen aufgrund der Gewalttat mächtig angefressen. Diese Parallelgesellschaft von meist jungen Mittelschichtlern, die unbehelligt ihren Zockerleidenschaften frönen wollen, äußert sich aggressiv gegen Verbotsforderungen aus der Politik. Dass ihnen ihr geliebtes Counterstrike verboten werden könnte, beunruhigt manchen Milchbart in diversen Gamer-Foren. Gamer-Mittelschicht-Parallelgesellschaft sage ich, weil eine gute Zockerkiste kaum unter 2.000 Euro zu haben ist und die Vernetzung und das internetbasierte Multiplayer-Gaming der Clans untereinander auch nicht gerade billig sind und eine materielle Basis von Sohnemann oder vermögenderen Eltern voraussetzt. Hand-Augen-Koordination, Reaktionsschnelligkeit, als auch taktisches Verständnis (Spielübersicht, Spielverständnis) sind nebenbei Skills, die als Sekundärtugenden auch sonst in der alltäglichen Berufskonkurrenz eingesetzt werden können. Ich meine: Die gesellschaftliche Ächtung dieser elektronischen Unkultur sollte deutlich öffentlich artikuliert werden. Vielleicht sollte man das "Computer-Un-Spiel des Jahres" brandmarken und ein besonders empfehlenswertes "PC-Spiel des Jahres" vorbildhaft küren. Ich denke, es gibt das Risiko, dass es für einen Gamer ab einen bestimmten Punkt keinen Weg zurück gibt. Wer "ResistantX" (das ist der Amokläufer von Emsdetten) durch das Internet verfolgte, wird feststellen: Die virtuelle Gewalt der PC-Spiele spiegelt sich irgendwann in Alltagssprache, in Abbildungen, in der Beschaffung von Militaria, Uniformen und Waffen. Die Person inszeniert sich im martialischen Outfit. Es werden Videos produziert und ins Internet gestellt. Spiegelungen von Gewaltbildern, zunächst aus Pixeln, produziert von einer vorfabrizierten Softwaremaschine, dann abgefilmte Gegenständlichkeit mit Digitalkamera und dann - irgendwann - der Ausbruch in die reale Tat. Immer wieder Spiegelungen von Gewalt auf das nächste höhere "Level". Entscheidend ist offenbar nicht "der Einstieg", sondern der Prozess hin zur gewalttätigen Realisierung. Interessant übrigens, dass einige Schüler aus Emsdetten nach dem Amoklauf an ihrer Schule häufig die Formulierung "das habe ich gar nicht realisiert" gebrauchten. Zu untersuchen ist, was die Hemmung zur realen Tat aufhebt. Wie und warum kam es zur Aufhebung der Tötungshemmung in diesem Prozess, das ist und bleibt die Kernfrage. Beim Soldaten hebt seine Unterwerfung unter den (staatlichen) Befehl des Vorgesetzten die Tötungshemmung auf. Es sei denn, er verweigert den Befehl. Was möglich ist. Aber wer oder was hat dem Amokläufer von Emsdetten befohlen, zu töten, sich selbst zu töten. Es fällt auf, dass in der Gamer-Szene weniger von der Wirkung der Tat auf die Opfer und deren Angehörigen die Rede ist, sondern der „arme Täter“ im Fokus stand. Nebenbei: Dieser Täter sprach sich in seinem "Abschiedsbrief" mal eben für die "Vergasung von Nazis, HipHopper, Türken, Staat, Staatsdiener, Gläubige" (...) aus. Der Amokläufer schrieb "(...) einfach alle sind zum kotzen und müssen vernichtet werden! (…) und dann kommen Sie nach Deutschland, dem Sozialamt der Welt, und lassen hier die Sau raus. Sie sollten alle vergast werden!". Die Vermutung liegt nahe, dass es sich hier um einen rechtsradikal-faschistisch geprägten jungen Menschen handelte. Solche Personen sind in "guten" wie in "schlechten" Zeiten wirksame Träger ihrer Ideologie; wegen der tiefen Verwurzelung und ihrer Bedürfnisstrukturen in manchen Gamer-Gruppen scheint hier mit Überzeugungsarbeit wenig auszurichten zu sein, wie ja auch die Abwehrreflexe der Hardcore-Gamer zeigen. Deswegen ist soziale Kontrolle durch politischen Druck auf sie und der Einsatz staatlicher-juristischer Instrumente (d.h. auch Verbote von Killerspielen) notwendig. Nur damit kann ihre Funktion als Träger und Verbreiter solcher Ideologien bekämpft werden. Das Verbot von Killerspielen träfe die Mitte der Gesellschaft.

Peter Hartung
Nidda

Hallo,
ich bin Spieleprogrammierer und programmiere seit 10 Jahren solche sogenannten "Killerspiele". (Nicht nur, aber solche Titel befinden sich auch darunter). Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass solche Spiele doch einen Einfluß auf jüngere Mitmenschen haben kann, allerdings ist dieser nicht so groß und bösartig wie vielleicht angenommen wird. Deutschland hat schon sehr gute Sicherheitsmaßnahmen um die Spiele von Kindern fernzuhalten, daher veröffentlichen wir eher in den Nachbarländern wie Frankreich und Grossbritannien. Probleme machen eher sogennante Suchtspiele, wie World of Warcraft. Solchen Gefahren gilt es sich zu widmen, denn das birgt viel größere Risiken, aber das will wohl niemand da oben hören.

Alexander Thurn
Köln

Allein schon der Name Killerspiele stört mich. Speziell bei Spielen wie Splinter Cell oder eben Counter Strike steht ganz klar eher Taktik und Teamplay im Vordergrund. Geschossen wird da im Vergleich zu Spielen wie Unreal Tournament oder Doom eher wenig. Gerade die Kritiker kennen nur das Wort "Killerspiel", haben sich mit den Games an sich scheinbar überhaupt nicht auseinandergesetzt. Auf W-LAn-Partys oder zu Hause übers Internet mit Kumpeln sind diese Spiele enorm kurzweilig und machen Spaß.99,99% der Spieler wissen genau zwischen Spiel und Realität zu unterscheiden. Ein Verbot ist unsinnig und wirkt recht hilflos,zudem lässt es sich eh nicht kontrollieren da man sich übers Internet mittlerweile so gut wie alles besorgen kann. Mir scheint eher die Frage interessant wie der Täter von Emsdetten an Waffen kam und wie er sich inmitten der Gesellschaft so entfremden konnte.

Frank Scherrer
Beindersheim

Die sog. Diskussion, die vor allem von konservativen Politikern forciert wird, zeigt leider nur, dass 1. Diese Leute keine Ahnung haben 2. Es nicht um Killerspiele oder Killerspieler, sondern um Publicity und 3. um bestimmte Wählerstimmen geht. Zu 1. Die Fakten sprechen gegen einen starken Einfluss von Medienkonsum auf das Verhalten -soweit es überhaupt wissenschaftlich haltbare Fakten gibt. Das psychisch kranke Personen durch Gewaltdarstellungen weiter negativ beeinflusst werden, könnte zutreffen, lässt sich durch ein Verbot aber nicht beheben. Zu 2. Gewaltdarstellung gibt es tagtäglich in den Medien, ohne das eine permanente Debatte geführt wird. Die derzeitige Situation dient den o.g. Politikern nur dazu, sich gegenüber Wählern und der Öffentlichkeit zu profilieren -andernfalls sind die Äußerungen, die man lesen musste, nicht zu verstehen. Zu 3. Stammtische gewinnt man mit Stammtischparolen, wie das funktioniert, wird gerade vorgeführt. Was wäre also zu tun? Wenn man sich (berechtigterweise) Sorgen macht (ich unterstelle aber mal, dass die o.g. Personen das nicht wirklich tun), müsste man Geld für seriöse Forschung und vernünftige Präventivmaßnahmen ausgeben (z.B: für die Umsetzung bestehender Vorschriften und Richtlinien, bessere soziale Absicherung und Betreuung, etc.). Geld haben wir nicht, also wird gezetert und geschrien, um davon abzulenken. Peinlich.
Marc Saric

Ich war selber Jahre lang aktiver PC-Spieler. Angefangen hat das mit 14. Spiele die erst ab 18 gespielt werden dürfen, habe ich mit 16 angefangen. Darunter fielen Q*** 3, Half Life und natürlich Counterstrike, der König der "Killerspiele". Ich habe auch schon seit einigen Jahren die Diskussion verfolgt, sowohl die Seite der Politiker und unwissenden Eltern gehört, sowie auch die der Spielemagazine und Spielehersteller. Ich bin jetzt seit längerer Zeit inaktiv. Aber trotzdem halte ich ein Verbot für nicht sinnvoll. Ich habe durch die lange Spielzeit weder mehr Aggressionen aufgezeigt noch hatte ich Lust in die Schule zu stürmen. Ich bin sehr dafür, bestimmte Spiele erst ab 18 in die Hände von Spielern zu geben. Aber sie ganz zu verbieten würde nichts bringen. Ausser das sich die Erwachsenen Gamer beschnitten fühlen würden. Wenn man nach Schuldigen der derzeitigen Gewaltwelle unter Jugendlichen suchen will, dann sucht man am besten in den Familien. Ich vertrete sogar die These, dass nicht die "Armut" dazu führt, dass Hoffnungslosigkeit entsteht und somit Gewalz. Es ist meist die eigene Dummheit der Leute, die sie dazu verleiten lässt, die Schule zu schwänzen und andere zu drangsalieren nur um "cool" zu sein. Die Spiele sind sicher am wenigsten daran Schuld

Julian Alexis Wolff
Göttingen

Sehr geehrte Sternredaktion,
als Counterstrike-Spieler möchte ich mich zu diesen Thema äußern. Ich bin 32 Jahre und spiele seit fast 7 Jahren Counterstrike. Ich könnte nicht behaupten, dass ein Computerspiel Einfluss auf mein Leben und mein Handeln hat. Es ist ein virtuelle Welt, die auf einem Bildschirm flimmert. Mehr nicht. Trotz meiner Leidenschaft zum spielen habe ich viele soziale Kontakte die ich pflege und auch nicht aufgeben werde. Ich denke es ist nicht das Spiel was junge Menschen zu solchen Taten treibt, sondern eher das soziale Umfeld, in dem diese Menschen aufwachsen. Gerade der Fall in Emsdetten ist ein Beweis für meine Behauptung. Der Junge war ein Einzelgänger. Weder die Lehrer in der Schule, noch die Eltern haben sich darum gekümmert den Zustand zu ändern. Solche Jugendliche laufen natürlich gefahr, sich von einer virtuellen Welt leiten zu lassen. Aber soll man deshalb Ego-Shooter verbieten? Was soll dann noch alles verboten werden?? Actionfilme im Kino und FErnsehen?? Die Tagesschau, in der ebenfalls von Mord und Krieg berrichtet wird?? Ich glaube wir suchen das Problem für solche Taten am falschen Ende. Es ist wichtiger den jungen Menschen Werte, wie Achtung vor den Mitmenschen, beizubringen, als die Schuld bei einem Computerspiel zu suchen. Natürlich ist es leichter für die Politik die Schuld bei einem Spiel zu suchen. Damit kann man sich ganz leicht aus der eigenen Verantwortung ziehen.

Volker Müller
Neuhof

Viele meiner Bekannten spielen solche Spiele und ich habe nicht den anschein das sie hierdurch beeinflußt werden. der unterschied ist aber das diese leute sozial gefestigt und wesentlich älter sind bzw. eine gewisse geistige reife besitzen. Ich denke die Mischung aus gewaltverherlichen Spielen die für fast alle pupertären und heranwachsenden zugänglich sind,Vernachlässigung, Arbeitslosigkeit, Verlust der Bildung und vor allem Perspektivlosigkeit bilden eine sehr gefährliche Mischung und wir züchten so diese meschlichen zeitbomben. eine fatale fehlentwicklung die unsere neue gesellschaft präsentiert. Hier sind die eltern und der jugendschutz gefordert.

Ole Schulze
Wallenhorst

Es gibt ein Spiel, bei dem eine weiße gegen eine schwarze Gang kämpft. Der Spieler befehligt eine der Seiten und muss den Anführer der Gegenseite gefangen nehmen. Dabei ist das einzige Mittel, die gegnerischen Gangmitglieder zu töten, um sich zu deren Anführer vorzukämpfen. Dieses Spiel heißt Schach und ist ohne Altersfreigabe erhältlich. Ob Brett- oder Computerspiel: So weit können Wahrnehmung und wirklicher Spielinhalt auseinander liegen.
Christoph Preißer

Liebe Redaktion!
Immer wenn es zu Gewalttaten von Schülern kommt, geraten Pc-Spiele wie Counterstrike, Doom3 und Half Life ins Geschützfeuer der Medien. Die Politiker packen ihre verstaubten Kampagnen gegen Gewaltspiele wieder aus, die Talkshows und Late-Night-Shows werden überschwemmt von einer Fülle von Informationen, aber eine wirkliche Lösung wird nicht gefunden. Am Sonntag, den 28.11.06 sprach zum Beispiel die Autorin Susanne Frühlich bei Sabine Christiansen davon, Ganztagsschulen einzurichten, damit Kinder neue Interessensgebiete (Sport, Musik, Kunst) erschließen und ihre Zeit nicht mehr am Pc verbringen. Strategiespiele könnten gefördert werden, Gewaltspiele seien zu verbieten. Der Einwand, Counterstrike sei ja auch eine Art von Strategiespiel wurde vernichtend widerlegt. Nun frage ich mich, liegt die Basis der Gewalt wirklich nur oder hauptsächlich bei den Gewaltspielen? Vielleicht nicht eher da, dass die Betroffenen keine Freunde haben, schlecht in der Schule sind und niemanden haben, der ihnen in ihrer Not weiterhilft. Allein in Deutschland haben mehr als 2,6 Millionen Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren Counterstrike schon einmal gespielt - wurden sie alle zu Amokläufern? Ich heiße es nicht gut, Stundenlang täglich Counters oder Terrors zu erschießen, aber ein Spiel zu verbieten, nur um einen Sündenbock zu haben und die Angst der bevölkerung zu dämpfen, ist einfach lächerlich. Zudem würde ein Verbot bei den Möglichkeiten des World Wide Webs eher weniger nutzen; wer ein Programm oder ein Spiel wirklich haben will, der bekommt es heutzutage auch.

Daniel Wiltinger
Bensheim

Es ist reiner Schwachsinn die PC Games für die schrecklichen Taten verantwotlich zu machen. Man könnte damit genauso sagen. Die Täter von Erfurt und Emsdetten haben 24 Stunden vor der Tat Brot konsumiert ..folgerung -> verbietet Brot ! Es ist eine Gesellschaftliche Frage ! "Das einzigste was ich intensiv in der Schule beigebracht bekommen habe war, das ich ein Verlierer bin" Dieser Satz sagt wohl alles aus, Gewalt, Hass, Mobbing ist in der Schule tagesordnung und solange diese Probleme nicht gelöst worden sind, darf man nichts dergleichen auf einen dritten Faktor schieben! Shooter sind nur SPIELE in denen man Gewalt irreal erlebt, distanziert.. aber Schule & Mobbing sind gewalt die man Real erlebt, die man Spürt und die einen jungen Menschen brechen können

Veith Hummel
Bad Soden-Salmünster

Sollen Killerspiele verboten werden? Nein.Warum nicht?Weil diese Spiele erstens durch den Entwickler, zweitens durch USK oder ähnliche Institutionen für bestimmte Alterstufen eingestuft werden und das zu Recht. Die Verantwortung liegt hier ganz eindeutig bei dem Handel bzw bei den Aufsichtspersonen der jeweiligen Spieler, die kontrolieren müßen, wer und vor allem was gespielt wird. Der Mangel an Kontrolle aus Profitgier (Jugendliche kaufen im Handel Spiele, die sie eigentlich nicht erstehen dürften, was dem Handel schliesslich egal ist, den Geld ist Geld), fehlende Kontrolle der Erziehenden aus ?Zeitmangel? oder was auch immer, (der Bub ist in dieser Zeit wenigstens "aufgeräumt") führen zu einem übermäßigen und inadäquaten Genuß solcher Spiele und das in Verbindung mit sozialen Problemen zu Katastrophen. Aber wie so oft in unserem Staat will man hier Syptome bekämpfen, und nicht die Ursache. Bessere Familienpolitik, Unterstützung kinderreicher Familien, mehr Angebote an Jugendliche, bessere Integration von sozial schwächeren, mehr Kommunikation an und um Schulen, all das kann zu einer Vermeidung von solchen Greueltaten führen, ist aber ungleich schwerer als die medien-wirksame Überschrift "Killerspiele machen Massenmörder" und die Verteufelung eines Genres. Gewalt und Horror sind nicht jugendfrei aus vielerei Gründen, der zumindest theoretische Schutz hierfür existiert schon, wieso also nicht auch gleich Horrofilme verbieten, Schützenvereine schließen, in der Schule das berühmte "Völkerball" abschaffen (bei dem auch mit "Kugeln" auf andere "geschossen" wird mit dem Ziel diese aus fem Spiel zu nehmen) usw.Plaktive Parolen veröffentlichen, "Experten" in Diskussionsrunden, die in ihrem Leben noch nicht einmal einen Pc selbst eingeschaltet haben, Moralapostel die mit erhobenem Zeigefinger auf diese Spiele zeigen ohne in Betracht zu ziehen, wieviele Jugendliche/Erwachsene diese Spiele spielen, ohne auch nur einmal in Ihrem Leben jemanden anderem Leid zugeführt zu haben, \r\nwollen also unserem Land weiss machen, was die Ursache für die Amokläufe war. Na Bravo. Fragt doch mal die Eltern der Übeltäter, die Lehrer, die Mitschüler, die Freunde, die Antworten ähneln sich in vielerei Hinsicht. Und diese Antworten enthalten in den meisten Fällen schwerwiegendere Problem, als eben diese Killerspiele. Denn darum geht es nicht. Jugendliche mit Problemen, keiner hört Ihnen zu, keine Bestätigung was immer sie auch machen führen zwangsläufig zu einer Suche nach Befriedigung in anderen Bereichen. Früher waren das Sportvereine, etc pp, aber das kostet Überwindung, alleine schon das Haus zu verlassen. Den PC anschalten, das ist einfach. Warm, trocken, gemütlich, Kühlschrank und Aschenbecher in Reichweite, los gehts. Und genau an diesem Punkt sollten Eltern/Angehörige/Freunde eingreifen. Nur wie, bei famlienfeindlicher Politik, z.b beide Elternteile müßen arbeiten um über die Runden zu kommen usw. Diese Problem sind nunmal viel schwieriger zu lösen als ein Verbot mal eben zu beschließen. Wer glaubt mit einem Verbot etwas erreichen zu können, der irrt. Verantwortungsvoller Umgang mit Computerspielen, Aufklärung und vorhandenes reales Leben sind ungleich wichtiger als "Parolen-Politik".

Michael Heller
Heidelberg

Ich kann an dieser Stelle nur eine Argumentation wiederholen, wie Sie schon so oft geführt wurde: Mit dem Verbot von "Killerspielen" wird nicht das Problem bekämpft sondern nur ein möglicher Auslöser. Mit der gleichen Begründung könnte man auch Schützenvereine verbieten oder sich fragen warum die psychologischen Anforderungen an Bewerber bei der Bundeswehr herabgesetzt werden. Ich spiele selber Killerspiele und bin mir des Inhalts bewusst und kann dort auch nichts beschönigen. Doch ich wurde auch bei der Bundeswehr an der Waffe ausgebildet und dies in einem Alter in dem ich mich als noch sehr formbar und beeinflussbar bezeichnen würde. Die Faszination die dabei von einer realen schweren Handfeuerwaffe ausgeht ist doch wesentlich größer als jede, die von einer virtuellen Waffe ausgehen könnte. Doch zum Schluss möchte ich mir noch einen zynischen Ausflug erlauben, Bei der Bundeswehr wurde mir nicht vorrangig das töten beigebracht, sondern das verletzen des Gegners, denn wie hat es ein Feldwebel verdeutlicht: Ein Toter Gegner macht nichts mehr, aber ein schreinder verletzter Gegner demoralisiert seine Kameraden und bindet bei der Bergung bis zu 2 Feindkräfte.

Holger Aarnink

Hallo,
weil ich selber 7 Jahre lang Computerspiele gespielt habe die die Spieler mit Gewalt konfrontieren glaube ich etwas über dieses Thema sagen zu können. Sicherlich ist der soziale Faktor bei Computer spielen sehr schwach, was aber nur gillt wenn man alleine in seinem Zimmer sitzt und das den lieben langen Tag ausübt. Gemeinschaftlich am Computer zu sitzen und seinen Spass zu haben ist nichts anderes als Abends einen zusammen trinken zu gehen. Die Thematik der Computerspiele ist nicht umbedingt der entscheidende Faktor daher ist es für mich sicher das die Computerspiele nicht der Grund für gewalttätige Handlungen ist. Es ist viel mehr das soziale Umfeld.
Florian Leicht
München

Ich finde PC-Games unterhaltsam und einfach faszinierend, was die Machbarkeit anbetrifft. In Spielen kann man in Rollen schlüpfen, die es im realen Leben so nicht gibt. Spiele gibt es seit Menschengedenken, sie dienen zur Vorbereitung auf Lebenssituationen. Aber ich denke, das es primär gar nicht um Spiele geht. Es geht um Menschen, im Besonderen um diesen jungen Mann, der in seiner persönlichen Verzweiflung eine schlimme Tat vollbracht hat, ein Befreiungsschlag, an dessen Ende der Selbstmord stand, weil er in diesem Moment erkannt hat, daß das was er getan hat, keine andere moralische Lösung zuließ. Er war für eine kurze Zeit befreit und dann lastet eine riesen Schuld auf Ihm. Ein Dilemma! Unsere Gesellschaft (und insbesondere die Personen, die wir in Vertretung unseres Gewissens und unserer Wertedefinition gewählt haben) hat versagt. Versagt in der Vermittlung unserer werte, die unsere Gesellschaftsform auszeichnen. Es ist ein sehr vielschichtiges Thema, daß sich nicht in wenigen Sätzen ausdrücken läßt. Meiner Meinung nach reduziert sich in unserer Gesellschaft alles nur noch auf den schnöden Mammon, ein Freikaufen von Verantwortung und Moral, insbesondere durch unsere Vertreter im der Regierung. Aber Verantwortung und Moral kann man nicht kaufen, sondern man muß diese entwickeln, vermitteln, vorleben, dahinterstehen, erkennen, benennen! Nehmen Sie die jungen Menschen mit, sprechen Sie mit Ihnen, geben sie ihnen das Gefühl der Wertegemeinschaft und der Zugehörigkeit zu derselben. Geben sie ihnen Chancen und helfen sie wo sie nur können um diese jungen Menschen in die richtige Richtung zu führen. Geben sie ihnen kein Geld, sondern Zuwendung, Interesse, Hilfe und Beistand, ein offenes Ohr, ein Gespräch eine individulle Lösungsfindung. Sie werden sehen, daß dies weniger Kostet als sie glauben!

Stephen Wüstenberg
Wiesbaden

Also als erstes muss ich mal sagen, dass ich auch einer dieser "potenziellen Amokläufer", wie sie immer so schön genannt werden, bin. Ich finde das die ganze Diskussion total unnötig ist. Erstens mal kommt das Thema, dass man "Ballerspiele" verbieten sollte eh immer nur dann auf wenn mal wieder was passiert ist, und die medien nichts besseres zu schreiben haben. Nach ein paar Wochen ist die Diskussion dann wieder abgeklungen und sie kommt erst wieder nach dem nächsten Vorfall auf den Tisch. Jetzt ist natürlich die Frage warum verschwindet dieses Thema immer wieder so schnell aus den Nachrichten? Ganz einfach weil es einfach keinen plausiblen Grund gibt diese Spiele zu verbieten. Es ist nämlich so, dass bei jedem dieser Jugendlichen einfach solange auf seim Computer gesucht wird, bis man dann endlich mal ein Spiel gefunden hat, das man als "Ballerspiel" bezeichnen kann. Nach anderen Ursachen für die Tat wird eh nicht gesucht. Was ist zum Beispiel im letzten Fall mit der Tatsache das der Täter in einem Club war der sich im Wald trifft und mit Softair-Pistolen Krieg spielt. Diese Tatsache wird zwar in den Berichten erwähnt aber nur so nebenbei. Geht ja auch nicht anderst sonst könnte man ja nicht den Computerspielen die ganze Schuld geben. Oder was ist mit der Tatsache das ich mir meine Waffen ganz einfach über das Internet bestellen kann? Dafür interssiert sich auch niemand. Das tut ja auch alles nichts zur Sache da ein Mensch ja nur durch das Computerspielen zum "Killer" werden kann. Ein viel größeres Problem sehe ich in unserer Gesellschaft an und für sich. Es werden einfach viel zu viele Menschen isoliert. Das ist ein viel größeres Problem denn ist man in unserer Gesellschaft erst einmal isoliert kommt man nicht bzw nur sehr schwer wieder in das gesellschaftliche Leben zurück. Hinzu kommt das man wenn man den Fernseher einschaltet mehr Gewalt sieht als in jedem Computerspiel. In den Nachrichten kommen ja nur noch Meldungen über irgendwelche Attentate und Kriege. Und das Abendprogramm besteht auch nur noch aus Filmen bei denen mindestens Einer stirbt. Aber zum Glück trägt das ja alles nichts zu der Entwicklung eines Menschen bei, außer natürlich er spielt "Ballerspiele"!!! Zum Schluss noch eine kleine Provokation: Verbietet doch mal alle Schützenvereine!! Schließlich lernt man ja hier das Schießen!

Dennis Brunner
Karlsdorf-Neuthard

Es ist immer wieder interessant, wie oft über das gleiche Thema diskutiert werden kann. Es passiert etwas, man hat keine Lösung parat (ist zudem noch völlig ratlos) und dann wird etwas oder jemand als einzig Schuldiger festgestellt, der sich am wenigsten wehren kann. Hier sind es dann halt die "bösen" Ego-Shooter, die jemanden zu so einer Tat treiben. Gibt es auch noch traurigere Analysen für eine Gesallschaft, als diese?

Michael Evitan
Lindau

Von einem Verbot dieser Viedeospiele halte ich überhaupt nichts,denn ich bin der festen Überzeugung das Verbote, wie auch am Beispiel des Drogenmissbrauches zu sehen ist, nicht greifen. Ich bin auch der Meinung das wenn etwas verboten ist, das Ganze für einen Jugendlichen noch interesanter macht, und es gibt immer Mittel und Wege Verbote zu umgehen. Hier glaube ich das es hier ganz besonders auf die Aufmerksamkeit, Sorgfalt, Zeit und Liebe ankommt die die Eltern ihren Kindern schenken.

Tobias Neitz
Alcobendas, Spanien