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Wasserdicht, bessere Kamera, mehr Speicher: Das ist neu beim Galaxy S7

Das Samsung Galaxy S7 wurde offiziell vorgestellt – und protzt mit einer Super-Kamera, einem flinken Prozessor und neuem Bildschirm. Wir sagen, ob sich das Warten gelohnt hat.

Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge

Das Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge

Samsung hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona seine neuen Smartphone-Flaggschiffe vorgestellt: das Galaxy S7 und das Galaxy S7 Edge. Mit beiden Geräten wollen die Südkoreaner nicht nur Apple Paroli bieten, sondern auch die zuletzt erstarkte Android-Konkurrenz in die Schranken weisen. Dafür spendiert Samsung seinen neuen Geräten fast alles, was der Technik-Markt derzeit zu bieten hat und merzte einige Kritikpunkte der Vorgänger aus. So wurde die Akkulaufzeit erhöht und der microSD-Slot feiert sein Comeback. Doch hat sich das lange Warten der Fans gelohnt?

Rasend schneller Prozessor

Samsung setzt erneut auf eine Doppelspitze: Am 11. März kommen zeitgleich das Galaxy S7 (Test) und das Galaxy S7 Edge auf den Markt. Optisch orientieren sie sich stark an den Vorgängern, die neuen Handys bestehen wieder aus Metall und Glas. Nur Kleinigkeiten haben sich verändert: Die Rückseite mit abgerundetem Glas lässt das Smartphone besser in der Hand liegen, die Kamera ragt nur noch rund einen halben Millimeter aus dem Gehäuse hervor, weil das Gehäuse etwas dicker wurde.

Beide Geräte sind technisch identisch ausgestattet, im Inneren steckt jeweils Samsungs hauseigener Achtkernprozessor vom Typ Exynos 8890, der auf vier Gigabyte Arbeitsspeicher zugreifen kann. Der Prozessor soll nochmal 30 Prozent schneller sein als der ohnehin flinke Vorgänger. Davon profitieren vor allem Gamer, und damit das Smartphone nicht zu heiß wird, hat Samsung dem Chip eine Wasserkühlung spendiert.

Galaxy S7 mit Always-on-Screen

Unterschiede gibt es beim Display. Der plane Bildschirm des "normalen" S7 misst 5,1 Zoll, damit dürfte es für die meisten Nutzer das Modell der Wahl sein. Das Galaxy S7 Edge mit seinen zu beiden Seiten hin abgerundeten Bildschirmkanten hat dagegen einen 5,5-Zoll-Bildschirm und eignet sich eher für große Hände. Großartige Vorteile bieten die abgeschrägten Kanten übrigens nicht, sie machen das Telefon aber zu einem echten Hingucker!

Beide Bildschirme sind knackscharf (Auflösung: 2560 x 1440 Pixel) und bieten – wie auch das wenige Stunden zuvor präsentierte LG G5 – eine Always-on-Funktion. Das heißt, dass auch im Standby-Modus wichtige Informationen wie die Uhrzeit, eingegangene Nachrichten oder sogar ein Bild angezeigt werden können. Die 3D-Touch-Technologie des iPhone 6s, durch die der Bildschirm unterschiedliche Drückstärken erkennt, beherrscht das Galaxy S7 leider nicht.

Galaxy S7 ist wasserdicht

Keine Angst im Regen: das Galaxy S7 ist wasserdicht

Galaxy S7: Wasserdicht und microSD-Slot

Was viele Fans freuen wird: Gleich zwei Kritikpunkte des Galaxy S6 hat Samsung ausgemerzt. So besitzt das Galaxy S7 wieder einen microSD-Slot, mit dem der interne Speicher um bis zu 200 Gigabyte aufgestockt werden kann. Ebenfalls ein echter Pluspunkt: Das Galaxy S7 ist wasser- und staubgeschützt (IP68-Zertifizierung). Das Handy kann also auch mal in die Wanne fallen, ohne dass es ernste Schäden davonträgt. Spätestens jetzt dürften iPhone-Besitzer neidisch herüberschielen.

Der Akku ist zwar weiterhin nicht wechselbar, Samsung hat der 7er-Baureihe aber zumindest größere Batterien spendiert. Der Akku des S7 hat eine Kapazität von 3000 mAh, das Edge sogar 3600 mAh. Geladen werden die Telefone entweder kabellos mit einem speziellen Charging Dock oder via Micro-USB.

Auf den neuen USB-C-Standard hat Samsung erneut verzichtet, weil der Anschluss und die dazu passenden Geräte noch nicht weit genug verbreitet seien. Allerdings hätte Samsung hier ruhig Vorreiter sein können, um die Technologie voranzutreiben.

Das Galaxy S7 hat wieder einen microSD-Slot zum Erweitern des internen Speichers

Das Galaxy S7 hat wieder einen microSD-Slot zum Erweitern des internen Speichers

Kamera noch besser

Die Rückkamera knipst mit 12 Megapixeln. Das klingt zunächst nach einem Rückschritt, denn das S6 hatte bereits 16 Megapixel zu bieten. Doch die Zahl der Pixel ist nicht alles, viel wichtiger ist die Qualität des Sensors – und hier will Samsung eine ordentliche Schippe draufgelegt haben.

Durch die Dual-Pixel-Technologie funktioniert der Autofokus der Kamera deutlich schneller. Und der große Sensor soll, kombiniert mit der lichtstarken f1.7-Blende und dem optischen Bildstabilisator, auch bei schwierigen Lichtverhältnissen für tolle Bilder sorgen, ohne ein zu starkes Bildrauschen zu produzieren. Zudem sollen die größeren Pixel (30 Prozent größer als im iPhone 6s Plus) die Bildqualität zusätzlich erhöhen. Wir sind gespannt, ob Samsung die vollmundigen Versprechen halten kann, denn schon das Galaxy S6 war eines, wenn nicht sogar das beste Kamera-Smartphone des Jahres.

Kleiner Wermutstropfen: Auf der Frontseite gibt es kein Blitzlicht für besser ausgeleuchtete Selfies. Samsung geht einen ähnlichen Weg wie Apple und setzt auf einen Display-Blitz. Sprich: Kurz vor der Aufnahme wird das Display sehr hell, sodass das Gesicht des Nutzers besser ausgeleuchtet wird. An ein richtiges Blitzlicht kommt das aber nicht heran.

Als Betriebssystem kommt Android 6.0.1 Marshmallow zum Einsatz, über das Samsung die gewohnte TouchWiz-Oberfläche gestülpt hat.

Galaxy S7 erscheint am 11. März

Das Galaxy S7 kommt am 11. März in vier Farben: Gold, Silber, Weiß, Schwarz. Konkrete Preise hat Samsung noch nicht genannt. Ein angebliches Saturn-Prospekt, das im Vorfeld durchgesickert ist, spricht von einem Einführungspreis von 699 Euro.

Fazit: Solide Weiterentwicklung

Mit dem Galaxy S7 hat Samsung das Rad nicht neu erfunden, abgefahrene Funktionen wie das austauschbare Modul beim LG G5 sucht man vergebens. Das war aber auch gar nicht nötig, stattdessen hat Samsung an den richtigen Stellen nachgebessert. Der Akku ist jetzt ausdauernder, die Kamera besser, der Speicher nachrüstbar und wassergeschützt ist das Gerät auch noch. Ob das Gerät auch im Alltags-Test überzeugen kann, lesen Sie im März beim stern.

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