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Warum wir nur noch Brühe trinken sollten

Es ist der heißeste Trend aus den USA, der rundum gesund sein soll. Nein, es geht um kein neu entdecktes Wundermittel, sondern um Brühe.

Brühe

Auch in Kanada gibt es broth, also Brühe auf Englisch. Bei "Healthy Butcher" in Toronto.

Es ist schon verrückt, wenn Altbewährtes plötzlich wieder Trend wird. Aber genau das ist hier passiert. Es soll Gewebe und Knochen aufbauen, gegen Entzündungen helfen, Stimmung und Schlaf verbessern und überhaupt rundum gesund sein. Dabei geht es hier keinesfalls um ein neu entdecktes Wundermittel, sondern einfach nur um Brühe. In der Regel wird diese aus gekochten Knochen gewonnen.

Zwar war sie auch in Uromas Küche schon allgegenwärtig, jetzt ist sie aber hip und wird gern "broth" genannt, also Brühe auf Englisch. Entstanden ist der Trend - wie so viele - in New York. Dort standen die Menschen Schlange vor Brodo, eine Suppentheke im East Village in Manhattan, um einen Pappbecher mit Brühe zu erhalten. Von dort ist der Trend nach Europa geschwappt: An Londoner U-Bahn-Stationen etwa verkauft "bone tea" Hühner-, Rinder- und vegane Brühe in Coffee-to-go-Bechern, bis vor kurzem gab es sogar eine Pop-up-Broth-Bar in Berlin.

Brühe ist hip, aber warum Schlange stehen?

Warum aber das Schlange stehen für Brühe, wenn man sie doch so leicht selber machen kann. Natürlich braucht man dafür Zeit, was viele heutzutage nicht mehr haben. Aber es lohnt sich allemal. Denn wer keine Lust hat, einfach nur Brühe zu schlürfen, kann diese als Basis für Suppen und Saucen verwenden. Oder aber in großen Mengen zubereiten und einfrieren. Dann hat man immer frische Brühe bzw. Fonds zum Kochen im Haus, und muss nicht auf Brühwürfel zurückgreifen.

Rezept für broth oder Brühe

Zutaten:

  • 3-4 kg Bio-Knochen (Rinder-, Kalbs-, Hühner- oder Entenknochen
  • 500 g Sellerie
  • 1 kg Zwiebeln
  • 500 g Möhren
  • 4 Lorbeerblätter
  • 8 Knoblauchzehen
  • Frischen Thymian
  • 2 EL Meersalz
  • 50 ml Apfelessig

Zubereitung:

Für ein besonders intensives Aroma sollte man die Knochen vorher 20 bis 30 Minuten im Ofen bei 250 Grad Celsius rösten.

Dann die Knochen im Topf auf dem Herd mit kaltem Wasser bedecken, mindestens jedoch drei bis vier Liter Wasser verwenden, zum Kochen bringen und bei geringer Hitze sechs Stunden schmoren lassen. Schaum und Fett an der Oberfläche abschöpfen. Danach alle anderen Zutaten zu den Knochen geben. Weitere acht Stunden köcheln lassen, von der Herdplatte nehmen und die Brühe durch ein feines Sieb filtern.

Jetzt so schnell wie möglich runterkühlen und portionieren. Frisch hält sich die Brühe bis zu fünf Tagen. Sie können sie aber auch einfrieren und bei Bedarf verwenden. Die entstandene Fettschicht auf der Oberfläche einfach abschöpfen.


dsw/DPA
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