Chronischer Spannungskopfschmerz tritt in vielen Varianten auf. Er kann nur wenige Minuten anhalten, aber auch mehrere Tage. Er tritt unabhängig von der Tageszeit auf, morgens plagt er die Betroffenen nicht häufiger als abends. Die Leidgeplagten beschreiben den Schmerz als leicht bis mäßig stark. Oft zieht er vom Nacken auf, um dann über den Hinterkopf weitere Regionen des Kopfes zu überziehen. Dabei können beide Seiten befallen sein. Die Geplagten haben das Gefühl, sie könnten nicht klar denken, ein Stahlband schnüre den Kopf ein oder eine schwere Last läge auf ihm. Manche fühlen sich dabei benommen.
Anders als bei der Migräne soll all dies nicht von Sport und Bewegung abhalten. Die meisten Menschen mit Spannungskopfschmerzen gehen weiter zur Arbeit, auch wenn es ihnen schwer fällt. Wenn gar nichts mehr geht, lassen sie sich krankschreiben - und sie bleiben es dann oft sehr lange.
Bei Menschen mit Spannungskopfschmerzen kann das eine Übel oft ein anderes nach sich ziehen:
Erspart bleibt den Betroffenen, was Menschen mit Migräne oft quält: Seh- und Sprachstörungen sowie Erbrechen. Dafür haben 64 Prozent der Menschen mit chronischen Spannungskopfschmerzen zusätzlich eine psychische Krankheit, meistens eine Depression oder eine Angststörung.
Früher gingen Mediziner davon aus, dass Verspannungen an der Halswirbelsäule für das Kopfweh verantwortlich sind. Daher der Name: Spannungskopfschmerz. Heute ist bekannt, dass eine Muskelverspannung nur einer von vielen möglichen Auslösern ist. Spannungskopfschmerzen können hervorgerufen werden durch:
Sind die Spannungskopfschmerzen bereits im chronischen Stadium, machen sie sich selbständig: Sie kommen auch ohne einen inneren oder äußeren Anlass.