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Die Familie eines Jungen, dessen Penis bei einer Beschneidung versehentlich verstümmelt wurde, hat von einem US-Gericht eine Entschädigung zugesprochen bekommen.
Ein 13-jähriges Mädchen ist im Jemen kurz nach ihrer erzwungenen Hochzeit an einer Vaginalblutung gestorben. Im islamischen Land werden Mädchen oft mit viel älteren Männern vermählt.
Die brutale Praktik ist zwar fast überall verboten, trotzdem werden pro Jahr bei zu drei Millionen Mädchen die Genitalien beschnitten - vor allem in Afrika und im Mittleren Osten. Nur langsam gelingt es, die blutige Tradition zurückzudrängen.
Obwohl die Beschneidung fast überall verboten ist, ist sie noch in mindestens 26 afrikanischen Ländern und im Jemen verbreitet. Täglich werden weltweit mehr als 8000 Mädchen an ihren Genitalien beschnitten.
Während andere Kinder es kaum erwarten können, bringen die Schulferien kenianischen Mädchen Leid und Qual. Bei den Massai ist nun die Zeit der Zwangsbeschneidungen. Ohne Narkose werden die Genitalien verstümmelt, und noch immer sterben dabei ein Drittel der Mädchen. Viele verlassen ihre Eltern, um dem grausamen Ritual zu entrinnen.
In Kenia sind derzeit hunderte Mädchen auf der Flucht. Sie fliehen vor ihren eigenen Familien und vor Schmerzen, denn momentan ist bei den Massai die Zeit für Zwangsbeschneidungen, bei denen die Genitalien der Mädchen ohne Narkose verstümmelt werden.
Sie senkt das Risiko, sich mit dem Aids-Virus anzustecken, und kann Schmerzen und Entzündungen ein Ende machen: Aus medizinischer Sicht hat die Beschneidung viele Vorteile. Viele Männer schrecken dennoch zurück - doch langsam scheint sich die Meinung zu wandeln.
Eine Beschneidung senkt das Risiko einer Infektion mit dem Aidsvirus HIV bei Männern auf ein Sechstel - aus biologischen und nicht aus verhaltensbedingten Gründen.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Beschneidungen das Risiko einer HIV-Infektion um 60 Prozent senken. Die WHO will die Beschneidungen nun in großem Umfang fördern, wartet aber auf den Ausgang zweier Studien.
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