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Das Schauspielerehepaar Martin Wuttke und Margarita Broich verfolgt bei der Erziehung ihrer beiden Söhne kein sonderlich strenges Konzept.
Die Staatsanwältin deckt den Mörder, der Drogenfahnder wirtschaftet in die eigene Tasche, und ein suspendierter Polizist bedroht Informanten mit der Pistole - bei ihrem dritten Fall musste das Leipziger Ermittler-Duo Saalfeld und Keppler vor allem den eigenen Stall ausmisten.
Ob Täter, Opfer oder Kommissare, der Leipziger "Tatort" wächst sich zum reinsten Beziehungsdschungel aus. Das "Rendezvous mit dem Tod" erwischt Andreas Keppler beinahe selbst, er bekommt es mit sadistischen Serienkillern zu tun. Und retten kann ihn nur eine.
Mit seiner Wessi-Arroganz hat sich der neue Chef der Leipziger Verkehrsbetriebe kaum Freunde gemacht. Nach einer Betriebsfeier wird er tot im Kofferraum eines Wagens gefunden. Für die Kommissare Eva Saalfeld und Andreas Keppler ein vertrackter Fall, der deutsch-deutsche Befindlichkeiten offenbart.
Starauflauf in Berlin: Quentin Tarantinos Weltkriegs-Märchen "Inglourious Basterds" hat am Potsdamer Platz Deutschlandpremiere gefeiert. Der Regisseur und Stars wie Brad Pitt, Christoph Waltz und Diane Kruger wurden von Fans und Gästen lauthals bejubelt.
Ausnahmekünstler sind sie beide: Jonathan Meese, der Maler und Performance-Künstler, und Martin Wuttke, der Schauspieler. Die beiden versuchen in Neuhardenberg, Genie und Wahnsinn auf die Spur zu kommen - mit einer eigenwilligen Version von Nietzsches "Zarathustra".
Ein tiefes Unbehagen hinterlässt dieser Krimi: Das Mordopfer war zugleich Täter, ein Despot, der Familie und Umfeld terrorisiert hat. Der Leipziger "Tatort" namens "Schwarzer Peter" zeigt häusliche Gewalt mit schockierenden Details und eine Kommissarin mit Wut im Bauch.
Ein mordender Psychopath ist für jeden Krimi eine sichere Sache. Denn die Geschichte erzählt sich wie von selbst. So auch beim neuesten "Tatort" aus Leipzig, der nicht mehr oder weniger ist, als eine solide Serienmörderjagd.
Autoschieberei, Erpressung, Raub - die Motive für einen Mord können so simpel sein. Im Leipziger "Tatort" "Nasse Sachen" ist der Auslöser für die Bluttaten jedoch weitaus komplexer. Der Pfingstmontag-Krimi vergaloppiert sich aber ganz gewaltig in der Vergangenheit von Hauptkommissarin Eva Saalfeld.
Immer wieder sonntags schnappt der "tv-terrier" zu. Im Kurznachrichtendienst Twitter bewertet er dann den aktuellen "Tatort". Während die Live-Kritik immer mehr Fans bekommt, liest die ARD (noch) nicht mit.
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