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11. März 2009, 19:55 Uhr

Tim K. erschoss sich selbst

Erschütternde Bilanz des Amoklaufs in Winnenden: Der 17-jährige Tim K. hat in der Albertville-Realschule neun Schüler und drei Lehrer getötet. Auf der Flucht nahm er drei weiteren Menschen das Leben. Schließlich schoss er sich nach einem Feuergefecht in den Kopf. Das schnelle Eintreffen der Polizei an der Schule verhinderte möglicherweise noch mehr Opfer.

Amok, Schule, Winnenden, Amoklauf, Stuttgart, Baden-Württemberg

Der Amokläufer, als er noch ein Kind war: Tim K. im Jahre 2003© Avanti/Ralf Poller

Entsetzen und Fassungslosigkeit in der baden-württembergischen Kleinstadt Winnenden: Ein 17-jähriger Amokläufer hat am Mittwochmorgen in der Albertville-Realschule und auf der Flucht 15 Menschen erschossen, ehe er nach einer Verfolgungsjagd von der Polizei im 40 Kilometer entfernten Wendlingen gestellt wurde und sich das Leben nahm. Ein Polizeisprecher korrigierte am Nachmittag frühere Angaben, wonach es insgesamt 17 Opfer gegeben habe, und machte einen Übermittlungsfehler dafür verantwortlich.

Später berichtete die Polizei, wie Tim K. seine Opfer getötet hat. Er schoss nicht wild um sich, sondern richtete mit seiner 9-Milimeter-Pistole acht Schüler per Kopfschuss. Er sei gezielt in eine neunte und eine zehnte Klasse gegangen, habe also 15- und 16-jährige Schüler getötet. In diesen Klassen sei seine Identität bekannt gewesen.

Auch korrigierten die Beamten die Informationen, wonach Tim K. erschossen wurde. Die Polizisten hatten ihn vor einem Autohaus in Wendlingen bei einem Schusswechsel am Bein getroffen. Daraufhin habe er sich mit einem Kopfschuss selbst gerichtet. Zuvor hatte er zwei Polizisten verletzt.

Gekidnappter Autofahrer informierte die Polizei

Tim K. hatte um 9.30 Uhr in schwarzer Militärkleidung seine ehemalige Schule Schule in Winnenden betreten. Nachdem der 17-Jährige neun Schüler und drei Lehrer getötet hatte, flüchtete er zu Fuß in die Innenstadt und schoss auf zwei Passanten, davon wurde einer getötet, der andere verletzt. Anschließend habe der Täter einen Autofahrer gezwungen, ihn in Richtung Wendlingen im Landkreis Esslingen zu fahren, hieß es.

An einer Bundesstraße nahe einer Autobahnauffahrt ließ Tim K. den Angaben zufolge den Wagen und den Fahrer zurück. Dieser informierte die Polizei darüber, dass der Amokläufer zu Fuß in Richtung des nahegelegenen Industriegebietes unterwegs sei. Tim K. drang in ein VW-Autohaus ein und erschoss dort einen Angestellten und einen Kunden. Nachdem er das Gebäude verlassen hatte, kam es zu oben beschriebenem Schusswechsel.

Tim K. stammte aus Weiler zum Stein, das zu Leutenbach gehört. Er hatte nach Polizeiangaben die Realschule mit einem Abschluss verlassen, gerade eine Ausbildung begonnen und sei völlig unauffällig gewesen. Der Vater, Mitglied im Schützenverein, besitze legal mehrere Schusswaffen, eine davon sei bei der Hausdurchsuchung nicht gefunden worden. Die Eltern wurden nach Angaben der Polizei am Nachmittag von Beamten vernommen. Außerdem untersuchte die Spurensicherung das Haus. Die Tatwaffe stammte aus dem Bestand des Vaters. Die Tür zum Waffenschrank war nach Polizeiangaben nicht verschlossen.

Ein ehemaliger Klassenkamerad beschrieb Tim K. als Einzelgänger. "Er saß den ganzen Tag eigentlich nur daheim vor dem Computer", sagte Mario H. dem Sender Hit-Radio Antenne 1. Der 17- Jährige sei ein "zurückhaltender, ruhiger Typ" gewesen. "Ich hätte vor ihm andere, ehemalige Klassenkameraden vermutet, als ich den Namen noch nicht gehört hatte." Seit er elf, zwölf Jahre alt war, habe der Amokläufer "diese Spielzeugwaffen, diese Softair" gehabt, berichtete Mario H. "Manchmal auf dem Spielplatz hat er mit anderen aus der Klasse oder aus der Umgebung aufeinander geschossen."

Über das Motiv des Amokläufers kann bisher nur gerätselt werden. Ob er sich möglicherweise von dem Amoklauf im US-Bundesstaat Alabama, wo in der Nacht zu Mittwoch elf Menschen getötet wurden, beeinflussen ließ, ist unklar.

"Ein Tag der Trauer für ganz Deutschland"

Politiker reagierten entsetzt. Bundespräsident Horst Köhler sagte in einer ersten Reaktion: "Mit Entsetzen und Trauer haben meine Frau und ich von dem Amoklauf in Winnenden erfahren. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien und Freunden. Wir fühlen uns mit ihnen in diesen schweren Stunden tief verbunden." Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sprach von einer "grauenvollen und in keiner Form erklärbaren Tat". Er drückte den betroffenen Eltern und Mitschülern sein Mitgefühl aus: "Betroffen ist ganz Baden-Württemberg." Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich fassungslos: "Es ist ein Tag der Trauer für ganz Deutschland."

Rund 1000 Einsatzkräfte hatten nach dem Amoklauf versucht, den Täter zu finden sowie Schüler und Passanten in Sicherheit zu bringen. Die Realschule, die von 580 Schülern besucht wird, wurde evakuiert, das Gebiet weiträumig abgesperrt. Auch Teile der Innenstadt wurden abgesperrt. Die Polizei forderte Autofahrer auf, keine Anhalter mitzunehmen.

"Die ganze Stadt gleicht einer Festung", schilderte ein Augenzeuge die Situation. "Es herrscht blankes Entsetzen." Auf dem angrenzenden Gelände einer psychiatrischen Klinik fielen ebenfalls Schüsse. "Ich habe sechs bis sieben Schüsse gehört. Ich darf meine Station nicht mehr verlassen", sagte eine Sprecherin der Klinik. Auch andere Augenzeugen berichteten von Schüssen und Schreien. Eine Schülerin sagte, sie habe zunächst an einen üblen Scherz gedacht. Dann habe sie gesehen, wie andere aus dem Fenster gesprungen seien. Dann sei sie auch losgerannt.

Schnelles Eintreffen der Polizei verhinderte offenbar weitere Opfer

Nach Angaben von Innenminister Heribert Rech (CDU) bot sich den beiden Interventionsteams der Polizei in Winnenden Augenblicke nach dem Notruf ein "grauenvolles Bild" in der Schule. Sie hätten in dem Gebäude die neun toten Schüler im Alter von 14 und 15 Jahren und drei toten Lehrerinnen, darunter eine junge Referendarin, aufgefunden. Rech erklärte, dass bereits zwei Minuten nach dem ersten Notruf Beamte an der Schule gewesen seien. Damit habe man möglicherweise noch mehr Opfer verhindert. Dafür spreche auch die Flucht des Täters bei Eintreffen der Polizei sowie die große Menge der zurückgelassenen Munition.

Landespolizeipräsident Erwin Hetger sagte: "Es war ein Amoklauf in Reinkultur. Er ist mit einer Waffe in die Schule rein und hat dann das Blutbad angerichtet. So etwas habe ich noch nie erlebt." Die Realschule ist zusammen mit einem Gymnasium in einem Schulzentrum mit insgesamt 1000 Schülern untergebracht. Die Schüler werden nach Angaben des baden-württembergischen Innenministeriums medizinisch und psychologisch betreut.

Auch Stunden nach dem Amoklauf war die Albertville- Realschule weiter abgeriegelt. Gerichtsmediziner und Experten der Kriminaltechnik untersuchten den Tatort und sicherten die Spuren. "In der Schule werden Tatortaufnahmen gemacht", erklärte Hetger. "Ich war selbst drinnen. Das kannst du nicht verkraften. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich geweint habe. Wie sie da in den Stühlen hingen, das war so erschütternd."

Die Bluttat ruft Erinnerungen an den Amoklauf von Erfurt wach: Am 26. April 2002 hatte ein ehemaliger Schüler des Gutenberg-Gymnasiums innerhalb weniger Minuten 16 Menschen und dann sich selbst erschossen. Die Stadt Erfurt und das Land boten Baden-Württemberg Hilfe bei der Betreuung von Schülern oder der Angehörigen von Opfern an. Es könnten kurzfristig speziell geschulte Notfallpsychologen entsandt werden, erklärte Kultusminister Bernward Müller (CDU).

Infohotline des Regierungspräsidiums Stuttgart für betroffene Eltern: 0711 / 90440149

Amok, Schule, Winnenden, Amoklauf, Stuttgart, Baden-Württemberg

© Google Earth

Winnenden bei Stuttgart Winnenden liegt circa 20 Kilometer nordöstlich von Stuttgart und hat rund 27.600 Einwohner. Reinigungsgerätehersteller Kärcher und der Elektrowerkzeughersteller AEG haben Niederlassungen in der Großen Kreisstadt. Seit 1969 unterhält Winnenden eine Partnerschaft mit der Kleinstadt Albertville in den französischen Alpen. Sie ist Namensgeber der Realschule. Die Stadt verfügt über je zwei Gymnasien (Lessing- und Georg-Büchner-Gymnasium), zwei Realschulen (Albertville- und Geschwister-Scholl-Realschule), eine Förderschule, zwei Hauptschulen in der Kernstadt, sowie eine acht Grundschulen und eine Hauptschule in anderen Stadtteilen.

mad/DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 144)
 
chatahootchee (12.03.2009, 21:35 Uhr)
ICH WOLLTE SCHON SCHREIBEN,
aber dann habe ich noch einmal andere Kommentare, andere Sterartikel durchgelesen und entschieden, nicht an dem geschmacklosen Spiel teilzunehmen. Was riefen die Leute in Winnenden: Reporter und Kameras RAUS.
horst.pachulke (12.03.2009, 21:28 Uhr)
@ mona.lisa:
Eventuell gibt es noch mehr Druck ( in Form von Leistungsdruck, schlechtere Aussichten für die Zukunft etc.) als zu meiner und Ihrer Zeit und noch weniger "Luft zum Atmen".
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Sie wissen sicher, dass es ist wie beim "stippen" im Wasser (untertauchen), wenn man gemobbt wird: die Täter lassen einen immer wieder mal hochkommen, um Luft zu schnappen. Sie wollen ja noch weiter mit einem spielen. Nicht, dass sie grundsätzlich etwas dagegen hätten, wenn man sich umbrächte (manche finden es sogar "cool", jemanden "über die Klippe getrieben zu haben"). Aber sie sind da wie die Katzen: Wenn die eine Maus hat, möchte sie mit ihr spielen. Wenn sie sowieso gut genährt ist, lässt sie sie anschließend laufen; vollkommen lädiert und mit einem Schaden für's Leben. Die Katze interessiert das kein Stück. Mobber unter Umständen auch nicht. Mobber machen Menschen kaputt, treiben sie manchmal bis in den Tod. Und lehnen sich hinterher zurück und sagen "Iiiiich wollte das doch nicht. Jeder ist doch für seine Gefühle selbst verantwortlich." Selber Schuld also für den Terror.
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Hier sind sie wohl auf jemanden getroffen, der sich gedacht hat, dass er ein paar mitnimmt bei seinem Selbstmord. Vielleicht waren es gar nicht seine Peiniger. Er war ja in einer anderen Klasse.
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Wer weiß, vielleicht haben seine Quälgeister ihn "Weichei", "Lusche" und "Softie" genannt; "schwul" war er sicher auch. Und jedes Mädel, das sich mit ihm hätte blicken lassen, "komisch". Genau wie sein Musikgeschmack. Wer hört denn schon Klassik? Wenn er gute Leisungen hatte, war er dann ein "Streber"? Gleichzeitig aber ein "Loser", wenn er keine guten Leistungen hatte? Usw...
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Leider haben sich diejenigen, die das sagten, geirrt. So viel Härte, wie dieser Junge gezeigt hat, macht mich schaudern. Das passt eigentlich nicht zu seinem Alter.
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Wie weiter unten schon erwähnt: was immer im Vorfeld passiert ist, es rechtfertigt alles nicht diese grausame Tat. Was im Vorfeld geschah, kann es jedoch durchaus auslösen, dass ein Mensch vollkommen die Kontrolle über sich verliert. Das durchaus auch bei "intaktem" Elternhaus; gibt es auch dort keinen sicheren Rückzugsraum, dürfte das sicher noch verschärfend wirken. Erschreckend finde ich, dass Mobbing in Deutschland als "vollkommen normal" toleriert wird. Bei Menschen, die "anders" sind oder gemacht werden, der "Norm" nicht entsprechen und dieser Situation nicht entkommen können, von Staates wegen dazu verpflichtet sind, an den Veranstaltungen, in denen sie malträtiert werden, teilzunehmen.
Es sollte entschiedener gegen Mobbing vorgegangen werden. Diese Gesellschaft sollte sich überlegen, ob sie es nicht endlich hinbekommen kann, Menschen so sein zu lassen wie sie nun mal sind, ohne sie dafür noch fertiger zu machen wie sie vielleicht so schon sind. Sonst kriegen wir Erfurt und Winnenden noch öfter.
mona.lisa (12.03.2009, 17:51 Uhr)
Was läuft heutzutage eigentlich schief....
...bei den Schülern?
Ich gehörte auch zu den gemobbten Schülern, weil ich mir keine Markenklamotten leisten konnte.
Und ein besonders übler Lehrer konnte mich nicht leiden und ließ seine Launen an mir und meiner Freundin aus, das war Psychostress pur.
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Und darunter habe ich jahrelang sehr gelitten.
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Trotzdem wäre ich niemals auf die Idee gekommen, dafür Lehrer und Schüler abzuknallen.
Luciano (12.03.2009, 13:51 Uhr)
@andi254
Wiedereinmal urteilt ein Idiot, über ihm vollkommen fremde Menschen, nur weil er denkt anhand von ein paar Informationen die er aufgeschnappt hat, die Persönlichkeiten dieser Menschen umfassend durchschaut zu haben. Die Dinge im vorliegenden Fall gestalten sich doch ein bisschen komplexer, als sie nur durch mangelnde Erziehung der Eltern erklären zu können. Die besten Erziehungsmassnahmen nützen nichts, wenn das eigene Kind gemobbt wird bis an den Rand des Wahnsinns.
ella1964 (12.03.2009, 10:43 Uhr)
....
- Der Vergleich mit dem Küchenmesser hinkt, kann ich doch damit kein Massaker anrichten und hat doch das potentielle Opfer noch eine Chance sich zu wehren. Und im Waffengesetz ist der Erwerb und die Führung entsprechender (Nicht-Küchen-)Messer klar geregelt.
- Freilich würde ich in Ihrem Sinn noch einen Unterschied zwischen Jäger und Schützenverein-Rambo machen. Glauben Sie mir, dass ich aus der Vergangenheit aus eigener Erfahrung weiß welches Klientelgemisch sich im Verein trifft. Natürlich weiß ich auch dass es die normalen Enthusiasten gibt. Die werden sicher kein Problem haben sich entsprechend anzupassen.
- Ich habe selbst von 357M / 45 / Schrotflinte.... verschiedene Formate in der Hand gehabt und weiß, dass es eben mehr ein Fun-Artikel ist denn ein Sportgerät sein kann.
- Mit Ihrer Forderung nach einer Moral in der Gesellschaft gehe ich absolut konform!!! Nur glaube ich mittlerweile nicht mehr an die Fähigkeiten, den Willen und die Gestaltungskraft der politischen Klasse. Jeder einzelne ist zwar auch noch da, aber jeder einzelne kann nur im persönlichen Umfeld agieren, nicht aber Rahmenbedingungen für die Gesellschaft schaffen. Ich bedaure zutiefst den Werteverfall.
fredshlonz (12.03.2009, 10:28 Uhr)
@ella1964
da gebe ich Ihnen Recht! Logischer Weise ist es ungesetzlich Menschen zu töten. Man kann aber mit keinem Gesetz der Welt Verbrechen perfekt verhindern/unterbinden. entsprechend würde eben bei schärferen Waffengesetzen zufünftig mehr mit illegalen Waffen gemordet werden. Das löst das Problem daher eben nicht. Es geht um den VERANTWORTUNGSVOLLEN Umgang mit Waffen.
Komischer Weise passieren die meisten Morde dieser Art mit Schützenvereinswaffen, nicht mit Jagdwaffen. Es stellt sich mir also die Frage in wie weit Schützen-Waffen - im Unterschied zu Jagswaffen - besser kontrolliert werden können. Als Jäger bin ich ja auch nicht Mitglied in einem Verein, habe also gar nicht die Möglichkeit meine Waffen wo anders zu lagern. Wäre auch kaum realisierbar, da dann 24/7 jemand erreichbar sein müsste, der mir meine Jagdwaffen zur pflichtbewusstenAusübung der Jagd aushändigt...
Hier wird leider mal wieder viel unsinniges und nicht umsetzbares gefordert.
Ich gebe aber Recht, dass das Sammeln von z.B. automatischen Waffen unsinnig und fragwürdig ist. Als Jäger besitze ich solche waffen nicht. In dem aktuellen Fall wurde aber eine "einfache" Pistole verwendet. Man kann natürlich jede Art von Waffe und deren Besitz in Frage stellen. Dann muss aber jeder zu Hause seine Küchenmesser ebenfalls in einem Euro-Norm Schrank aufbewahren, damit niemand Zugriff darauf bekommt.
Nochmal: Es hilft jetzt nichts wieder gegen Waffen/Besitz als solchen zu schimpfen, sondern endlich wieder etwas mehr Moral in unserer Gesellschaft "zu schaffen". Mit mehr Miteinander und Rücksicht sollten soche Täter im Vorfeld zu stoppen sein/bemerkt werden können.
ella1964 (12.03.2009, 09:57 Uhr)
@ElPrimo: Danke
- Verpflichtung zu entsprechenden Wettkämpfen.
- Bei Nichterfüllung Einziehen der Waffen.
- Waffenanzahl wird reduziert und die entsprechenden Waffen können im Schützenverein gelagert werden.
- Der SV, bei dem mein Bruder 1. Vorsitzender ist, ist sicherer als ein Hochsicherheitsgefängnis. Als Jäger zu behaupten, dass so etwas nicht realisierbar ist, halte ich für ausgesprochen realitätsfern.
- Jeder, der mehrere Waffen besitzt hat ein VERMÖGEN dafür ausgegeben. Warum soll es also nicht verpflichtend sein:
a) die Waffen im SV zu lagern und die finanziellen Mittel dafür von den Waffenbesitzern zu verlangen?
b) eine Bewegungskontrolle vorzunehmen?
Wenn die Legislative diese einfachen und nachvollziehbaren Vorschläge nicht umsetzt macht sie sich nachhaltig an diesen Verbrechen mitschuldig.
ella1964 (12.03.2009, 09:51 Uhr)
@fredshlonz
Es ist Ihnen vielleicht schon mal aufgefallen, dass es nicht nur ungesetzlich ist, Waffen fahrlässig zu lagern sondern ebenso ungesetzlich andere Menschen zu töten.
Eine Waffe ist und bleibt nun mal ein Ferntötungsinstrument, Herr Besserwisser.
H.P. (12.03.2009, 09:45 Uhr)
ElPrimo (12.3.2009, 9:30 Uhr)
ElPrimo (12.3.2009, 9:30 Uhr)
@Ganz simpel: Waffen (egal ob Luftgewehre/-pistolen oder scharfe Waffen) dürfen in Zukunft nur im Schützenhaus des jeweiligen Vereins aufbewahrt werden
Dann kannst Du jeden Schützenverein schließen, wer hat schon solch einen großen Tresor um all die Waffen zu verwahren.
Was glaubst Du wie viele illegale Waffen im Umlauf sind, leider wird das nicht erwähnt. Der Mensch selbst ist das eigentliche Problem, nicht alleine die Waffe.
ElPrimo (12.03.2009, 09:30 Uhr)
Viel einfachere Lösung...
Ganz simpel: Waffen (egal ob Luftgewehre/-pistolen oder scharfe Waffen) dürfen in Zukunft nur im Schützenhaus des jeweiligen Vereins aufbewahrt werden und nur der Betreiber und sein eventueller Stellvertreter haben einen Schlüssel zu dem Raum/Safe (was auch immer). Dazu eine ganz einfache Regelung, in etwa so wie ella1964 schon geschrieben hat, dass man nur die Waffen besitzen darf, mit denen man offiziell an einem Wettbewerb teilnimmt. Das ganze auf maximal 3 oder 4 Waffen begrenzt die natürlich zu keiner Zeit im eigenen Haus untergebracht werden dürfen.
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