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21. Juli 2008, 08:43 Uhr

Zwei Tote bei Busexplosionen

Im Südwesten von China sind bei mehreren Busexplosionen mindestens zwei Menschen getötet und 14 weitere verletzt worden. Die Polizei hat Straßensperren errichtet, um die Flucht der Täter zu verhindern.

Einer der Busse in der Stadt Kunming weist ein großes Loch nach der Explosion auf© AFP

Knapp drei Wochen vor den Olympischen Spielen in Peking hat ein Doppelanschlag auf Linienbusse mit mindestens zwei Toten die Terrorangst in China erhöht. 14 weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben bei den Explosionen in der Stadt Kunming im Südwesten des Landes verletzt. Die Sicherheitskräfte der Provinz Yunnan sprachen nach vorläufigen Ermittlungen von "Sabotage". Die chinesische Regierung hatte im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking wiederholt vor terroristischen Anschlägen gewarnt und die Sicherheitsvorkehrungen bereits drastisch verstärkt.

Die Detonationen ereigneten sich nach Polizeiangaben im Abstand von rund einer Stunde während der morgendlichen Hauptverkehrszeit im Zentrum von Kunming. Zunächst sei ein Sprengsatz gegen 7 Uhr Ortszeit (1 Uhr MESZ) in einem Bus explodiert, als dieser eine Haltestelle ansteuerte. Dabei sei eine Frau getötet sowie zehn weitere Menschen verletzt worden. "Das Glas auf beiden Seiten des Fahrzeugs ist vollständig zerbrochen, mehrere Sitze wurde verbogen", erklärte die Polizei in der Provinzhauptstadt Yunnan.

Später habe sich auf der gleichen Straße erneut eine Explosion in einem Bus ereignet, hieß es weiter. Den Angaben zufolge kam dabei ein Mann ums Leben, vier weitere Menschen erlitten Verletzungen. Das staatliche Fernsehen zeigte Bilder von einem großen schwarzen Loch auf einer Seite des Busses sowie von schweren Schäden im Innern.

Zu den Explosionsursachen wollte die Polizei zunächst keine näheren Auskünfte geben. Sie sperrte einige Straßen in der Gegend ab und kontrollierte Passanten auf der Suche nach "Verdächtigen", wie örtliche Behörden mitteilten. In der 2100 Kilometer südwestlich von Peking gelegenen Provinzhauptstadt Kunming leben über sechs Millionen Menschen.

Bereits im Mai waren drei Menschen ums Leben gekommen, als ein Linienbus in Shanghai in Flammen aufging. Die Polizei machte brennbare Flüssigkeiten für den Brand verantwortlich, die an Bord des Busses transportiert worden waren. Eine genaue Erklärung für den Ausbruch des Feuers lieferte sie aber nicht.

Die Explosionen in Kunming dürften zu einer weiteren Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld der am 8. August beginnenden Olympischen Sommerspiele in Peking führen. Die chinesische Regierung fürchtet vor allem mögliche Anschläge muslimischer Extremisten in der nordwestlichen Region Xinjiang sowie von Anhängern des tibetischen Unabhängigkeitskampfes.

AFP
 
 
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