. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
17. Januar 2007, 17:41 Uhr

Computerspiel doch als Vorbild?

Zäh bis gar nicht kommen neue Erkenntnisse aus dem brutalen Doppelmord in Tessin ans Tageslicht. Erstmals aber wird die 15-jährige Geisel Eyleen W. am Mittwochabend stern TV ein Interview geben.

Beileidsbekundungen am Tatort: Auf einen niederknienden Mann eingestochen?© Jens Büttner/DPA

Auf den Computern der beiden 17-Jährigen, die in Tessin bei Boizenburg ein Ehepaar getötet hatten, hat die Staatsanwaltschaft nach Informationen des sterns und stern.de Computerspiele gefunden. Bislang hat die Staatsanwaltschaft entsprechende Ermittlungen nicht kommentiert und hüllt sich über Details auch weiterhin in Schweigen.

Dem Rundfunksender Ostseewelle zufolge sollen sich die Hinweise verdichten, nach denen die Ermordung des Ehepaares von der Handlung in einem Computerspiel abgeleitet worden war. Unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet der Sender, dass Felix D. und Torben B. von dem 46-jährigen Familienvater Unterwerfungsgesten verlangten, bevor sie auf den niederknienden Mann eingestochen und ihn umgebracht hatten. Solche Szenen gebe es auch in einem Computer-Spiel und in einem dazugehörigen Gewalt-Video.

Die Staatsanwaltschaft schweigt ab jetzt

Offiziell aber gibt die Staatsanwaltschaft keine Details nach außen. Daran soll sich bis auf weiteres nichts ändern. Der zuständige Staatsanwalt Hans Christian Pick hat angekündigt, dass seine Behörde bis zur Gerichtsverhandlung nichts mehr zu den Ermittlungen sagen werde. Auch wenn ein Motiv für die Tat in dem 200-Einwohner-Dorf gefunden werden sollte, werde dies nicht an die Öffentlichkeit gegeben. "Es handelt sich bei den Tatverdächtigen um Jugendliche, da wird die Hauptverhandlung von Gesetzes wegen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Deshalb wird es vorher auch keine Auskünfte zum Motiv oder zu Zeugenaussagen geben." So solle auch eine Vorverurteilung ausgeschlossen werden.

Über Gründe der Tat und Einzelheiten des Hergangs ist bislang nichts bekannt geworden. Allerdings wird das Entführungsopfer der Jugendlichen, die 15-Jährige Eyleen W., am Mittwochabend bei stern TV zu Gast sein. Dort berichtet sie erstmals, was sich in der Nacht des Verbrechens ereignet hat und will zudem einige Gerüchte, die über sie im Umlauf sind, entkräften. Eyleen W. kannte die beiden Täter zwar aus der Schule, doch vieles, was jetzt in der Presse über zu lesen ist, "stimmt nicht", wie sie ausrichten lässt.

Eyleen W. soll den Samstagabend mit den Jungen verbracht haben. Anschließend wurde sie gefesselt und geknebelt und bis zur Tat in einen Schuppen eingesperrt. Danach wurde sie von Felix D. und Torben B. eine Stunde in einem weißen Polo gefangen gehalten.

Das Interview mit Eyleen W.

Das Interview mit Eyleen W. können Sie heute Abend bei stern TV sehen - um 22.15 Uhr bei RTL

stern.de
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
t1ga (18.01.2007, 00:30 Uhr)
Motivsuche
natürlich ist jetzt mal interessant zu wissen wie das motiv lautet. und zwar aus erster quelle, die täter leben schließlich noch.
killerspiele oder allgemein computerspiele sind, denke ich mal, nicht das motiv, sondern unter bestimmten umständen auslöser, und sonst nichts.
ach und nicht zu vergessen, schach, risiko und schiffeversenken sind auch kriegsspiele mit einem gewissen gewaltpotenzial
davemusic (18.01.2007, 00:14 Uhr)
Der erste Satz im Artikel gefällt mir...
"Auf den Computern der beiden 17-Jährigen, die in Tessin bei Boizenburg ein Ehepaar getötet hatten, hat die Staatsanwaltschaft nach Informationen des sterns und stern.de Computerspiele gefunden."
...und was noch?... Ein Betriebssystem?
F.Friedel (17.01.2007, 23:39 Uhr)
nicht schon wieder ...
Keine Ahnung, was sich Stern.de mit diesem Artikel gedacht hat. Aber allein die Erwähnung, dass auf einem Rechner ein Videospiel entdeckt wurde bringt wieder unsere Lieblingspolitiker auf den Plan mit irgendwelchen Parolen á la "Killerspiele verbieten" um sich zu schmeißen. Wenn ich mich bei Freunden und Arbeitskollegen so umschaue, so haben ca. 90% von denen entweder einen (oder mehrere) Ego-Shooter installiert oder zumindest schonmal getestet.
Liebe Redakteure von Stern.de, hebt bitte bitte euer Niveau wieder auf ein erträgliches Maß.
practicus (17.01.2007, 23:26 Uhr)
da stimmt was nicht ...
ich habe den auftritt der geisel eyleen bei jauch gesehen ... das mädchen ist irgendwie nicht echt, die aussagen sehr schwammig und noch mehr kalt-distanziert ... ich denke, das mädchen spielt in dem drama eine ganz andere rolle als bisher angenommen... warten wir's ab
Hinnak (17.01.2007, 22:34 Uhr)
@Leondriel
Nach unseren Informationen sind bei den beiden Computerspiele gefunden worden. Nach Informationen der Ostseewelle auch ein Gewaltvideo. Wir wissen nicht, um welches Spiel es sich handelt. Es ist nicht FF gewesen. Spiele aus der FF-Reihe sind natürlich keine "Killerspiele", dass wissen wir auch. Ich persönlich wäre erstaunt gewesen, KEIN Game bei einem 16 jährigen zu finden! Ob Spiele nun Auslöser für Gewalt sein können oder nicht, ist Gegenstand einer hitzigen Debatte, bei der derzeit JEDE Seite gute Gründe für den eigenen Standpunkt aufbieten kann.
Leondriel (17.01.2007, 21:57 Uhr)
Computerspiele gefunden
Das einzig offizielle Statement ist "Es wurden Computerspiele gefunden".
Von Gewaltvideos oder Gewaltspielen wird nichts erwähnt, Stern.de!
Das einzige Spiel, was im Gespräch war, ist Final Fantasy VII, ein Spiel mit einer USK-Einstufung "Geeignet ab 12 Jahren", sollte da so derb daneben gegriffen worden sein? Klares Nein, jeder, der das Spiel kennt, kann das bestätigen.
Dieser Artikel ist übelstes Bild-Niveau und hat nichts mit gründlicher Recherche oder nur ansatzweise objektiver Berichterstattung zu tun.
Psycha (17.01.2007, 20:57 Uhr)
Gewaltcomputerspiel
Fällt Politikern und Journalisten wirklich nichts anderes mehr ein? Mich würde es nicht wundern wenn Hinweise darauf gefunden würden das Computerspiele für die aufsehenerregensten Morde der Geschichte verantwortlich sind.
Hier in Deutschland sterben Kinder weil sie vernachlässigt und eingesperrt werden. Pädophile vergehen sich an den Jüngsten, und das Fernsehen bombardiert unseren Nachwuchs mit hohlen Shows und den aktuellsten, brutalsten Bildern des Tages. Und wenn irgendwo Kinder durchdrehen, dann sollen Computerspiele daran schuld sein das die Gewalttaten verübt werden, oder den Anreiz hierfür gegeben haben?
Wieviele Millionen Kinder gibt es die Spiele auf ihrem Computer haben? Sind das alles potienzelle Mörder?
Ich denke hier sollte Vorsorge getroffen werden:
Comperkauf nur noch mit PCführerschein
Verbot von Paintballspielen
Verkauf von Waffen nur an Jäger
Einzug alles sonstigen Schusswaffen/Messern/Schreckschusswaffen/Tasern und Reizgasgeräten
Beschränkung des TVs nur auf ARD, ZDF und NDR
Führerschein erst ab 21, und nur mit einwandfreiem Führungszeugnis
und vor allem: Alkohol und Zigaretten werden verboten!
giballes (17.01.2007, 20:42 Uhr)
Gewaltvideo ????
Wohl noch nie Final Fantasy gespielt.
calmon (17.01.2007, 19:51 Uhr)
Final Fantasy - Gewaltvideo?
Weiss hier eignetlich irgendein Reporter von was er spricht? Ich habe Final Fantasy 7 und den Final Fantasy Film gesehen. Was bitte soll daran auch nur ansatzweise als "Killerspiel" oder "Gewaltvideo" gewertet werden.
MEHR ZUM ARTIKEL
Doppelmord in Tessin Abenteuerliche Aussagen erschweren Ermittlungen

Die Staatsanwaltschaft sucht nach dem Doppelmord in Tessin fieberhaft nach einem Motiv der mutmaßlichen Täter. Dies gestaltet sich aber sehr schwierig. Grund dafür könnten merkwürdige Aussagen der beiden Jungs sein. mehr...

Doppelmord in Tessin Die Streber und das Mädchen

Sie entführen eine 15-Jährige und massakrieren ein Ehepaar - die Bluttat zweier Jugendlicher im 200-Seelen-Örtchen Tessin schockiert die Bewohner. Niemand weiß, warum Felix D. und Torben B. durchgedreht sind. Dabei bleibt hier eigentlich nur wenig verborgen. mehr...

Bluttat in Tessin Täter aus gutem Hause

Der mörderische Überfall in Tessin wird immer rätselhafter: Die beiden Täter, gerade mal 17 Jahre alt, werden von ihrem Schulleiter als "fleißig, höflich und intelligent" beschrieben. Außerdem war einer der Jungen mit dem Sohn des getöteten Ehepaares eng befreundet. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe