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27. Februar 2009, 07:01 Uhr

Lichterkette gegen Atommüll

15.000 Menschen haben in einer 52 Kilometer langen Lichterkette für mehr Transparenz bei der Atommüllentsorgung demonstriert. Die Kette reichte von Salzgitter über das umstrittene Lager Asse nach Braunschweig.

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15.000 Menschen haben in einer Lichterkette für mehr Transparenz bei Atommülllagern protestiert© Peter Steffen/EPA

Mit brennenden Fackeln haben 15.000 Menschen am Donnerstagabend an den Atommülllagern Asse und Schacht Konrad eine 52 Kilometer lange Lichterkette gebildet und für mehr Transparenz demonstriert. Die weithin sichtbare Fackelkette begann am im Bau befindlichen Endlager Schacht Konrad in Salzgitter und führte über das einsturzgefährdete Atommülllager Asse nach Braunschweig.

"Auf der gesamten Strecke war die Kette komplett geschlossen", sagte ein Sprecher der Polizei in Salzgitter. Der Asse Koordinationskreis und die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, die die Lichterkette organisiert hatten, sprachen von weit mehr als 15.000 Teilnehmern. Trotz Kälte und Wind habe alle drei Meter ein Demonstrant mit einer Fackel gestanden, dies sei ein unerwarteter Erfolg, sagte Udo Dettmann vom Koordinationskreis.

Die Teilnehmer der Aktion, die symbolisch "Licht ins Dunkel der Atommüllentsorgung" bringen wollten, fanden sich am frühen Abend an 78 Sammelpunkten ein. Um 19 Uhr verteilten sie sich an der 52 Kilometer langen Strecke und entzündeten ihre Fackeln. Am Atommülllager Asse, das auf dem gleichnamigen Höhenzug liegt, war die Kette von Fackeln über viele Kilometer hin bis zum Horizont sichtbar.

An der Organisation der Lichterkette hätten sich rund 200 örtliche Gruppierungen beteiligt, sagte Peter Dickel von der Arbeitgemeinschaft Konrad. Darunter seien Kirchengemeinden, Gewerkschaftsgruppen, Gliederungen der Linken, der Grünen, der SPD und der CDU, Sportvereine und lokale Anti-AKW-Gruppen. Die Aktion solle deutlich machen, "dass die Region Gefahren durch die beiden Atommülllager und eine Billigentsorgung nicht hinnimmt", sagte er.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, in dessen Wahlkreis die beiden Atommülllager liegen, begrüßte den Protest. Wie man das einsturzgefährdete Atommülllager Asse sichern könne, müsse sorgfältig, ohne Zeitdruck und ohne politische Vorgaben untersucht werden, erklärte er. In das heute einsturzgefährdete ehemalige Salzbergwerk Asse wurden bis 1978 rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelaktiven radioaktiven Abfällen eingelagert. Die ehemalige Eisenerzgrube Schacht Konrad in Salzgitter wird derzeit zum Endlager für schwach Wärme entwickelnde atomare Anfälle ausgebaut.

AP
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
RDUKE7777777 (27.02.2009, 11:02 Uhr)
Vergebene Mühe
Gut, dass die Menschen noch für Ihre anliegen auf die Strasse gehen. Aber: Nichts, aber auch nichts wird sich dadurch ändern. Die Energiemafia wird weiterhin ihre "Berater" zu den Politikern schicken, die Politiker werden weiterhin ihre Aufsichtsratplätze nach "getaner arbeit" bekommen. NICHTS wird sich ändern. Warum auch? Die Wirtschaftsfaschisten wohnen ja nicht neben Asse oder den AKWs. Heil Kapitalismus. Scheiss auf den Menschen.
Dudu (27.02.2009, 09:39 Uhr)
An alle 15 000
Menschen, denkt im September daran, dass die CDU neue AKW´s bauen will.
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