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15. März 2010, 08:42 Uhr

Gigantischer "Blackout" löst Panik aus

Erst das Beben, dann der Tsunami und nun auch noch Finsternis: Ein gigantischer Stromausfall hat bei vielen ohnehin schon verängstigten Chilenen Panik ausgelöst. Mehrere Millionen Menschen waren von dem "Blackout" betroffen.

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Kochen unter freiem Himmel und mit Taschenlampe: Die Menschen in Chile sind arg gebeutelt© Joe Raedle/Getty Images

Zwei Wochen nach dem schweren Erdbeben in Chile hat ein riesiger Stromausfall am Sonntagabend weite Teile des südamerikanischen Landes lahmgelegt. Nach Angaben des chilenischen Katastrophenschutzes waren der Norden, der Süden und das Landesinnere mit der Hauptstadt Santiago betroffen; in dem Gebiet, das sich über 2600 Kilometer erstreckt, leben etwa 80 Prozent der 17 Millionen Einwohner Chiles. Die Regierung vermutet einen Zusammenhang mit dem Beben.

In Santiago gingen kurz vor 21 Uhr Ortszeit (1 Uhr MEZ) plötzlich alle Lichter aus. Viele der nach der Erdbebenkatastrophe Ende Februar und den zahlreichen Nachbeben ohnehin schon verängstigten Menschen rannten in Panik auf die Straßen. Mehrere U-Bahnstationen sowie Einkaufszentren wurden evakuiert. Die Feuerwehr musste zahlreiche Menschen aus steckengebliebenen Fahrstühlen befreien. 21 U-Bahnzüge blieben zwischen Stationen im Tunnel stehen. Die Sicherheitskräfte verstärkten ihre Präsenz auf den Straßen, um mögliche Plünderer abzuschrecken. Nach knapp einer Stunde kam der Strom in der Hauptstadt langsam wieder, in den restlichen Gebieten sollte sich die Lage im Laufe der Nacht wieder normalisieren. Verschreckt reagierten vor allem die Menschen in den vom Erdbeben besonders betroffenen Regionen Bío Bío und Maule.

Beben hat Stromnetz beschädigt

Grund für die Panne war laut Energieversorger Chilectra eine Störung im Stromnetz. Was aber genau die Störung hervorgerufen hatte, blieb zunächst unklar. "Wir wissen nicht genau, was passierte", sagte Chilectra-Chef Juan Pablo Larrain dem Fernsehsender TVN. Der Minister im Präsidentschaftsamt, Christian Larroulet, sah einen Zusammenhang mit dem Beben vom 27. Februar. "Das ist eine weitere Konsequenz des Bebens", sagte Larroulet vor Journalisten. Das Stromnetz habe darunter gelitten, das mache sich jetzt bemerkbar.

Bei dem Beben der Stärke 8,8 waren mindestens 500 Chilenen umgekommen. Seitdem wurden mehr als 270 Nachbeben registriert. Bereits nach dem Beben waren mehrere Regionen ohne Strom, erst vor wenigen Tagen war die Versorgung dort zu drei Vierteln wiederhergestellt.

AFP/APN/DPA
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
screne (15.03.2010, 09:47 Uhr)
Bin froh...
... dass es in Mitteleuropa nicht diese Probleme mit Erdbeben gibt. Hilft den Chilenen jetzt natürlich auch nicht die Erkenntnis, aber trotzdem.
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