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Blizzard Jonas hat US-Ostküste im eisigen Griff: Mindestens 19 Tote

Einer der schwersten Schneestürme seit Jahren hat weite Teile des Ostens der USA lahmgelegt. Die ersten Menschen sind dem Blizzard bereits zum Opfer gefallen. 19 Menschen starben bei Autounfällen, beim Schneeschippen und an Unterkühlung.

  Blizzard Jonas ist einer der schwersten Schneestürme seit Jahren. Der Schneesturm zählt bereits 19 Opfer.

Blizzard Jonas ist einer der schwersten Schneestürme seit Jahren. Der Schneesturm zählt bereits 19 Opfer.

Es ist eines der schwersten Schneestürme seit Jahren – der Blizzard Jonas hat der US-Ostküste Schnee und Eis beschert. In manchen Gebieten musste sich die Bevölkerung auf 36 Stunden ununterbrochenen Schneewirbel einstellen. In Washington wurden bis zu 40 Zentimeter Schnee gemessen, es könnten mehr als 30 Zentimeter hinzukommen. 

Bis jetzt sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. 13 von ihnen starben bei Autounfällen in den Bundesstaaten Arkansas, North Carolina, Kentucky, Ohio, Tennessee und Virginia, wie die zuständigen Behörden am Wochenende mitteilten. Weitere vier Personen wurden beim Schnee schippen getötet. Zwei Menschen starben in Virginia an den Folgen einer Unterkühlung.

Öffentliche Leben an der US-Ostküste lahmgelegt

Der Wintersturm brachte nahezu das gesamte öffentliche Leben an der US-Ostküste zum Erliegen. Dem Nationalen Wetterdienst zufolge schneite es selten zuvor so stark in den großen Metropolen Washington und New York. Allein in New York türmte sich der Neuschnee auf bis zu 64 Zentimeter. Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, untersagte Autofahrten in New York City, Long Island sowie auf Brücken und in Tunneln von und nach New Jersey. Zudem rief er den Notstand aus. In der Nacht zu Sonntag wurde mit weiterem Schnee und anhaltend starken Winden in New York und dem Bundesstaat New Jersey gerechnet. In New York wie auch der Hauptstadt Washington wurde der Betrieb der öffentlichen Verkehrsmittel teilweise beziehungsweise komplett eingestellt.

Blizzard sucht US-Ostküste heim: Es schneit und schneit und schneit und schneit
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Flugverkehr bricht zusammen

Airlines strichen laut dem Datenanbieter FlightAware.com im ganzen Land mehr als 5100 Flüge am Samstag und mehr als 3300 am Sonntag, die meisten davon an den Flughäfen New York, Philadelphia und Washington.

Insgesamt sind von dem Wintersturm etwa 85 Millionen Menschen betroffen - rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung. Der Wetterdienst NWS warnte vor "einer Bedrohung für Leben und Besitztümer" und rief eine Blizzardwarnung für das Gebiet von Washington bis New York aus. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sagte, zu erwarten sei "sehr wahrscheinlich einer der schlimmsten Schneestürme in der Geschichte des Landes".

In der Hauptstadt Washington könnte der Wintersturm "Jonas" einen Schneerekord aus dem Jahr 1922 brechen. Der NWS warnte, der Sturm könnte insgesamt Schäden von einer Milliarde Dollar (gut 925.000 Euro) verursachen.

Barack Obama hält sich warm im Weißen Haus

US-Präsident Barack Obama plant für die kommenden Tage keine Reisen. "Meine Vermutung ist, dass er angenehm warm im Weißen Haus bleiben wird", sagte sein Sprecher Josh Earnest. Bisher war der Winter an der US-Ostküste ungewöhnlich warm: Noch an Weihnachten genossen die Menschen in Washington oder New York in Straßencafés die Wintersonne bei Temperaturen von bis zu 22 Grad Celsius.

dsw/Reuters/AFP
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