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9. Oktober 2009, 11:28 Uhr

Die Begründung des Komitees

Die Verleihung des Friedensnobelpreises an US-Präsident Barack Obama gilt als Überraschung. Lesen Sie hier die Begründung des Komitees im Wortlaut.

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Thorbjörn Jagland, Vorsitzender des Nobel-Komitees, verkündet die Entscheidung© Torbjorn Gronning/AP

Der Vorsitzende des Osloer Nobelkomitees, Thorbjörn Jagland, hat die Vergabe des Friedensnobelpreises an US-Präsident Barack Obama wie folgt begründet:

"Barack Obama erhält den Friedensnobelpreis für seinen außergewöhnlichen Einsatz zur Stärkung der internationalen Diplomatie und der Zusammenarbeit zwischen den Völkern. Das Komitee hat besonderes Gewicht auf seine Vision und seinem Einsatz für eine Welt ohne Atomwaffen gelegt. Obama hat als Präsident ein neues Klima in der internationalen Politik geschaffen. Multilaterale Diplomatie steht wieder im Mittelpunkt, mit besonderem Gewicht auf die Rolle, die die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen spielen. Dialog und Verhandlungen sind hier die bevorzugten Mittel, um auch die schwierigsten internationalen Konflikte zu lösen.

Die Vision einer atomwaffenfreien Welt hat auf kraftvolle Weise Verhandlungen um Abrüstung und Rüstungskontrolle neu belebt. Durch Obamas Initiativen spielen die USA jetzt eine konstruktivere Rolle zur Bewältigung der enormen Klima-Herausforderungen, mit denen die Welt konfrontiert ist.

Demokratie und Menschenrechte sollen gestärkt werden. Es geschieht selten, dass eine Person wie jetzt Obama die Aufmerksamkeit der Welt derart auf sich zieht und neue Hoffnungen auf eine bessere Zukunft entfacht. Seine Diplomatie fußt auf der Vorstellung, dass diejenigen, die die Welt führen sollen, dies auf der Grundlage von Werten und Haltungen tun müssen, die von der Mehrheit der Weltbevölkerung geteilt werden.

Über 108 Jahre hat das norwegische Nobelkomitee genau die Art von internationaler Politik und von Haltungen zu stärken versuchen, für die Obama jetzt zum weltweit führenden Sprecher geworden ist. Das Komitee will sich hinter Obamas Appell stellen: "Now is the time for all of us to take our share of responsibility for a global response to global challenges." (Jetzt ist es an der Zeit, dass wir alle unseren Teil der Verantwortung für eine globale Antwort auf globale Herausforderungen übernehmen.)"

Die Begründung im Original (englisch):

"The Norwegian Nobel Committee has decided that the Nobel Peace Prize for 2009 is to be awarded to President Barack Obama for his extraordinary efforts to strengthen international diplomacy and cooperation between peoples. The Committee has attached special importance to Obama's vision of and work for a world without nuclear weapons.

Obama has as President created a new climate in international politics. Multilateral diplomacy has regained a central position, with emphasis on the role that the United Nations and other international institutions can play. Dialogue and negotiations are preferred as instruments for resolving even the most difficult international conflicts. The vision of a world free from nuclear arms has powerfully stimulated disarmament and arms control negotiations. Thanks to Obama's initiative, the USA is now playing a more constructive role in meeting the great climatic challenges the world is confronting. Democracy and human rights are to be strengthened.

Only very rarely has a person to the same extent as Obama captured the world's attention and given its people hope for a better future. His diplomacy is founded in the concept that those who are to lead the world must do so on the basis of values and attitudes that are shared by the majority of the world's population.

For 108 years, the Norwegian Nobel Committee has sought to stimulate precisely that international policy and those attitudes for which Obama is now the world's leading spokesman. The Committee endorses Obama's appeal that 'Now is the time for all of us to take our share of responsibility for a global response to global challenges.'"

DPA
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Nele (09.10.2009, 20:18 Uhr)
@JimPanse
Wie wäre es mit: US-Bürger mit 6-7 Stunden Zeitverschiebung?
JimPanse (09.10.2009, 16:09 Uhr)
@Johann
"Grad aufgewacht...14.37Uhr"!
lange Party? Nachtschicht?Schlafstörung? krankgeschrieben? Student?
Johann58 (09.10.2009, 14:37 Uhr)
Congrats
Gad aufgewacht und das ist eine Ueberraschung und Herausforderung fuer Obama sich noch staerker zu engagieren und seinem eigenen Anspruch gerecht zu werden. Die Integration der USA in die Gemeinschaft der Voelker anstatt der von George W. Bush geschaffenen Isolation mit dem Anspruch Alleinherrschaft in der Welt ist ein wesentlicher Schritt in eine bessere Zukunft. Wenn es ihm gelingt Guantanamo endlich zu schliessen, den Krieg am Hindukusch und im Irak zu beenden hat er mehr erreicht als die meisten seiner Vorgaenger. Ich bin mal auf die Reaktion der Republikaner gespannt.
 
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