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26. Juli 2007, 07:16 Uhr

Sarkozy verspricht Gaddafi ein Atomkraftwerk

Nach dem Ende des Streits um die bulgarischen Krankenschwestern will Frankreich seine Beziehungen zu Libyen intensivieren. Die beiden Staatschefs wollen bei den Themen Atomkraft, Rüstung, Bildung und Forschung zusammenarbeiten.

Nicolas Sarkozy und Muammar Gaddafi: "Ich bin glücklich, in Ihrem Land zu sein"© Sabri Elmhedwi/DPA

Frankreich und Libyen haben eine Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie vereinbart. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten beide Seiten am Mittwoch während eines Libyen-Besuchs des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Ziel sei der Bau eines Atomkraftwerks in dem nordafrikanischen Land, das Energie zur Meerwasser-Entsalzung liefern solle.

Rückkehr ins "Konzert der Nationen"

Sarkozy traf in Tripolis Staatschef Muammar Gaddafi nur einen Tag nach dem Ende der diplomatischen Krise um die jahrelang in Libyen festgehaltenen bulgarischen Mediziner. Ziel der Reise ist eine Vertiefung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu dem Erdöl-Förderland. Sarkozy hat angekündigt, Libyen bei der Rückkehr in das "Konzert der Nationen" helfen zu wollen. "Ich bin glücklich, in Ihrem Land zu sein, um über die Zukunft zu sprechen", schrieb er in das Gästebuch in Gaddafis Residenz.

Einem französischen Regierungssprecher zufolge unterzeichneten die Außenminister beider Länder auch eine Vereinbarung über eine Rüstungszusammenarbeit. Zudem war von einem Abkommen über eine Bildungs- und Forschungskooperation die Rede. Sarkozys Frau Cecilia hatte sich gegen Ende der Krise um die Krankenschwestern in die Bemühungen der Europäischen Union um deren Freilassung eingeschaltet.

Libyen erwartet weitere Besucher

US-Außenministerin Condoleezza Rice sagte unterdessen in einem Rundfunk-Interview, sie hoffe nach der Lösung des Streits um die Mediziner auf einen baldigen Besuch in Libyen. Ein Datum nannte sie nicht, wies aber als Zeichen für die verbesserten Beziehungen auf die kürzliche Ernennung eines US-Botschafters in Tripolis hin.

Die britische Regierung kündigte für Mittwoch eine Libyen-Reise des Außenstaatssekretärs Kim Howells an.

 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
Raknarak (27.07.2007, 10:04 Uhr)
@thewurst
die vergangenheit gaddafis scheinen sie nicht zu kennen, wahrscheinlich haben sie auch kein interesse daran sich zu informieren.
dreckige bomben wassen sich auch in einem konventunellen akw fabrizieren, also ist nichts ausgeschlossen!
aber reden sie ruhig erst noch mal ein bisschen weiter......
TheWurst (26.07.2007, 14:35 Uhr)
@ Raknarak
Zitat: "es ist wohl auch nicht erklärbar warum gaddafi atomare technologie haben darf aber der herr achmadinedschad nicht........"
Herr Ahmadinedschad darf atomare Technologie haben, die EU hat ihm sogar fertige Reaktoren angeboten. Diese werden aber mit nicht waffenfähigem Uran betrieben (das hätte er aus Russland bekommen), warum er das Angebot nicht angenommen hat, bleibt Deiner Phantasie überlassen (dass es sein erklärtes Ziel ist Israel zu vernichten, spielt dabei natürlich keine Rolle, ist eh klar!)
whismerh2 (26.07.2007, 12:27 Uhr)
Ba brat mir doch einer einen Storch
Gegen eine Entsalzungsanlage gibt es
ja nichts zu Sagen den Ausbau dieser
Technologie würde einiges an Problemen auf dieser Welt lösen.
Die Finanzierung ist aber wohl eher
fragwürdig.
Da sind also irgendwelche Lebesmüde
unterwegs und haben nichts besseres
zu tun in einem Krankenhaus ein paar
Menschen zu infezieren, das kommt dann irgendwann raus und man nimmt dann diese Menschen in Gewahrsam.
Eines schönes Tages werden Sie dann von der EU freigekauft wo das Geld
herkommt ist garantiert nicht die
100.000 Euro Frage in irgendeiner
Quiz Sendung.
Ein paar Tage kommt dann eines dieser Mitgliedsländer und holt sich über einen Auftrag ein Teil des Geldes zurück, für das alle bezahlt haben der eine mehr der andere weniger.
Fakt ist die Vorgehensweise ist schon
recht dreist auch wenn es für das
Wohle des franzsöichen Volkes ist
wogegen es nichts zu sagen gibt.
Aber unter diesen Voraussetzungen
hat das einen bitteren wenn nicht
sogar bösen Nachgeschmack.
Das Bild von Herrn Sarkozy und Herrn Gaddafi spicht auf jedenfall Bände.
bon voyage
Raknarak (26.07.2007, 12:18 Uhr)
machtgeil und größenwahnsinnig....
...so muss man die sarkozys wohl bezeichnen. klaren menschenverstand scheinen die beide wohl nicht zu haben.
ich hoffe mit der aussage gaddafi atomare technologie zu liefern bricht er sich selber in europa das genick.............
es ist wohl auch nicht erklärbar warum gaddafi atomare technologie haben darf aber der herr achmadinedschad nicht........ verlogenes politisches dreckspack.
für euch hätte ich 30 cent für ne FMJ übrig.
Ice_Flame (26.07.2007, 12:07 Uhr)
@CeeTo:
naja, er hat nicht von einem Rückschritt bei der Entwicklung umweltschonender Energieerzeugungstechniken geredet, sondern bei der Abschaffung der AKWs. Und da stimm ich ihm voll und ganz zu. Ich mein, Atomausstieg gerne, sofern es Alternativen mit GLEICHER Effizienz gibt. Dazu zählen zB Solar und Windenergie für mich nicht. Wasserkraft sicher, in 50 Jahren danna auch mal Kernfusion. Aber wir reißen ja zur Zeit die AKWs ab und bauen neue Kohlekraftwerke ... naja, wems gefällt. Und das Argument mit dem Atommüll zieht bei mir auch nicht ;) Ich hätte nichts dagegen, wenn ein AKW in meiner Umgebung wäre. Lieber hier als bei den unsicheren Standards in Tschechien.
Also Entwicklung ja und viel, aber die Ergebnisse müssen auch stimmen ;)
Zum Thema: ich bin ehrlich gesagt zwiegespalten, was das Thema angeht, werd mich mal ein bisschen mehr mit der Situation um Lybien auseinander setzen
trailman (26.07.2007, 12:06 Uhr)
Wie Bitte!?
Gaddafi Nukleare Technik zu liefern wird früher oder später ein Schuss in die Hose werden.
Auch wenn er sich freundlich gibt, das macht er nur, weil sein Land hungert.
Das er sich verändert hat, glaube ich nicht.
Terrorist ist man aus überzeugung und das lässt sich nicht wegüberzeugen!
CeeTo (26.07.2007, 11:43 Uhr)
-.-
Antidemokrat
du willst also sagen, umweltschonende Energieerzeugungstechniken zu entwickeln und vorran zu treiben ist ein Rückschritt?
Soweit ich weiß sind wir schon heute führend in dieser Technik und im Hinblick auf die jetzige Klimadebatte - die nicht mehr nur in Deutschland diskutiert wird - haben wir somit einen großen Vorteil.
Ich kann also einen Ausstieg aus dieser Technik nur begrüßen und verstehe dich da in keinster Weise. Sehr egoistische Einstellung.
Inselgraf (26.07.2007, 11:43 Uhr)
Welche Wandlung
Erst Terroristen Unterstützer und nun geadelt, das man dem Land Atomkraftwwerke bauen will, die man anderen verweigert. Was für eine falsche Politik wird hier getrieben, wo es nur noch um Öl und Geld geht, aber die Terroropfer vergessen werden. Dafür mußten die Bulgaren 8 Jahren dort schmachten und nun will man dort noch mehr.Warum aber muß die EU dort zahlen, das sich andere jetzt dafür den Profit abholen. Wie lange will die EU nopch unsere Gelder verscwenden und wann jagt man endlich die Lobbysten in Brüssel zum Teufel, die uns nur abzocken.
Antidemokrat (26.07.2007, 10:13 Uhr)
Atom aus D
Hey, der kann eins von unseren Atomkraftwerken haben, die brauchen wir ja bald nicht mehr, da wir ja eh aus der Kernernergie aussteigen und zurück ins Mittelalter ziehen ... Hurra !
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