Nur noch wenige Tage, noch immer keine Kompromiss: Der US-Haushaltsstreit ist kaum noch zu lösen. Was sind die Streitpunkte? Was passiert im schlimmsten Fall? Und was bedeutet ein Scheitern für uns?
Nur noch wenige Tage bleiben US-Präsident Barack Obama und dem Kongress, um den Sturz über die Fiskalklippe zu vermeiden. Sollte es bis zum 31. Dezember keine Einigung zur Reduzierung des enormen Staatsdefizits geben, treten automatisch Steuererhöhungen für fast alle Hausshalte sowie Ausgabenkürzungen nach dem Rasenmäherprinzip in Kraft. Obama brach daher seinen Weihnachtsurlaub auf Hawaii ab und reiste zurück nach Washington.
Während der Dax trotz allem zulegte belastete der Streit am Donnerstag die New Yorker Aktienmärkte auf breiter Front. Der drohende Sturz über die Fiskalklippe war das bestimmende Thema. Zu Verkäufen führten im Laufe des Tages die Äußerungen des demokratischen Mehrheitsführers im Senat, Harry Reid. Seinen Worten zufolge ist keine Einigung in dem seit Wochen erbittert geführten Streit in Sicht. Zudem erreichen die USA ausgerechnet an Silvester erneut ihre Schuldenlimit. Finanzminister Timothy Geithner kündigte an, durch Etat-Umschichtungen etwas zeitlichen Spielraum zu schaffen. Durch eine Arbeitssitzung des Repräsentatenhauses am kommenden Sonntag soll der Haushaltsstreit in möglicherweise letzter Minute beigelegt werden.