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Neuer US-Finanzminister Jack Lew: Der Mann mit der Kringel-Unterschrift

Jack Lew soll neuer US-Finanzminister werden. Auf ihn könnten schon bald schwierige Gespräche über die US-Schuldengrenze zukommen. Doch zunächst redet ganz Amerika über seine kringelige Unterschrift.

Jack Lew gilt als bescheidener Mann, er sucht nicht die große Öffentlichkeit und soll sich sogar sein eigenes Mittagessen mit ins Büro nehmen. Ein Apfel und ein Käsesandwich, schrieb die "New York Times". Doch die Aufgabe, die vor Jacob "Jack" Lew liegt, ist gigantisch. US-Präsident Barack Obama will den 57-Jährigen Medienberichten zufolge am Donnerstag als Nachfolger von Finanzminister Timothy Geithner nominieren. Damit rückt Lew ins Rampenlicht des erbitterten Haushaltsstreits, an dem er bislang vor allem hinter den Kulissen beteiligt war.

Lew ist seit Januar 2012 Obamas Stabschef und somit einer der engsten Mitarbeiter des Präsidenten. Vom Weißen Haus aus wachte der erfahrene Etatmanager zuletzt über die Verhandlungen mit den Republikanern über die sogenannte Fiskalklippe, die kurz nach dem Jahreswechsel in einen notdürftigen Kompromiss mündeten: Die Steuererhöhungen für die Masse der Amerikaner wurden zwar abgewendet, das Problem der massiven Ausgabenkürzungen aber lediglich um zwei Monate verschoben.

Bei der Vorgeschichte der Fiskalklippe im Sommer 2011, als sich Demokraten und Republikaner über die Erhöhung der gesetzlichen Schuldenobergrenze zankten, verhandelte Lew als Chef der Haushaltsabteilung des Weißen Hauses direkt mit den führenden Politikern im Kongress. Und bereits Ende der 90er Jahre, als Lew in gleicher Funktion für Präsident Bill Clinton arbeitete, schacherte er mit republikanischen Widersachern um das Budget - und sorgte damals mit dafür, dass die USA mehrere Jahre lang einen Haushaltsüberschuss einfuhren.

Unnachgiebiges und detailversessenes Auftreten

In der Entscheidung für Lew spiegelt sich die Veränderung der politischen Prioritäten in Obamas erster Amtszeit wider. Vor vier Jahren holte der Präsident den Notenbanker Geithner in sein Kabinett, um die Finanzkrise zu bekämpfen. Mittlerweile ist angesichts einer Staatsverschuldung von mehr als 100 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung ein Budgetexperte gefragt. Mit Lew stelle sich Obama auf einen anhaltenden Konflikt mit den Republikanern über die Staatsfinanzen ein, urteilt die "Washington Post".

Die USA sind ohne endgültiges Budget für das vergangenen Oktober begonnene Haushaltsjahr 2013, eine Übergangsregelung sichert die Staatsfinanzierung noch bis Ende März. Dazu kommt die ungelöste Frage der drakonischen Kürzungen im Zusammenhang mit der Fiskalklippe. Schließlich muss der Kongress erneut die gesetzliche Schuldenobergrenze anheben. Die Zahlungsfähigkeit der USA wird seit dem 31. Dezember nur durch Sondermaßnahmen wie das Aussetzen von Beiträgen in die staatliche Pensionskasse gesichert. Spätestens Ende Februar ist dieser Puffer aber aufgebraucht, weshalb auf ihn schon bald schwierige Verhandlungen über die Anhebung der US-Schuldengrenzen zukommen könnten.

Unter Republikanern genießt Lew nicht unbedingt einen guten Ruf. Bei den Verhandlungen im Sommer 2011 nervte der Absolvent der Eliteunis Harvard und Georgetown Repräsentantenhaus-Chef John Boehner und dessen republikanische Kollegen mit einem unnachgiebigen und detailversessenen Auftreten. Kritiker werfen Lew auch fehlende Expertise in Finanzfragen vor. Immerhin kann er drei Jahre in verantwortlichen Positionen bei der Großbank Citigroup vorweisen - wo er von 2006 bis 2008 im Investmentbanking ein Millionengehalt einstrich.

Lews Unterschrift sorgt für Aufregung

Lew wuchs im New Yorker Stadtteil Queens auf. Sein Vater, der als Kind aus Polen in die USA eingewandert war, war Anwalt. Auch Lew wurde Jurist, Karriere machte der tiefgläubige Jude aber in Washington. Ende der 70er Jahre heuerte er beim demokratischen Abgeordneten Thomas O'Neill an, der damals Vorsitzender des Repräsentantenhauses war. Nach einem Zwischenstopp in einer Großkanzlei holte ihn Clinton 1993 schließlich ins Weiße Haus.

Für Aufsehen sorgt die eigenwillige Unterschrift Lews, die bei seiner Bestätigung als Finanzminister künftig die Dollarnoten zieren könnte. Denn jeder US-Dollar erhält die elektronische Unterschrift des Finanzministers, der beim Drucken des Geldscheins im Amt ist.

"Die schlimmste Unterschrift der Welt", "Wie die Haare von Sally Brown bei den Peanuts" - Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Lews Unterschrift in Amerika ankommt.

Handschriftenexperten analysieren Lews Charakter

Der scheidende Finanzminister Timothy Geithner und andere Ressortchefs verewigten sich dabei mit lesbarer, eleganter Schrift. Lews Unterschrift, die aus mehreren verschieden großen Kringeln besteht, erinnert dagegen eher an ein Telefonkabel oder eine Sprungfeder, wie so mancher Kommentator am Mittwoch bemerkte. Welcher Name sich hinter dem Krickelkrakel verbirgt, ist nicht zu erkennen. Der Nachrichtensender CNN mutmaßte, dass Lew seine Unterschrift womöglich in eine leserliche Version werde ändern müssen.

"Das ist die merwürdigste und mysteriöseste Unterschrift, die wir in einem Vierteljahrhundert gesehen haben", hieß es auf der Experten-Webseite graphologyconsulting.com. Lew habe "die schlimmste Unterschrift der Welt", schrieb Kevin Roose im "New York Magazine". "Und bald wird sie auf jedem Dollarschein stehen." Die Unterschrift des künftigen Finanzministers sehe aus "wie die Haare von Sally Brown bei den Peanuts", schrieb Roose.

Im Blog "Wonkblog" der "Washington Post" hieß es ironisch, Lews Signatur werde aus dem Dollar "die beste Währung aller Zeiten" machen. Die von der Zeitung befragte Handschriften-Expertin Kathi McKnight analysierte anhand der Unterschrift, Lew sei wohl "eher der kuschelige Typ". "Prinzessin Di hatte eine sehr schlingernde Handschrift", ergänzte sie. Lew könnte dem Vernehmen nach bereits am Donnerstag von Obama zum Nachfolger Geithners ernannt werden. Ob er sich bis dahin eine andere Unterschrift ausdenken würde, war zunächst nicht bekannt.

kave/Gregor Waschinski, AFP / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.