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25. September 2007, 21:21 Uhr

Kanzlerin Merkel jetzt "Welt-Staatsmann"

Große Ehre für Angela Merkel: Die Bundeskanzlerin hat am Dienstag in New York eine Ehrung als "Welt-Staatsmann" erhalten. Die sprachliche Feinheit, dass Merkel nun eigentlich kein Staatsmann, sondern eine Staatsfrau ist, wurde dabei diskret übergangen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel erhielt vom früheren US-Außenminister Henry Kissinger (l.) die Auszeichnung© Steffen Kugler/DPA

Die Auszeichnung, die die Form eines Adlers hat, wurde ihr von einer interreligiösen Stiftung in New York auch für ihr engagiertes Eintreten für Israel verliehen. Merkel wurde von der Preisverleiherin für ihren "Mut, Courage und Weisheit" gewürdigt. Merkel bedankte sich für die Ehre und versicherte, dass die Gefahren des Rechtsextremismus in Deutschland von ihr sehr ernst genommen würden. Sie wandte sich erneut gegen das iranische Atomprogramm. Die Laudatio hielt Ex-US-Außenminister Henry Kissinger. Kissinger lobte, dass Merkel seit ihrem Amtsantritt "die Ernsthaftigkeit" in die transatlantischen Beziehungen zurückgebracht habe. Er hätte nie gedacht, dass eine Frau aus Ostdeutschland einmal Bundeskanzlerin werden könne.

Merkel hat in der Vergangenheit oft den Rat von Kissinger gesucht. Schon als Oppositionsführerin hatte sie sich mehrmals mit ihm in seiner Wohnung in New York getroffen. Die 1965 gegründete US-Stiftung "Appeal of Conscience" (Mahnung an das Gewissen) ehrt Politiker, die sich für die Menschenrechte sowie für Demokratie und Völkerverständigung einsetzen. Vor Merkel wurde der Preis bereits Bundeskanzler Gerhard Schröder, Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Außenminister Hans-Dietrich Genscher verliehen. Preisträger vergangener Jahre sind unter anderem der brasilianische Präsident Lula, der südkoreanische Präsident Kim Dae- Jung, Jean Chrétien aus Kanada, José Maria Aznar aus Spanien.

Merkel strebt permanenten Sitz Deutschlands im Weltsicherheitsrat an

Die Kanzlerin ist in New York gefragt, genau wie Deutschland, das seit etwa der Mitte der 90er Jahre einer der wichtigsten Spieler auf der internationalen Bühne ist. Und weil das deutsche Gewicht gewachsen ist, wagte Merkel bei ihrer UN-Mission auch die Neuauflage eines alten rot-grünen Projekts: Das Anstreben eines permanenten Sitzes für die Bundesrepublik im Weltsicherheitsrat. "Deutschland ist bereit, Verantwortung zu übernehmen", sagte Merkel am Dienstag schon vor ihrer Rede vor der UN-Generalversammlung. Deutschland strebe daher einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat an, erklärte sie beim Frühstück im Deutschen Haus mit Blick auf die Skyline New Yorks.

DPA/kbe

 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
Roy05441 (27.09.2007, 13:27 Uhr)
Und so reisen Sie denn herum....
mit unserem Geld, im Minutenzyklus herum um die Welt, gehn mit allen Hunden pissen, sind Sie zurück, entstehen die Prämissen, bei einem Problem das Bein heben zu müssen!
Fox59Fire (26.09.2007, 22:37 Uhr)
Merkel ist Welt-Staatsmann? Welt-Reisende passt wohl eher!
Dass der Adler der Stiftungstrophäe seine Schwingen ausgebreitet hat, sollte Merkel als Hinweis verstehen, umgehend wieder nach Deutschland zurück zu fliegen, denn die hiesige Ordnung in ihrem parteipolitischen Sauhaufen lässt sehr zu wünschen übrig. Wenn Merkel so gerne im Ausland unterwegs ist, um sich dort ihre Bestätigung zu holen, die ihr in Deutschland oft versagt wird, warum hat sie sich dann nicht als Außenministerin beworben? Merkel sollte sich auf diesen Preis nicht allzu viel einbilden, denn die überreichte Vogelfigur besagter Stiftung entspricht in etwa dem berühmten Sack Reis, der in China umfällt. Obwohl: ein umfallender chinesischer Reissack kann aufgrund der heutigen wirtschaftlichen Verstrickungen mehr Wellen verursachen als solch ein amerikanischer Stiftungsvogel im Besitz unserer Kanzlerin, die ausländisches Parkett dem deutschen gegenüber zweifellos bevorzugt. Je öfter und eingehender Merkel vom Ausland hofiert und gesalbt wird, desto freizügiger ist sie mit der Verteilung unserer Steuergroschen. Geld, das viele Menschen hier in Deutschland sehr gut gebrauchen könnten, um ein lebenswertes und würdevolles Leben leben zu können. Von einem in den USA überreichten Stiftungsvogel werden keine deutsche, allein erziehende Hartz-IV-Bezieherin und deren Kind(er) satt. Ich werde den Eindruck nicht los, das Merkel jeglichen Kontakt und Bezug zum deutschen Durchschnittsbürger verloren hat. Bezeichnend, das sie diesem auf internationalen Bühnen aus dem Weg zu gehen trachtet. Bald sind wieder Wahlen. Einen Vogel als Preis für ihr Schaffen wird sie dann nicht erhalten, sondern die Quittung für ihre partielle Unfähigkeit als Kanzlerin von Deutschland.
Raknarak (26.09.2007, 10:28 Uhr)
völkerrecht....
...missachtende staaten zuwendung zu garantieren sollte nicht das ziel eines demokratischen staatsoberhauptes sein.
aber von demokratie versteht die dame leider eh nicht viel!
Facti (26.09.2007, 07:42 Uhr)
Als Sauberfrau die Lorbeeren ernten
und zuhause ein einziger Saustall. Kanzlerin bleib bei Deinen Leisten und pfeif erst mal Deine Hunde (Schäuble, Jung und wie sie alle heißen) zurück.
Aurum (26.09.2007, 03:15 Uhr)
Welt Staatsmann
ist wohl eher der Vollblutpolitiker Henry Kissinger. "Angi" sollte bei ihm ein paar Nachhilfestunden nehmen!
PPSS (26.09.2007, 00:29 Uhr)
Happy Völkermord
Soviel mal zum Laudator:
Seine diplomatischen Leistungen zeichnen ihn aus als - politischen Architekten der völkerrechtswidrigen Bombardierung Kambodschas - politischen Architekten der Invasion Indonesiens in Ost-Timor (100.000 Tote) - politischen Architekten des Pinochet-Putsches in Chile vom 11.9.1973 (Tausende Tote, Folteropfer, Chile als neoliberales Experimentierlabor nach Milton Friedman).
Mehr Kommentare kann man sich hierzu gerne abholen bei: http://politblog.net/internationale-politik/ihre-exzellenz-angela-merkel.htm
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da soll die Frau sich doch mal besser um die Verfassungsamokläufer Schäuble und Jung kümmern. Das wäre akut wirklich mal wichtiger...
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