22. Juni 2012, 13:24 Uhr

Jeder fünfte Jugendliche kann kaum lesen

Die Zahl von Abiturienten und Studenten in Deutschland wächst, auch die Lage auf dem Lehrstellenmarkt entspannt sich. Allerdings zeigt der aktuelle Bildungsbericht auch: Es gibt einen harten Kern von Jugendlichen, die kaum richtig lesen und schreiben können.

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Insgesdamt ein steigendes Niveau, aber auch viele Bildungsverlierer - das ist das Ergebnis des jüngsten Bildungsbericht von Bund und Ländern©

Das Bildungsniveau in Deutschland steigt. Es gibt mehr Abiturienten und Studenten, mehr junge Menschen erreichen den mittleren Bildungsabschluss. Jung-Akademiker haben auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen, und auch die Lage auf dem Lehrstellenmarkt entspannt sich langsam. Dieses Fazit zieht der am Freitag in Berlin vorgestellte neue Bildungsbericht von Bund und Ländern.

Gleichwohl gibt es unter den Jugendlichen immer noch einen harten Kern von bis zu 20 Prozent Bildungsverlierern: Sie können nicht richtig lesen oder Texte verstehen, brechen die Schule oder die Lehre ab und nehmen auch nicht an Weiterbildung teil.

1,5 Millionen junge Menschen ohne Abschluss

Während auf der einen Seite heute fast jeder zweite junge Mensch die Hochschulreife erwirbt, haben andererseits von den 20- bis 30-Jährigen in Deutschland 1,5 Millionen keinen Schul- oder Berufsabschluss.

In der Altersgruppe der 30- bis 35-Jährigen ist laut Bericht der Anteil der Ungelernten und Schulabbrecher erheblich größer als in der Altersgruppe der 60- bis 65-Jährigen, die jetzt langsam aus dem Arbeitsleben ausscheiden.

Der alle zwei Jahre erscheinende Bildungsbericht wurde von einer Wissenschaftlergruppe unter Leitung des Frankfurter Bildungsforschers Horst Weishaupt erstellt. Weishaupt sprach bei der Präsentation des Berichtes vor der Kultusministerkonferenz der Länder in Berlin von vielen positiven Entwicklungen, aber auch großen Aufgaben.

be/DPA
 
 
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