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6. Oktober 2006, 08:55 Uhr

Stadt pokert gegen Neonazi Rieger

Auf drei Millionen Euro hat die Stadt Delmenhorst ihr Kaufangebot für das Hotel erhöht - in der Hoffnung, damit den rechtsextremen Anwalt Jürgen Rieger aus dem Feld zu schlagen. Der Eigentümer des Hotels hält sich vorerst bedeckt.

Zoom

Das "Hotel am Stadtpark" in Delmenhorst. Rieger will hier ein Schulungszentrum für Rechtsradikale aufbauen© David Hecker/ddp

Im Gerangel um den möglichen Verkauf eines Hotels in Delmenhorst an die rechte Szene hat die Stadt ihr Kaufgebot erhöht. Der Rat der Stadt habe am Donnerstag beschlossen, das Hotel zu einem Preis von bis zu drei Millionen Euro zu kaufen, sagte ein Sprecher nach einer Sondersitzung des Stadtrates. Damit soll verhindert werden, dass das Haus an den Rechtsextremisten Jürgen Rieger geht, der dort ein rechtes Schulungszentrum einrichten und es für NPD-Parteitage nutzen will. Rieger hatte 3,4 Millionen Euro geboten. Der Eigentümer der Immobilie war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Kaufangebot enthält Spendengelder

In das Angebot der Stadt sollen auch rund 920.000 Euro aus Spendengeldern einfließen, die eine Bürgerinitiative für den Kauf des Hotels gesammelt hatte. Mit zahlreichen Aktionen hatten Delmenhorster Bürger ihre Volksvertreter dazu aufgefordert, mit allen Mitteln die Ansiedlung eines rechten Schulungszentrums zu verhindern.

DPA
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