. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
1. Januar 2011, 14:57 Uhr

Westerwelle bester Chef, "den die FDP je hatte"

Die ganze FDP ist gegen ihren Vorsitzenden Guido Westerwelle. Die ganze FDP? Nein. Entwicklungsminister Dirk Niebel rechnet kurz vor dem Dreikönigstreffen der Partei mit Westerwelles Kritikern ab und lobt den Außenminister in den höchsten Tönen.

FDP, Dirk Niebel, Guido Westerwelle, Dreikönigstreffen

Niebel (l.) findet Westerwelle toll© Bernd Weißbrod/DPA

FDP-Chef Guido Westerwelle ist für Entwicklungsminister Dirk Niebel "der beste Vorsitzende (...), den die Partei jemals hatte". "Ich werde alles tun, um ihn so zu stärken und zu stützen, damit er sein Amt noch möglichst lange ausüben kann", sagte Niebel vor dem wichtigen Dreikönigstreffen der Freidemokraten am 6. Januar dem Magazin "Focus". Damit stellte Niebel Westerwelle über in der FDP geschätzte Vorsitzende wie Thomas Dehler, Walter Scheel, Hans-Dietrich Genscher und Otto Graf Lambsdorff. Von dem Treffen in Stuttgart erwartet Westerwelles früherer Generalsekretär ein Aufbruchsignal in der Krise der Partei.

"Alte Rechnungen begleichen"

Zugleich rechnete Niebel hart mit den Kritikern des Parteichefs ab, von denen einige dessen Rückzug und die Konzentration auf das Amt des Außenministers fordern. Manche wollten alte Rechnungen begleichen oder "ihr persönliches Süppchen kochen", sagte Niebel. Namentlich erwähnte er den schleswig-holsteinischen Fraktionschef Wolfgang Kubicki, der die Führungsdebatte mit der Aussage ins Rollen gebracht hatte, die Situation seiner Partei erinnere an die Spätphase der DDR. "Es gibt Leute, die treten noch nach, wenn ein Mensch am Boden liegt", sagte Niebel.

Er mahnte beim Dreikönigstreffen den Rückhalt der Partei für Westerwelle an. "Was würde es uns bringen, wenn Guido Westerwelle nicht durchstarten könnte? Es würde uns einen gelähmten Parteivorsitzenden bis zum Bundesparteitag im Mai einschließlich Nachfolge- und Personaldiskussionen bringen." Dies sei Ziel der Gegner, deshalb werde die FDP "genau dies nicht tun".

Mit Spannung erwartete Kundgebung

Bei der Stuttgarter Kundgebung wird mit Spannung erwartet, ob Westerwelle sich zum Verbleib in seinen Ämtern als Parteichef und Außenminister äußert. Im Baden-Württemberg wird am 27. März gewählt, ebenso in Rheinland-Pfalz. Vom jeweiligen Abschneiden wird allgemein Westerwelles Zukunft abhängig gemacht. Nach den letzten Umfragen würde die FDP aus beiden Landtagen fliegen.

Für das negative Image der Partei machte Niebel die Union mit verantwortlich. "Eine Koalitionsregierung kann nur erfolgreich sein, wenn alle Partner ihre Erfolgserlebnisse haben. Da hat die Union den Liberalen bislang zu wenig ermöglicht."

Die CSU stärkte Westerwelle ihrerseits den Rücken. Dem Vizekanzler, Außenminister und Parteichef habe man "ein gutes vertrauensvolles Verhältnis zwischen CDU-, CSU- und FDP-Politikern zu verdanken", sagte der Chef der CSU-Bundestagsabgeordneten, Hans-Peter Friedrich, in einem Video-Interview der Mediengruppe Madsack. "Wir freuen uns sehr, dass Guido Westerwelle als Vorsitzender der FDP Mitglied dieser Koalition, dieses Koalitionsausschusses ist." Die FDP müsse aber "selber ihre politischen Linien, auch ihre personellen Fragen, klären".

san/DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
stern-RTL-Wahltrend FDP steckt weiter im tiefen Loch

Die FDP kommt aus dem Umfrage-Tief nicht heraus: Im stern-RTL-Wahltrend bleibt sie bei drei Prozent. Von der Schwäche der Liberalen können die Unions-Parteien nicht profitieren. Stattdessen deuten die Zeichen auf einen Regierungswechsel. mehr...

FDP-Führungskrise Steinmeier schreibt Westerwelle ab

Vor der Bundestagswahl hatte er noch um ihn gebuhlt, nun hält SPD-Fraktionschef den FDP-Vorsitzenden Westerwelle für so gut wie erledigt. In einer Umfrage forderten 49 Prozent der Bürger, Westerwelle solle zurücktreten. mehr...

FDP-Führungskrise Hinterbänkler schlägt Gerhardt als Außenminister vor

Der Führungsstreit in der FDP nimmt absurde Züge an: Ein Bundestagsabgeordneter will Ex-Chef Wolfgang Gerhardt als Außenminister reaktivieren. Auch Altpräsident Walter Scheel mischt sich in die Diskussion um Guido Westerwelle ein. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe