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1. Januar 2009, 11:28 Uhr

Metzger kritisiert "brutale" Genossen

Die frühere hessische SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Metzger geht mit ihrer Partei hart ins Gericht. Im Interview mit dem stern kritisiert die als "Parteirebellin" bekannt gewordene Metzger den Druck, der von den Genossen ausgeht. Der Parteirat habe einem Tribunal geglichen.

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Dagmar Metzger: "Diese Brutalität hätte ich von meiner Partei nicht erwartet"© Daniel Roland/AP

In einem Interview in der neuen Ausgabe des stern nannte Dagmar Metzger es "erschreckend", welcher Druck in den vergangenen Monaten auf sie ausgeübt worden sei. Metzger hatte bereits im Frühjahr mit ihrer Weigerung, die hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti zur Ministerpräsidentin zu wählen, eine Minderheitsregierung unter Tolerierung der Linken in Hessen verhindert. Im SPD-Parteirat sei es daraufhin zu einem regelrechten "Tribunal" gekommen, dies habe bei anderen Genossen, die ebenfalls nicht mit den Linken kooperieren wollten, "erheblichen Respekt erzeugt - wenn nicht gar Angst". Dem stern sagte Dagmar Metzger: "Diese Brutalität hätte ich von meiner Partei nicht erwartet."

"Heute haben wir gar keinen Kontakt mehr"

Bereits kurz nach ihrem "Nein" zur Zusammenarbeit mit der Linken sei ihr Verhältnis zu Andrea Ypsilanti zerrüttet gewesen, sagte Metzger. "Heute haben wir gar keinen Kontakt mehr. Diese Herzlichkeit, diese Lockerheit, die war wie weggeblasen." Ypsilanti habe viele Fehler gemacht, aber jegliche Kritik "einfach ausgeblendet", so Metzger. "Eigentlich müsste sie Partei- und Fraktionsvorsitz abgeben."

Metzger, deren Schwiegervater Günther Metzger ein Mitbegründer des konservativen "Seeheimer Kreises" der SPD war, sprach sich im stern allerdings nicht kategorisch gegen Bündnisse mit der Linkspartei aus. Für den grundsätzlichen Kurs der SPD gegenüber der Linken müsse aber ein Mitgliederentscheid her. "Dann kann ich mir überlegen: Ist das noch meine Partei oder eben nicht." Für den nächsten Landtag kandidiert die 50-Jährige nicht mehr.

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 02/2009

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KOMMENTARE (10 von 38)
 
manesse (03.01.2009, 22:52 Uhr)
Unverständlich,
warum immer wieder Schreiber an der Frau Metzger kein gutes Haar lassen: Am 18. dieses Monats gibt es in Hessen Neuwahlen, dann wird sich ja zeigen, ob Frau Metzger mit ihrem Kurs eine Minderheitenmeinung vertrat. Herr Gümpilanti hat am 18. Januar alle Chancen, die Wähler für seinen kommunistischen Kurs zu gewinnen. Jeder Wähler weiß nun, dass die Hessen-SPD auf eine Volksfrontregierung setzt. Gibt es dafür eine Mehrheit, wird sich jeder Demokrat dieser Mehrheit beugen. Wenn Gümpilanti hingegen keine Mehrheit erhält, wird die Gümpilanti-Minderheit sich eben damit abfinden müssen, dass der linksradikale Kurs der Hessen-SPD von den Wählern nicht gewünscht wird. Es handelt sich um einen völlig normalen demokratischen Vorgang. Dass weite Teile der SPD in Hessen freilich mit der Demokratie inzwischen auf Kriegsfuss stehen, das hat sich in den letzten Monaten gezeigt. Die wahrscheinliche Wahlniederlage der Hessen-SPD kann der erste Schritt dazu sein, dass diese Partei wieder jene normale demokratische Kultur erlernt, die ihr von den Bolschewisten der Ypsilanti-Clique ausgetrieben wurde.
Schnaafpaaf (03.01.2009, 20:20 Uhr)
Man darf gespannt sein, wann Ypsilanti
von ihren Sektenangehörigen/Jüngern ihrer Bestimmung zugeführt wird: auf den Müllhaufen der ruhmlosen hessischen SPD-Geschichte.
Aaron71 (03.01.2009, 18:23 Uhr)
Man müsste
dieser Frau ein Denkmal errichten. Sie hat Hessen vor dem Kommunismus bewahrt und den Glauben der Menschen an die Demokratie und den Anstand in der Politik erhalten.
n8g8 (03.01.2009, 02:48 Uhr)
Echo aus dem Wald
Warum wird dieser Seeheimer-Walpurgis eigentlich immer noch so ein öffentliches Forum für ihre Partei-Wehwehchen geboten? JAmmerläppische Wahlkampfpropaganda für den hessische Schnullerlippen Schlumpf???
Die Zeit der Seeheimer und ihrer Propagandisten neigt sich dem ENDE zu, dank der selbstgeschaffenen und andere (nämlich das Volk) ausbaden lassenden zerschröderten SPD-Schaumkronen. *blubb*
Neue Zeiten, neue Gesichter, neue Journaille.
Ist die Abkehr vom Kapitalismus schon gelungen, die Systemfrage neu gestellt? Traue keiner Vision, die schon da gewesen ist und dem Volk Gutes getan hat. Erst recht nicht der SOZIALEN Marktwirtschaft!
Ein GESCHEITERTES System wird nur GANZ SELTEN WIEDER schick...
Außer natürlich das Kapital, das Kapital!!!
vegefranz (02.01.2009, 16:08 Uhr)
es gibt tatsächlich noch sieben Ypselnti-Freunde und alle .....
haben hier heute schon was reingeschrieben. (PS das mit dem KKK war dabei nicht unlustig)
Jaynay (02.01.2009, 15:03 Uhr)
@Vegefranz:
Na na, also ich mag die Metzger ja auch nicht,aber ihre Truppe "weisse Ritter" zu nennen....Ich würd sagen solche Bezeichnungen sind eher dem Ku-Klux-Klan zuzuordnen :D
Aquarius_Jedermann (02.01.2009, 13:35 Uhr)
Frau Metzger = Scheinheiligkeit in Person!
Da empört sich das SPD-Mitglied Metzger über Parteibeschlüsse, gerade so, als gälten die nichts, weil es ihr nicht in ihren Kram passt. Da tritt sie noch mal kräftig nach (gegen Frau Ypsilanti) und beschwert sich gleichzeitig über die "Brutalität" der Parteiführung, gerade so, als stünde nur ihr das Recht zu, Tacheles zu reden. Anscheinend will uns Frau Metzger in die Irre führen, damit wir in der persönlichen Betroffenheit ersaufen, anstatt ganz nüchtern zu sehen, dass es bei der Auseinandersetzung um die Machtfrage in Hessen und damit auch im Bundesrat ging und geht. Für wie dämlich hält uns diese Frau eigentlich?
ganzbaf (02.01.2009, 13:26 Uhr)
Anständige Menschen...

trinken vor Mittag keinen Alkohol.
;-Pp
vegefranz (02.01.2009, 11:17 Uhr)
In Namen Aller, die noch einen Restfunken Glauben an die Anständigkeit der Politiker haben: Danke an Metzger
In manemn Aller, die noch einen Restfunken Glauben an die Anständigkeit der Politiker haben: Danke an Metzger und die anderen Weissen Ritter
Nursery (02.01.2009, 10:30 Uhr)
Kein Umgang
Es wäre sinnvoll gewesen innerparteiliche Probleme auf Faire Art und Weise zu lösen.Vor allem nicht jemanden vor die Pressemeute zu schmeißen und dann abzuwarten was von dieser Person übrig bleibt.Die SPD hat sich selbst geschadet ob Seeheimer Kreis oder Linker Flügel sie haben der Partei keinen gefallen getan.Ganz im Gegenteil ein Erscheinungsbild wie ein Horrorszenario.Das sich die Medien an dieser dämlichen Aussage einer Lüge aufgehangen haben, ist nur die Letzte Konsequenz gewesen.
Die Parteien lügen alle wie gedruckt da muß sich keiner besser in der Öffentlichkeit darstellen.Man errinnere sich nur an den Herrn mit der Aussage " Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort".Danach ging er baden. CDU wie SPD Politiker fielen als Unterweltler auf.Ein Tatort ist nichts dagegen gewesen.
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