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4. Januar 2010, 08:31 Uhr

FDP will Kindergelderhöhung als Gutschein auszahlen

Der Vorstoß soll die frühkindliche Bildung fördern: Die FDP hat gefordert, die für 2013 geplante Kindergelderhöhung nicht in Form von Geld, sondern als Bildungsgutscheine an die Eltern auszuzahlen. Diese könnten dann in Kitas, Musik-, oder Sportvereinen eingelöst werden.

Kinder, Kindergeld, Gutschein

Mehr Unterstützung für Familien: Das Kindergeld soll in drei Jahren erneut erhöht werden© Volker Hartmann/DDP

Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Cornelia Pieper hat gefordert, die nächste Kindergelderhöhung in Form von Bildungsgutscheinen statt wie bisher als zusätzlichen Geldbetrag an die Eltern auszuzahlen. So könne das Geld "direkt beim Kind ankommen", sagte Pieper der "Bild"-Zeitung.

Die Gutscheine könnten beispielsweise in Kindertagesstätten, Kindergärten, Musik- und Sportvereinen eingelöst werden, erklärte Pieper weiter. Ziel müsse sein, in der "Bildungsrepublik" bereits frühzeitig "das Gold in den Köpfen zu heben". Es gehe dabei um bessere frühkindliche Bildung in Deutschland.

Nächste Kindergelderhöhung soll 2013 kommen

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hatte das Kindergeld zum 1. Januar um 20 Euro pro Kind angehoben. Bis 2013 soll es laut Koalitionsvertrag eine weitere Kindergelderhöhung geben. Dieser Zusatzbetrag könnte dann laut Pieper den Eltern in Form von Gutscheinen bereitgestellt werden.

Nach Einschätzung Piepers gibt es für ihren Vorschlag breite Unterstützung in der Bevölkerung. "Laut Umfrage vom Sommer ziehen zwei Drittel der Eltern bessere Bildungschancen für Kinder im Vorschulalter einer Kindergelderhöhung vor", erklärte die FDP-Politikerin.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 40)
 
Sternchen2020 (04.01.2010, 20:02 Uhr)
@tannebaum: Suie schwätzen um des lieben Schwätzens Willen,
denn jene Klientel, die Sie ansprechen, erhält keine Kindergelderhöhung. Dort wird alles angerechnet.

Sie wollen einfach Eltern, die möglicherweise nur einkommensschwach sind, degradieren. Dann fassen Sie das Ganze der Einfachheit halber unter dem Begriff Hartz IV zusammen - fertig ist einfach gestricktes Weltbild.
lowbas (04.01.2010, 15:27 Uhr)
Anscheinend hat die FDP,
allen voran Frau Pieper, noch garnicht geblickt, das Jene, gegen die sich dies Gutscheinaktion richtet, nämlich die ständig alkoholisierten
Hartz-IV-Bezieher und z. B. ehem. Nokia-Mitarbeiter, garnicht in den Genuß der KG-Erhöhung kommen.
Denn das Kindergeld wird mit dem Regelsatz verrechnet. Ergo erhalten Hartz-IV-Empfänger unterm Strich
Nullkommanix. Aber so ist sie halt, unsere Partei der Leistungsträger. Nichts als (Wester) Welle. Und von den Kosten für den bürokratischen Auffwand möchte ich garnicht erst reden.
knilch_59 (04.01.2010, 14:28 Uhr)
@Writing.Angel - Bedingungsloses Grundeinkommen
Lassen wir das mal als Arbeitstitel stehen, weil es ein eingeführter Begriff ist. Aber es trifft nicht das, was ich möchte, weil es eben nicht bedingungslos gewährt erden sollte, sondern daran geknüpft wäre, das man etwas arbeitet, was kein anderer als der Staat zu bezahlen imstande ist.
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Also für Erziehende, solange sie das auch ordentlich machen. Sobald aber das Kind verwahrlost, kann das auch gestrichen oder auf Sachleistungen umgesellt werden.
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Ansonsten gilt aber das Prinzip ?wer essen will, soll auch arbeiten!? Das ist mir wichtig. Den Sozialschmarotzern muss mehr als heute verdeutlicht werden, dass sie in dieser Gesellschaft auch Pflichten haben. Der Großteil der Erziehenden gehört aber sicherlich nicht zu diesem Kreis und im Sinne einer Vertrauenskultur muss man sofort damit aufhören, diese Leute im Dunstkreis von Hartz-IV unter Generalverdacht zu stellen.
Writing.Angel (04.01.2010, 14:00 Uhr)
Kinder machen arm - finanziell
@Knilch_59

Ihr Beitrag hat mir aus dem Herzen gesprochen.
"Es geht um eine materielle Gleichsetzung von Erwerbs- und Erziehungsarbeit."

Daher ist m.E. die bessere Lösung als Kindergeld zu verteilen gleich das bedingungslose Grundeinkommen einzuführen. Dann lonnt es sich auch wieder Kinder großzuziehen, weil man nicht von vornherein droht, daran wirtschaftlich zu Grunde zu gehen. Heute kostet das Kinderkriegen die Eltern von die Wiege bis zum Bachelor mindestens 400.000 ?uro pro Kind!.

"Kinder machen arm, auch das weiß jeder Vater. Das Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo errechnete, dass allein verdienende Väter rund 33 Prozent mehr verdienen müssen, um auf das gleiche Wohlstandsniveau zu kommen wie kinderlose Singles. Bei zwei Kindern müsse das Einkommen um 64 Prozent höher sein." Zitat aus Welt-Online
tannebaum (04.01.2010, 13:53 Uhr)
@walhalla
wenn es so sein sollte, dass die junge union und die fdp keine hartziV-empfänger hat, dann sollte man das nicht das übel darstellen, sondern eher als nachahmenswert erachten.

was haben denn die, dass sie nicht von staates brust leben müssen?! auf alle fälle liegen die nicht dem steuerzahler auf der tasche. und somit wäre es schön, wenn mehr so eine einstellung hätten, oder?!
tannebaum (04.01.2010, 13:50 Uhr)
@Sternchen2020
was bitte ist hartzIV-rassismus? eine neue schöpfung, damit ihr anliegen ganz, ganz böse aussieht? nur leider ziemlich albern, wenn nicht gar dämlich.

und schwachsinn ist meine ausführung leider, leider nicht. sondern die bittere realität! allein 500.000 schulabbrecher, die zu 90% aus welcher schicht kommen? und wie viele von denen werden wohl je arbeiten, wenn kein abschluss da ist? und raten sie mal, welche schicht die kinderreichste ist...?!
und rechnen sie mal aus, was 500.000 schulabbrecher uns kosten werden. sagen wir mal 500.000 x 500 euro miete plus 500.000 x 80 euro heizosten plus 500.000 x 430 (so in etwa) regelsatz hartzIV. und das alles zusammen mal ca. 60 jahre.
das sind nur die neuerlichen schulabbrecher. nicht die bestehenden fa,ilien, die wir schon haben!!! und wenn sie das als schwachsinn halten, dann tun sie mir leid. denn all das muss der mitfinanzieren, der morgens aufsteht. warum eigentlich???

wissen sie, wie viele länder es gibt, die von kostenfreier schulbildung träumen? und bei uns muss man permanent kinder und jugendliche animieren, dass die da überhaupt hingehen. wissen sie, woran wir leiden? wohlstandsfaulheit!!!
knilch_59 (04.01.2010, 13:43 Uhr)
@endbenutzer: Gerechtigkeit ist auch immer zeitbezogen zu sehen
Was vor 15 Jahren war, als Sie ihren Wehrdienst ableisten mussten, kann zwar hilfreiche Ergänzung sein, nicht aber Orientierung für die Zukunft. Also - lassen wir diese Debatte mal einfach weg. Nicht, weil Sie damals nicht recht gehabt hätten, sondern weil es heute nicht hilft.
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"Es gibt Paare, die sich Kinder nicht leisten können..." Stimmt!
Denen muss man einfach helfen, dass es nicht daran scheitert. Aber wenn sich zwei Verkäufer aus dem Einzelhandel mit jeweils 1.800 Euro brutto zusammentun, dann haben die es sich vielleicht auch nicht "verdient", zweimal im Jahr in Urlaub zu fliegen PLUS zwei Autos zu fahren PLUS in einer Dreizimmerwohnung zu wohnen. Jedenfalls nicht dergestalt, dass der Staat ihnen vorgaukelt, das sei so okay, und gleichzeitig in Kauf nimmt, dass sich die Familie, in der einer 3.600 Euro Brutto verdient und der andere 2 Kinder erzieht sich nur ein Auto und keinen Urlaub leisten kann.
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Deshalb bin ich seit jeher für das Bedingungslose Grundeinkommen für Erziehende: Der volle Satz (ca. 1.000 Euro Brutto) solange das jüngste Kind im Haushalt unter 7 Jahre als ist, der halbe Satz, bis das jüngste Kind 14 ist. Wer arbeiten gehen möchte, kann sich davon eine Betreuung organisieren, wer zu Hause bleiben möchte kommt davon rum. Zusätzlich gibt es ein Kindergeld in Höhe des Hartz-IV-Satzes + 50% für jedes Kind, keine Kinderfreibeträge mehr. Krippe, KiTa und Schule werden kostenpflichtig, aber die Kosten sind gedeckelt. Und wer seinen Elternpflichten nicht ordentlich nachkommt, kann auf Sachleistungen umgestellt werden ...
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Aber wo kämen wir dann hin? Das Angebot der Krippen usw. müsste sich daran orientieren, dass sich Eltern finden, die ihr Kind dorthin schicken - Dienstleistungsorientierung bei Erziehern und Lehrern: Igitt. Der Staat könnte sich ein Stück zurückziehen - das muss verhindert werden. Lieber immer weiter, immer mehr, immer komplizierter umverteilen!!!!
Writing.Angel (04.01.2010, 13:41 Uhr)
bedingungsloses Grundeinkommen statt Gutschein
ist ein humanes, gerechtes und intelligentes Gegenmodell zur immer weiter wachsenden Bürokratie, der Bevormundung, Kontrolle und Manipulation der Bürger, Ausbeutung, Verarmung der Mittelschicht, dramatisch abfallende Geburtenraten bei deutschen Eltern, Selbstentfremdung durch unselbstständige Arbeit usw., usw., z.B. nachzulesen bei buergerinitiative-grundeinkommen.de

Das Modell des B.G.E. ist durchgerechnet und lässt sich anstrengungslos finanzieren. Es bringt erheblich mehr Vorteile und Gerechtigkeit für die gesamte Gesellschaft als das jetzige System sozialer Transferleistungen.

Die Verteilung von Gutscheinen für Sport-, Musikvereine und Kitas (wo die Kinder gegen ihren eigenen Willen aus dem familiären Verband gerissen werden - ich kenne keinen einzigen Menschen, der früher gerne in den Kindergarten gegangen ist!) ist ein lächerliches, völlig ungeeignetes Instrument der Lösung unserer gesellschaftlichen Probleme, die sich u.a. in mangelnder Bereitschaft zum Kinderkriegen, Arbeitslosigkeit oder der zunehmenden Verarmung der Mittel- und unteren Schicht unserer Gesellschaft ausdrücken.

Frau Piper ebenso wie Herr Rösler mit seiner verlogenen Impfaktion, die uns 1 Milliarde ? gekostet hat oder unser völkerrechts- und grundgesetzwidriger Krieg in Afghanistan, beweisen, dass die intelligenten Menschen in unserem Staate unserer politischen Führungsschicht nicht mehr Ernst nehmen können. Die Bevölkerung empfindet zunehmend Verachtung und Wut für deren Dummheit, Inkompetenz, Verlogenheit und Korruptheit. Der Vulkan der Volkswut steht kurz vor dem Ausbruch, liebe "Angestellte" des Deutschen Volkes im Reichstag.
endbenutzer (04.01.2010, 12:55 Uhr)
@knilch_59:
"...Es entsteht keine Einkommensdelle, kein Karriereknick.."
+
Das erinnert mich an meine Zeit des Wehrdienstes (damals noch 15 Monate). Wo ist denn da mein Ausgleich gewesen, gegenüber allen jungen Frauen?
endbenutzer (04.01.2010, 12:53 Uhr)
@knilch_59:
"...Kinderlose genießen, ob gewollt oder ungewollt kinderlos, erhebliche wirtschaftliche Vorteile..."
+
Das mag ja vielleicht für Ehepaare stimmen, die genug verdienen. Es gibt aber auch viele Paare, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden, weil sie sich diese gar nicht leisten könnten - und wenn doch, dann nur mit massiver staatlicher Unterstützung. Insofern sind diese Menschen nicht zu verurteilen, nur weil sie vorausschauend planen. Merke: Nicht jedes kinderlose Ehepaar residiert in einem Luxus-Penthouse, besitzt zwei Luxusfahrzeuge und trägt Rolex..
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