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14. September 2011, 06:00 Uhr

Euro-Krise pimpt die Genossen

Die SPD auf Jahreshoch, reichlich Zustimmung für die potentiellen Kanzlerkandidaten Steinbrück und Steinmeier: Die Republik läuft angesichts der Euro-Krise rot an.

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Die Troikaner der SPD: Peer Steinbrück, Sigmar Gabriel, Frank-Walter Steinmeier© Stephanie Pilick/DPA

Zwei Jahre nach ihrer historischen Wahlniederlage vom September 2009 legen die Sozialdemokraten in der Wählergunst wieder zu. Im stern-RTL-Wahltrend klettern sie im Vergleich zur Vorwoche um 2 Prozentpunkte auf 29 Prozent. Es ist ihr höchster Wert seit Februar 2008. Die Union muss 1 Punkt abgeben und fällt auf 31 Prozent zurück. Die Werte der anderen Parteien bleiben stabil: Die Grünen verharren bei 19 Prozent, die Linke bei 9 Prozent, die FDP würde mit 4 Prozent erneut an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. "Sonstigen Parteien" wollen 8 Prozent der Wähler ihre Stimme geben (-1).

Mit zusammen 48 Prozent hätten SPD und Grüne einen Vorsprung von 13 Punkten vor Union und FDP (gemeinsam 35 Prozent) und damit im Parlament die Kanzlermehrheit.

Forsa-Chef Manfred Güllner wies im stern darauf hin, dass sich auch der Kompetenzwert der SPD verbessert habe. 16 Prozent der Deutschen trauen ihr nun die Lösung der Probleme des Landes zu, in der Vorwoche taten dies nur 11 Prozent. Güllner begründet dies damit, dass "jetzt die klassischen ökonomischen Themen wieder in den Vordergrund rücken." Die Atomdebatte im Frühjahr hätte den Grünen genutzt. Deren Wert sei inzwischen gesunken, nun gewinne die SPD wieder an Ansehen.

Gute Werte für die Stones

In der Diskussion um den möglichen Kanzlerkandidaten der SPD ließ der stern auch untersuchen, welcher SPD-Spitzenpolitiker auf Nicht-SPD-Wähler die größte Zugkraft ausübt. Dabei schnitten Ex-Finanzminister Peer Steinbrück und Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier am besten ab. Von denen, die derzeit andere Parteien oder nicht wählen wollen, würden je 21 Prozent für die SPD stimmen, wenn deren Kandidat Steinmeier oder Steinbrück hieße. Je 11 Prozent von ihnen wollen bei der SPD ihr Kreuz machen, wenn Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit oder SPD-Chef Sigmar Gabriel SPD-Kanzlerkandidat wären. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft können nur 10 Prozent bzw. 9 Prozent der Nicht-SPD-Wähler an sich binden.

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mw/lk
 
 
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