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5. Oktober 2010, 17:02 Uhr

Grüne hängen die SPD ab

Jetzt ist es also passiert: Die Grünen sind stärker als die SPD, sie profitieren am meisten von der Schwäche der Regierungsparteien. Alle Daten im stern-RTL-Wahltrend.

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Wird mit Hilfe der Regierung immer größer: Fraktionschefin Renate Künast (Grüne)© Rainer Jensen/DPA

Die SPD ist in ihren Sympathiewerten bei den Wählern auf das Niveau der letzten Bundestagswahl im September 2009 zurückgefallen. Nach den Ergebnissen der jüngsten Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag von stern und RTL verloren die Sozialdemokraten gegenüber der Vorwoche zwei Punkte und erreichen 23 Prozent. Die Grünen konnten einen Prozentpunkt hinzugewinnen, sie liegen mit 24 Prozent erstmals vor der SPD. Auch die Christdemokraten machten einen Punkt gut, für sie würden sich 31 Prozent der Wähler entscheiden. Die Linken bleiben unverändert bei 10 Prozent, die FDP verharrt bei 5 Prozent.

Grüne und SPD liegen mit zusammen 47 Prozent deutlich vor der Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP, die in der Summe auf lediglich 36 Prozent kommt.

SPD setzt auf falsche Themen

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem stern, die SPD spreche die falschen Themen an und schneide deswegen schlecht ab. Güllner: "Die Klage gegen die Energiebeschlüsse der Regierung oder die Kritik an den Hartz-IV-Sätzen scheinen nicht die Probleme zu sein, die vielen früheren SPD-Mitgliedern aus der Mitte der Gesellschaft wichtig sind." Die Stärke der Grünen begründete Güllner mit deren Spitzenpolitikern Jürgen Trittin und Renate Künast, die seriös und solide wirkten. "Zudem profitiert die Partei von den Schwächen der anderen. Sie bekommt Zulauf aus dem SPD-, aber auch aus dem CDU-Lager."

P.S.: Was ist Ihre Meinung: Warum ist die SPD derzeit so unbeliebt? Diskutieren Sie mit auf der Facebook-Seite von stern.de.

 
 
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