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Hier zerfällt Europas größte Heilanstalt zum Grusel-Krankenhaus

Ein Ort zum Fürchten: In den Beelitz-Heilstätten wurden einst Lungenkranke, Soldaten und Erich Honecker behandelt. Heute verfallen die 60 Gebäude auf dem Gelände in Brandenburg und ziehen Abenteuer-Touristen an.

Beelitz-Heilstätten

Auf verwunschenem Gelände: Eines von 60 Gebäuden der Beelitz-Heilstätten südwestlich von Postdam im Bundesland Brandenburg.

Wer von mit dem Wagen in Richtung Leipzig fährt, stößt kurz hinter dem Autobahndreieck Potsdam auf der A9 auf ein Schild: Abfahrt Beelitz-Heilstätten. Auch eine gleichnamige Bahnstation findet sich auf dem 200 Hektar großen Gelände, dem einst größten und modernsten Tuberkulose-Krankenhaus der Welt.

Doch das war einmal, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Heute verfällt das in einem Wald gelegene Areal. Der Zutritt ist wegen der Unfallgefahr und ungeklärten Eigentumsverhältnisse strengstens verboten. Doch nach dem Motto "Was verboten ist, das macht uns gerade scharf", ziehen die ehemaligen Beelitz-Heilstätten Abenteuer-Touristen nicht nur aus dem 30 Kilometer entfernten Berlin an, die eine besondere Vorliebe für Lost Places haben - für verlassene Orte mit mit hohem Gruselfaktor.

Nach dem die Rote Armee die 60 Gebäude 1945 als Militärhospital übernommen hatte und wenige Jahre nach der Wende den Ort verließ, verfielen due wenig gepflegten Häuser um so mehr. Vandalismus setzte der Bausubstanz enorm zu.

Der verborgene Krankenhaus-Komplex dient heute gerne als Filmkulisse. So wurden in den Gebäuden Szenen für Polanskis "Der Pianist" gedreht. Ebenso Sequenzen der "Operation Walküre" mit Tom Cruise. Der morbide Charme der Klinik findet sich auch in dem Musikvideo "Mein Herz brennt" der Gruppe Rammstein wieder.

Auf den folgenden Seiten der Fotostrecke geben wir einen Einblick in das Gruselgelände mit seinen heruntergekommenen Bauten.

tib

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