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5. November 2009, 14:58 Uhr

Knutschis Tod bleibt ungeklärt

Er kam, begeisterte - und starb: Knutschi, der Elch, war nur ein paar Wochen in Hessen unterwegs. Wenige Tage nach seiner Zwangsumsiedlung in den Reinhardswald entdeckten Pilzesammler das verendete Tier. Woran er starb, können Tiermediziner nicht klären.

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Knutschi wurde in den Reinhardswald gebracht und starb dort wenige Tage später© Polizei/DDP

"Wir sind traurig. Der wandernde Elch hat die Menschen in Hessen begeistert." Mit diesen Worten kommentiere das hessische Umweltministerium den Tod von Knutschi, dem großen Paarhufer, der wochenlang durch Hessen gestreift war und dabei unter anderem eine Sperrung der A1 ausgelöst hatte. Danach sollte eine Obduktion klären, woran der Paarhufer starb. Doch die Veterinäre fanden keine eindeutige Todesursache.

Eine Virusinfektion, Schwellungen im Mund- und Rachenraum oder eine Muskeldegeneration als Folge von Stress nannte Manfred Reinacher vom Institut für Veterinär-Pathologie der Universität Gießen als mögliche Gründe für den Tod des jungen Elchs.

Weil der 320 Kilogramm schwere Bulle der Autobahn gefährlich nahe kam, war "Knutschi" Ende September betäubt und in den Reinhardswald bei Kassel gebracht worden. Wenige Tage später wurde das Tier ohne äußere Verletzungen tot aufgefunden.

Die schwere Muskelerkrankung könne durch Stress bei der Narkose und die Umsiedlung "Knutschis" ausgelöst worden sei, sagte Reinacher. Alleinige Todesursache sei die sogenannte Myopathie aber nicht. Möglich sei auch ein Zusammenwirken der drei Befunde. "Ich kann nicht sagen, welche der möglichen Todesursachen die wahrscheinlichste ist", betonte Reinacher bei der Vorstellung der abschließenden Obduktionsergebnisse in Gießen. "Sicher ist aber, dass es kein plötzlicher Tod war."

Rund dreieinhalb Wochen lang hatten die Gießener Veterinäre sowie fünf weitere Labore Organ- und Gewebeproben des Tieres untersucht. "Knutschi" war am 14. September bei Sontra im Werra-Meißner-Kreis erstmals in Hessen gesehen worden. Vermutlich kam der Jungbulle aus Osteuropa und war zuvor durch Sachsen und Thüringen gewandert.

DPA
 
 
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