28. Oktober 2011, 11:20 Uhr

Same procedure as every year

Schon seit 1980 werden in Deutschland die Uhren umgestellt. Und doch sorgt der Wechsel von Sommer- auf Winterzeit alljährlich für Verwirrung. stern.de verrät, in welcher Richtung an der Uhr gedreht werden muss.

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Der Herbst bringt nicht nur bunte Blätter: In der Nacht zum Sonntag beginnt die Winterzeit©

Die Nacht zum Sonntag bietet eine Stunde mehr Schlaf oder Spaß. In der gesamten Europäischen Union endet dann die Sommerzeit. Damit kommen Langschläfer auf ihre Kosten, denn um 3.00 Uhr werden die Uhren um eine Stunde auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Nach der Umstellung ist es morgens früher hell, dafür wird es nachmittags eher dunkel.

Bis 25. März gilt nun wieder die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Die Sommerzeit (MESZ) wurde in Deutschland 1980 eingeführt. Die erhoffte Energieeinsparung ist zwar nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) nicht nachweisbar. "Für den Verkehr und die Wirtschaft ist es jedoch wichtig, dass alle EU-Länder eine identische Zeit haben", erläutert Dirk Piester, Mitarbeiter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Die PTB ist in Deutschland per Gesetz für die Zeitüberwachung zuständig.

Menschen wie Tiere lassen sich von der Zeitumstellung kaum beeindrucken. Zwar heißt es immer mal wieder, der Bio-Rhythmus würde gestört. Wissenschaftlich konnte das jedoch bislang nicht nachgewiesen werden. Schließlich geht jeder mal früher oder später ins Bett und schläft in einer Nacht mehr als in der anderen. Experten warnen indes vor vermehrten Wildunfällen, weil Pendler vorübergehend mehr in den gefährlichen Dämmerungszeiten unterwegs seien.

Funkuhren passen sich automatisch an

Besitzer einer Funkuhr werden am Montag auf jeden Fall zur rechten Zeit geweckt, also nicht eine Stunde zu früh aus dem Bett gescheucht. Die impulsgebende Atomuhr in Mainflingen bei Frankfurt (Main) wurde von den PTB-Mitarbeitern bereits programmiert. Von dort strahlt der Sender Zeitsignale an alle öffentlichen und privaten Funkuhren, an die Steuertechnik von Kraftwerken und Umspannwerken, Anlagen der Flugsicherung, rund 50 000 Ampelanlagen und an die Bahn.

Die Bahn hat selbstständig arbeitende Funkuhren und rund 2500 Mutteruhren, die das geänderte Zeitsignal an alle anderen Uhren auf Bahnhöfen, in Büros, Automaten und Computersystemen weitergeben. Etwa 40 Nachtzüge bleiben an Bahnhöfen eine Stunde stehen, damit sie nach der Umstellung auch die folgenden Stationen fahrplanmäßig erreichen, wie die Deutsche Bahn am Donnerstag mitteilte.

jwi/DPA
 
 
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