AUTO Chrysler kaufte 50 000 defekte Autos zurück

Chrysler hat seit 1993 insgesamt 58 000 Autos mit wiederholt auftauchenden, mechanischen Problemen im Wert von 1,3 Milliarden Dollar zurück gekauft.

Chrysler hat seit 1993 insgesamt 58 000 Autos mit wiederholt auftauchenden, mechanischen Problemen im Wert von 1,3 Milliarden Dollar (2,8 Mrd DM/1,5 Mrd Euro) zurück gekauft. Diese im amerikanischen Sprachgebrauch als »Lemons« (Zitronen) bezeichneten Fahrzeuge (Montagsautos) wurden nach erfolgter Reparatur zum größten Teil wieder an andere Kunden verkauft. Dies berichtete das »Wall Street Journal« am Montag in seiner Online-Ausgabe. Chrysler habe rund zwei Drittel der Summe bei Versteigerungen an Händler wieder herein geholt.

Dies geht nach Angaben der Zeitung aus internen Firmendokumenten hervor, die in der vergangenen Woche in Rahmen einer Gerichtsklage in North Carolina veröffentlicht wurden.

Übliche Vorgehensweise

Rückkäufe defekter Autos und ihr Wiederverkauf nach erfolgter Reparatur ist bei den US-Autokonzernen üblich. Die Händler erhalten Mitteilungen, warum die Fahrzeuge von den Autoherstellern zurück gekauft wurden. Die Händler sind verpflichtet, die Kunden über die vorherigen Probleme zu informieren, ehe sie die Autos weiter verkaufen.

Ein Paar im Wake-Bezirk von North Carolina hatte ein solches Auto, einen 1996 Dodge Caravan, bei einem Händler gekauft. Der Händler hatte das Paar nicht darauf hingewiesen, dass es sich um ein »Lemon«-Fahrzeug handelte. Der Händler erklärte nach Angaben der Zeitung, dass es sich um ein Versehen gehandelt habe. Die von Chrysler auf der Auktion genannten Probleme seien aber nicht die gleichen gewesen, die Chrysler zum Rückkauf des Autos veranlasst hätten, schrieb die Zeitung.


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