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Tesla, der neue Konkurrent VW-Chef Herbert Diess über Elon Musk: Warum er den Tesla-CEO so sehr schätzt

Herbert Diess, Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen AG spricht in einem Interview
Der VW-Chef Herbert Diess "warnt" vor Tesla-CEO Elon Musk als neuen Konkurrenten (Archivbild aus 2021)
© dpa | Carsten Koall / Picture Alliance
VW-Chef Herbert Diess sagt im Interview mit der "Zeit", dass man Elon Musk "sehr ernst nehmen" müsse. Zudem zeigt Diess in dem Gespräch auf, wie VW Tesla als Weltmarktführer im Elektroauto-Markt über­holen will.

Elon Musk will Menschen zum Mars fliegen, fordert Wladimir Putin zum Kampf heraus und verschickt Kackhaufen-Emojis, er ist aber auch der CEO von Tesla – der US-Autobauer, der die Elektromobilität vorangetrieben und es in wenigen Jahren zu einer der wertvollsten Automarken der Welt geschafft hat. Und genau Jener bereitet Volkswagen, dem nach Fahrzeugabsatz gemessen zweitgrößten Autohersteller der Welt, Sorgen.

"Er hat den Wandel in der Branche be­schleunigt", erklärt VW-Chef Herbert Diess im Interview mit der "Zeit". Diess schaut daher genau hin. Denn er ist sich sicher, dass es mit Tesla einen neuen Wettbewerber in der Automobilbranche gibt. Der VW-Chef sagt über Musk: "Man muss ihn sehr ernst nehmen. Er antizipiert die Zukunft."

Dabei gibt er zu: "So wie Volkswagen in der Vergangenheit unterwegs war, hätten wir dem Wettbewerb nicht standhalten können. Zum Glück konnten wir uns darauf einigen, neben dem alten Werk in Wolfsburg ein neues zu bauen." Er erklärt am Beispiel des Telekommunikationskonzerns Nokia, welcher damals den von Apple, Samsung und Co. angetriebenen Technologiesprung verpasste und seine Handysparte schließlich an Microsoft verkaufte, dass Volkswagen nicht zu selbstsicher sein dürfe.

Diess sieht VW gegenüber Tesla überlegen

Dem VW-Chef zufolge habe sein Konzern aber auch eine Chance: "Unsere aktuelle Fahrassistenz ist dem Wettbewerb überlegen. Tesla muss gerade gleichzeitig drei neue Werke hochfahren. Das ist anspruchsvoll." VW fahre parallel fünf Standorte hoch, jedoch mit deutlich mehr Erfahrung. Zudem baue Tesla im Wesentlichen zwei bedeutende Modelle, während der VW-Konzern mit zehn Marken dagegen halte, sagt Diess.

Der künftige Erfolg von Volkswagen hänge an Cariad, der Software-Sparte des Konzerns, die die Entwicklung selbst programmierter Software sowie deren Integration in die Elektronik verschiedener VW-Konzerntöchter anschieben soll. Doch bei Cariad läuft nicht alles rund; der Aufsichtsrat hat Diess eine Frist bis Ende Juni gesetzt, um eine Software-Strategie zu entwickeln. Nach den Worten des VW-Chefs gebe es hingegen bereits eine solche Strategie. Er gibt dennoch zu, dass ursprünglich alle Marken des Konzerns eine gemeinsame Fahrassistenz erhalten sollten. Das soll letztendlich in ein paar Jahre erfolgen.

Quelle:Zeit

nk

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