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Elektromobilität: Politik fordert mehr Engagement bei Elektroautos

Die Autoindustrie verlangt mehr Zeit für Entwicklung, aber die Politik will möglichst schnell mehr Elektroautos auf deutsche Straßen bringen. In Berlin erörtern derzeit beide Seiten ihre Position.

Auf Einladung der Bundesregierung treffen sich derzeit Experten aus Industrie, Wissenschaft, und Politik in Berlin, um über die Zukunft des Elektroautos zu diskutieren. Dabei klaffen die Vorstellungen von Politik und Industrie weit auseinander. Bundeskanzlerin Merkel will eine Grundsatzrede zum Thema halten.

Die Autobauer brauchen nach Einschätzung des Präsidenten des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, beim Elektroauto einen langen Atem. "Wir können nicht über Nacht den Markthochlauf erwarten", sagte der VDA-Chef der "Süddeutschen Zeitung". Wissmann rückt damit auch von dem Ziel ab, bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu bringen. "Wenn wir das Ziel ein oder zwei Jahre später erreichen, wäre das auch kein Beinbruch", so der Auto-Lobbyist. Entscheidend sei, dass die Deutschen bei der Technologieentwicklung und beim Marktanteil führend seien. An der Elektromobilität führe ohnehin kein Weg vorbei.

Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat hingegen Zuverlässigkeit von der Industrie gefordert. "Unsere Ziele bei der Elektromobilität werden wir aber letztlich nur erreichen, wenn die Industrie ihre Zusagen einhält", sagte Rösler der "Rheinischen Post". Neue Fahrzeugmodelle mit elektrischem Antrieb müssten, wie zugesagt, zügig auf den Markt gebracht werden. "Zugleich hat die Industrie angekündigt, 17 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung von alternativen Antrieben in Deutschland zu investieren. Dabei muss es bleiben."

Elektroautos sind vergleichsweise teuer

Die Kunden zeigen sich bislang zurückhaltend. 2012 habe es 4157 Neuzulassungen bei Elektroautos gegeben, so Wissmann. Insgesamt seien damit 8500 Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs. Die Fahrzeuge seien angesichts der hohen Batteriekosten viel teurer als Fahrzeuge mit herkömmlichem Antrieb. Eine Kaufprämie lehnt die Bundesregierung ab.

Da Elektroautos in den kommenden Jahren kein Massenprodukt werden dürften, dringt die deutsche Automobilindustrie auf eine Mehrfachanrechnung von Elektro-Fahrzeugen auf die durchschnittlichen Abgasemissionen der Hersteller. Diese sollen nach Plänen der EU-Kommission ab 2020 nur noch bei 95 Gramm CO2 je Kilometer liegen. "In China werden emissionsfreie Elektroautos mit dem Faktor 5 auf die Gesamtflotte der Hersteller angerechnet", kritisierte Wissmann. "In Europa hingegen sollen wir ab 2020 nur höchstens Faktor 1,3 oder 1,5 anrechnen dürfen. Das ist viel zu wenig." Europa sollte wie die USA mindestens eine 3-fach-Anrechnung haben.

juho/DPA / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.