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Tuning-Wohnmobil: 900 PS für ein Wohnmobil - der Happy Camper gibt Gas

Die Ringbrothers sorgen bei dem Wohnmobil-Oldtimer für enormen Schub: In den kultigen Winnebago pflanzten sie einen Rennmotor mit 900 PS. Im Innenraum trifft nun ein Cockpit wie aus einem Weltkriegsbomber auf eine Strandbar im Tiki-Stil.

Von außen ist der alte Winnebago noch gut zu erkennen.

Von außen ist der alte Winnebago noch gut zu erkennen.

Der Happy Camper ist ein Wohnmobil aus einem Fast&Furious-Universum. Die Tuning-Schmiede Ringbrothers benötigte ein Fahrzeug, mit dem sie sich standesgemäß auf Autorennen sehen lassen konnten. Ein typischer Joghurtbecher mit Nussbaum-Folie im Innenraum ging natürlich nicht. Also boten sie all ihr Können und ihren Style auf. Als Basis wählten sie einen Winnebago Bravo von 1972. Ein Fahrzeug, das man die Kult-Mutter aller Wohnmobile nennen kann. Unverwechselbar durch den nach vorn springenden Grill und die versetzten senkrechten Frontscheiben.

Tuning-Wohnmobil: 900 PS stecken beim Happy Camper unter der Haube
Da Interieur der Kabine erinnert an eine Strandbar.

Da Interieur der Kabine erinnert an eine Strandbar.

In diese Ikone der US-amerikanischen Autokultur pflanzten die Ringbrothers ein passendes Herz ein. Ihre Wahl fiel einen V8-Motor von Wegner Motorsports. Der aufgeladenen LS 408 liefert bis zu 900 PS – Getriebe, Bremsen und Hinterachsen mussten entsprechend angepasst werden.

Von außen blieb der Camper bis auf kleine Details unangetastet. Insbesondere der bekannte Schriftzug mit dem "W" von Winnebago sollte erhalten werden. Nur ein paar Zusatz-Features mussten dann doch sein. An der Front gibt es nun einen Motorradträger, groß genug  für ein Mini-Bike wie eine Honda Monkey. Am Heck musste Platz geschaffen werden für eine Grill-Ausrüstung. Im Inneren legten sich die Ringbrothers keine Beschränkungen auf. Vermutlich war der original Innenaufbau von 1972 auch nicht mehr zu gebrauchen. Bett, Dusche, Küche, Trennwände - alles musste raus.

Reklame für das Original.

Reklame für das Original.

Der Motorblock, der zwischen Fahrer und Beifahrer  liegt,  bekam eine durchsichtige Haube. Lederbezüge, viel Aluminium lackiert in Mint-Grün, mit Leder bezogene Sessel und ein riesiger TV-Screen verwandelten den Camper in eine ultimative fahrbare Man Cave.

Die Ringbrothers sind spezialisiert in den Bau leichter Aluminium-Teile. Alle Verkleidungselemente mussten daher weichen. Wie in einem alten Flugzeug kann man nun die filigrane Aluminium-Konstruktion des Winnebago erkennen.

Fieser Crash beim Driften

Das Gesamtkonzept soll eine Mischung aus dem Interieur eines Weltkriegs-Bombers und einer 50-Jahre-Strandbar im Tiki-Stil darstellen. Für den Familienurlaub eignet sich der Happy Camper allerdings nicht mehr.

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