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Bentley Bentayga V8 Diesel: Bentley entdeckt den Diesel

Der Bentayga ist der erste Bentley mit einem Dieselmotor. Mit 270 Kilometern pro Stunde ist er zugleich das schnellste dieselangetriebene Luxus-SUV der Welt.

900 Newtonmeter ist er stark.

900 Newtonmeter ist er stark.

"Diesel in einem SUV ist eine Kombination die passt - auch in einem Bentley", meint Bentley-Entwicklungsvorstand Rolf Frech. "Ich habe mit Kunden gesprochen: Es kommt sehr gut an. Denn die Zeit bleibt nicht stehen. Und es ist Zeit für ein neues Kapitel." Die Rede ist vom neuesten Familienmitglied der Edelmarke aus Großbritannien, dem Bentley Bentayga. Oder anders formuliert: Das neue Volumenmodell aus Crewe wird zum luxuriösen Dauerläufer mit Sprinterqualitäten. Denn dank des neuen 4,0 Liter großen und 435 PS starken V8-Dieselmotors, den er sich mit dem Audi SQ7 teilt und welcher aus dem ungarischen Audi-Werk in Győr nach England geliefert wird, avanciert der Brite zum schnellsten dieselangetriebenen Luxus-SUV der Welt. 270 Kilometer pro Stunde und eine Sprintzeit von 4,8 Sekunden lassen nicht sofort auf ein fast 2,5 Tonnen schweres Ungetüm mit selbstzündendem Motor schließen. Wer sich für den "Benteyga" ausgesprochenen Allradler zu einem Preis ab 174.335 Euro entscheidet, muss natürlich nicht befürchten auf irgendwelche Annehmlichkeiten zu verzichten. "Der Auftrag war von Anfang an klar: "Kraft, Leistung und Verarbeitung müssen weiterhin zur Marke passen - und sie passen", schwärmt Rolf Frech und gibt seinem neuesten Kind die Sporen.

Bentley Bentayga Diesel: Der Lord unter den SUVs entdeckt den Diesel
Angetrieben wird er über alle vier Räder.

Angetrieben wird er über alle vier Räder.

Dabei fällt auf, dass nicht nur auch ein Entwicklungschef immer noch Freude am flotten Fahren hat, sondern vor allem die Laufruhe und die kaum wahrnehmbare Geräuschkulisse des mit Audi gemeinsam entwickelten Aggregates. "Natürlich ist ihm sein Charakter bei einem Kaltstart anzuhören. Es ist und bleibt ein Dieselmotor", verrät Rolf Frech. Doch schon nach ein paar Metern herrscht wieder genau die komfortable Ruhe, welche die Kunden der Marke Bentley gewohnt sind. Das dieseltypische Nageln ist bereits vorüber, noch bevor der 5,14 Meter lange Koloss zum ersten Mal durch eine Kurve gepeitscht wird. Aufgrund der Tatsache, dass der neue Bentley Bentayga bereits in den bis zu 608 PS starken Benziner-Versionen über einen 48 Volt-Elektromotor zur Wankstabilität verfügt, kann die Kurve gar nicht scharf genug gefahren werden. Die Physik und nicht der Magen der Mitfahrer ist hier ausnahmsweise mal der limitierende Faktor. Erst recht, wenn ein bis zu 2,5 Tonnen schwerer Anhänger mit durch die Kurven gezogen wird.

Dass schon im Drehzahlkeller mit der Wucht von 900 Newtonmetern ein Strahlen ins Gesicht der Mitfahrer und vor allem des Fahrers gezimmert wird, dafür sorgt eine Weltneuheit. Denn zusätzlich zu den beiden konventionellen Abgasturboladern, die jeweils von allen acht Zylindern genährt werden, kommt ein elektrisch betriebener, sieben Kilowatt starker Kompressor zum Einsatz. Seine Energie erhält er von einer 48V-Lithium-Ionen-Batterie mit 470 Wattstunden. Da der in Motornähe hinter dem Ladeluftkühler platzierte Verdichter im Vergleich zu mechanischen Kompressoren oder Abgasturboladern völlig unabhängig von der Motordrehzahl agiert, sorgt er im unteren Drehzahlbereich für den notwendigen Antrieb. Innerhalb von 250 Millisekunden ist er auf Touren und unterbindet somit jegliches Aufkommen und Erfahren eines sogenannten Turbolochs, was Rolf Frech gern mithilfe eines Kickdowns und mit einem Lächeln im Gesicht unter Beweis stellt. Vom Stand weg geht es mit einer unglaublichen Kraft vorwärts. Wer seinen Gasfuß ein wenig besser im Griff hat, der soll mit einem Dieselverbrauch von 7,9 Litern auf 100 Kilometern auskommen. Mithilfe des 85 Liter großen Treibstofftanks sind so rein rechnerisch über 1.000 Kilometern ohne Tankstopp möglich. Der 24 Liter fassende AdBlue-Tank soll zudem vom Kunden so gut wie gar nicht nachgefüllt werden müssen. Das übernimmt der Fachmann beim üblichen Servicebesuch.

Auch zum Einsatz beim Bentley Bentayga kommt das bereits aus dem Audi SQ7 bekannte Valvelift-System mit zwei Nockenwellenprofilen pro Zylinder. Wird gemütlich im unteren Drehzahlband gefahren bleibt ein Ventil geschlossen. Auf diese Art wird nur der erste Turbo angeströmt. Der zweite Turbolader kommt zum Einsatz, wenn das zweite Abgasventil aufgrund einer höheren Drehzahl geöffnet wird. Damit die ganze Kraft aus drei Beatmern auch an allen vier Rädern ankommt, dafür steht die Achtgang-Automatik parat. Zu erkennen ist der erste Diesel in der Geschichte des Hauses Bentley an lediglich drei Außen- und einem Innen-Bauteil. Außen sind dies ein schwarzer Kühlergrill, an jeder Seite je ein V8-Diesel-Emblem und die beiden Twin-quad-Auspuffendrohre am Heck. Innen, wie sollte es anders sein, ist ihm sein Dieselmotor lediglich anhand des Drehzahlmessers anzumerken.

Rolf Frech, der schon bei Porsche maßgeblich bei der Entwicklung und Markeinführung des späteren Volumenmodells Cayenne mitwirkte, ist sich sicher, "dass der neue Bentayga zum absoluten Erfolgsmodell wird." Die bisherigen Verkaufszahlen geben ihm zumindest schon heute Recht. Denn die einst für das Jahr 2016 geplanten 3.600 Einheiten sind schon jetzt produziert. Ende des Jahres sollen es rund 5.500 Einheiten werden. Pro Tag verlassen bis zu 33 Einheiten das 1946 gegründete Werk, nachdem sie 43 Montagestationen durchlaufen haben. Bis zu 14 Bullen müssen für ein Fahrzeug ihr Leder hergeben. Von den 56 Prozent Neukunden, die Bentley bislang durch das neue Modell erhalten hat, "kommen die meisten von der Marke Range Rover", weiß Bentayga Product Line Manager Peter Guest. Dass die Produktion eines Exemplars mit 130 Stunden zehnmal länger als der Industrie-Durschnitt dauert, ist seitens Bentley kein Problem und angesichts der zahllosen Arbeitsschritte, die per Hand und nicht per Roboter durchgeführt werden, kein Wunder. Ob der Bentayga das einzige Modell im Hause Bentley mit einem Dieselantrieb bleibt, ist kaum vorstellbar. Rolf Frech erklärt politisch korrekt: "Man sollte an dieser Stelle niemals nie sagen."

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.