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BMW 118d vs. 120i: Alt gegen neu

Nicht alles ist Diesel: Nach VW, Opel und Mercedes setzt nun auch BMW wieder verstärkt auf die drehfreudigen Otto-Motoren mit kleinem Hubraum. Wie schlägt sich der alte BMW 118d gegen den neuen Hightech-120i?

Trotz ihres turbulent diskutierten Designs konnte BMW bislang mehr als 200.000 Fahrzeuge der 1er Serie an Mann und Frau bringen. Mit der neuesten Motorengeneration dürfte sich die Zahl noch spürbar steigern lassen. Ab sofort verfügen die Vierzylinder (abgesehen vom 116er) über eine Start-Stopp-Automatik, ein regeneratives Bremssystem und deutlich mehr Leistung.

Eine kräftigen Schluck aus der isotonischen Powerpulle und dazu noch deutlich weniger Verbrauch? Hört sich gut an - und ist Grund genug, alt und neu einmal gegeneinander überzustellen. Da sich die optischen Veränderungen bei der neuen 1er-Reihe ebenso im Rahmen halten wie beim größeren 5er, kann man sich guten Gewissens auf die Technik unter der Motorhaube beschränken. Da hat sich einiges getan.

Leistung trotz Sparsamkeit

Dass besonders die beiden Dieselversionen 118d und 120d bei den 1er-Kunden hoch im Kurs standen, hat einen handfesten Grund: Sie boten mit 129 bzw. 163 PS Leistung satt und hielten sich an der Tankstelle trotzdem angenehm zurück. Schon mit dem alten 118d war man gut bedient: 95 kW/129 PS reichen Dank des üppigen Drehmoments aus, um mit dem betont straff abgestimmten kleinen Bayern sportlich unterwegs zu sein.

Die Fahrleistungen lassen ein nicht wirklich neidisch auf 120d-Fahrer mit ihren 163 PS werden. Der Einstiegsdiesel steht im Gegensatz zu seinen müden, gleichgroßen Brüdern aus der Benzin-Fraktion gut im Futter und ist in der City ebenso souverän unterwegs wie auf Landstraße und Autobahn. So sehr man den 1,4 Tonnen schwere Hecktriebler mit seinem exzellenten Fahrwerk, der grandiosen Lenkung und der knackigen Schaltung auch durch Kurven und Kehren scheucht – mehr als 6,5 Liter laufen auf 100 Kilometern nicht durch die Hochdruck-Einspritzdüsen.

Neue Benziner sollen überzeugen

Bei der neuen 1er-Generation sollen endlich auch die trägen Benziner überzeugen und die hohen Ansprüche der BMW-Fahrer erfüllen. Denn BMW legt Wert darauf, dass die neue 1er-Generation nicht nur sparsamer ist, sondern auch deutlich bessere Fahrleistungen bietet.

Ein Blick ins Datenblatt unterstreicht das: Statt 110 kW/150 PS und 200 Nm bietet der neue BMW 120i als Aushängeschild der Serie 125 kW/170 PS und 210 Nm. Hört sich kaum eindrucksvoll an - fährt sich aber so. 0 auf 100 km/h in nunmehr 7,7 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 224 km/h passen endlich auch deklaratorisch zum sportlichen Anspruch des Einstiegsbayern.

Fast schon Dieseldimensionen

Bei aller Dynamik soll sich der neue 120er mit gerade einmal 6,4 Liter SuperPlus auf 100 Kilometern zufrieden geben. Das hätte fast schon Dieseldimensionen, auch wenn sich der Verbrauch bei den Testfahrten auf der Referenzstrecke bei rund sieben Litern einpendelte. Die Symbiose aus sportlichen Fahrleistungen und einem Durchschnittsdurst von sieben Litern können sich hören und er-fahren lassen. Pro Kilometer bläst der neue 120i gerade mal karge 152 g CO2 in die Umwelt.

Möglich macht dies nicht nur eine neue Motorelektronik sondern insbesondere ein regeneratives Bremssystem und eine Start-Stopp-Automatik, wie man sie bereits von Volkswagen-Modellen der 80er Jahre und von den aktuellen Citroen-Modellen C2/C3 kennt. Damit man auch im laufenden Verkehr den Benzinfluss zügelt, zeigt im BMW eine Schaltpunktanzeige, wie früh der Fahrer in die nächste Gangstufe wechseln kann.

Bremssystem unterstützt die Bordelektronik

Die neuen Motoren basieren weitgehend auf den alten Triebwerken, wurden technisch jedoch mächtig aufgefrischt. Bei der neuen Generation von Vierzylindern wird das Benzin per Präzisionseinspritzung besonders effizient in die Brennkammer gespritzt. Das regenative Bremssystem erzeugt bei jedem Bremsvorgang elektrische Energie, die die Bordelektronik unterstützt.

Anders aber als bei VW oder Citroën gibt es das Start-Stopp-System nicht als Öko-Option für spezielle Spar-Triebwerke, sondern serienmäßig bei allen 1er-Modellen - egal ob Benziner oder Diesel. Einzig der alte und besonders müde 116er bleibt zunächst unverändert im Programm und soll erst mittelfristig von den neuen Mini-Triebwerken abgelöst werden.

Benzinersparnis deutlich zu spüren

Die Technik der Start-Stopp-Automatik ist weitgehend mit den bekannten Modulen von VW und PSA identisch. Steht der Wagen im Leerlauf an der Ampel, geht der Motor nach dem Loslassen der Kupplung aus - um beim Einkuppeln in Sekundenbruchteilen wieder zu starten. Die Kraftstoffersparnis ist bei dem oftmals nervigen Hin und Her in der City deutlich zu spüren. BMW spricht ebenso wie Citroën von rund 20 Prozent, die so eingespart werden können.

Bei Überlandfahrten und auf der Autobahn merkt man nichts von Start und Stopp. Hier freut sich der Fahrer allein über die deutlich hinzugewonnene Kraft des Benziners. Der 120i fährt sich gerade in höheren Drehzahlen deutlich spritziger und elastischer als bisher. Soll es nun ein Diesel sein? Oder haben die neuen Benziner eine Chance, beliebte Modelle wie 118d oder 120d zu verdrängen?

Kein Sparweltmeister

In punkto Fahrfreude konnten die Saugtriebwerke deutlich zulegen. Die ihnen eigene Müdigkeit vergangener Zeiten ist verschwunden. Doch als echter Sparweltmeister konnte sich der BMW 120i nach den ersten Testfahrten kaum profilieren. Wer flott unterwegs ist, kann sich über einen Verbrauch von knapp über sieben Litern freuen - und das ist bei 170 PS ja auch schon was. Deutliche Einsparpotenziale gibt es allein in der Innenstadt, wenn das Start-Stopp-System zum Einsatz kommt.

Nicht zu vergessen: Auch die Dieselversionen sind durch die neuen Motorenkomponenten sparsamer geworden. Wer unsicher ist, sollte sich lieber für einen Selbstzünder entscheiden. Mit 105 kW/143 PS hat auch der neue 118d an Leistung zugelegt. Wer sparsam mit dem rechten Pedal umgeht, verbraucht durchschnittlich zwischen 5 und 5,5 Liter Diesel. Der CO2-Gehalt liegt bei gerade mal 123 g/km.

Bleibt das liebe Geld: Der Einstiegspreis für den neuen Vorzeigebenziner BMW 120i beträgt als Fünftürer 25.850 Euro. Die Serienausstattung ist ernüchternd karg. Fast alle Annehmlichkeiten lässt sich BMW auch bei der neuesten 1er-Generation extra bezahlen. Der neue 118d startet bei 25.300 Euro.

Pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.